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Triple-Trainer Heynckes appelliert: Flick muss Bayerns Dauerlösung sein

Triple-Trainer Heynckes appelliert: Flick muss Bayerns Dauerlösung sein
Von Eurosport

02/12/2019 um 07:33Aktualisiert 02/12/2019 um 13:19

Jupp Heynckes ist großer Fan von Hansi Flick. Der 74-Jährige wünscht sich, dass der aktuelle Coach langfristig Cheftrainer beim FC Bayern München bleibt. Im "kicker" prophezeit er: Flick könne beim deutschen Rekordmeister "eine Epoche prägen". Heynckes zufolg sei dieser "der ideale Mann für diese Position". Noch ist unklar, wie lange Flick an der Seitenlinie der "Roten" steht.

Er holte mit Bayern München das historische Triple und gestaltete eine Ära - nun sieht Trainer-Legende Jupp Heynckes in Hansi Flick seinen legitimen Nachfolger. Der 54-Jährige sei "als Trainer ein Juwel. Solche Talente müssen erkannt und gefördert werden. Der FC Bayern München besitzt nun die große Chance, über einen längeren Zeitraum einen Trainer zu haben, der eine Epoche prägen kann", schrieb Heynckes in einer kicker-Kolumne.

Noch ist nicht einmal endgültig geklärt, ob Flick über Weihnachten hinaus beim deutschen Fußball-Rekordmeister bleiben darf. Doch längst genießt der Nachfolger von Niko Kovac höchste Wertschätzung. Am Sonntag deutete Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eine Weiterbeschäftigung zumindest bis kommenden Sommer an, auch die Stars sind trotz des ersten Dämpfers (1:2 gegen Leverkusen) längst überzeugt - und nun setzt sich Heynckes vehement für eine Dauerlösung Flick ein.

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Heynckes: "Flick der ideale Mann für diese Position"

"Es geht nicht um Momentaufnahmen, sondern um das grundsätzliche Know-how eines Trainers, seine Fachkompetenz und menschliche Note, seine Philosophie. Unter diesen Aspekten und Anforderungen ist Hansi Flick für mich prädestiniert für die Aufgabe als Cheftrainer des FC Bayern und der ideale Mann für diese Position - und zwar über diese Saison 2019/20 hinaus", betonte der 74-Jährige.

Flick selbst ging bei seinem Fanklub-Besuch bei den "Bayern Bazis Romantische Straße" am Sonntag nicht auf seine Zukunft ein. Zum Abschied sagte er in Feuchtwangen allerdings:

"Ich hoffe, dass wir uns noch lange und oft im Stadion sehen."

Davon geht Heynckes aus. Flick vermittle "jedem seiner Profis, dass er wichtig ist. Und wenn sich die Bayern-Spieler derzeit so anerkennend über ihren neuen Trainer äußern, halte ich diese Komplimente für zweifellos ehrlich. Auch Superstars verlangen nach menschlicher Wärme, dazu braucht ein Trainer hohes Einfühlungsvermögen, das Flick ausströmt", so Heynckes. Er sei "ein Chef nicht aufgrund seiner Position, sondern aufgrund seiner Persönlichkeit".

Das merken auch die Spieler. "Hansi Flick nimmt jeden mit, das ist wichtig. Das ist das, was Jupp Heynckes auch immer gemacht hat", lobte Kapitän Manuel Neuer den langjährigen Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw. Auch Torjäger Robert Lewandowski zog einen Vergleich zu Heynckes: "Stimmung, der Kontakt, das ist ähnlich. Die Empathie spricht für ihn. Wir Spieler merken, dass er hinter uns steht."

Flick über Heynckes: "Einer der besten Trainer, die es gibt"

Doch Vergleiche mit dem großen Jupp Heynckes sind Flick, der mit vier Siegen und 16:0 Toren den besten Start eines Bayern-Trainers hingelegt hatte, eher peinlich. "Er ist einer der erfolgreichsten und besten Trainer, die es gibt. Deswegen mag ich mich mit ihm nicht vergleichen", sagte Flick in der vergangenen Woche.

Flick hat sich aber viel von Heynckes, unter dem er drei Jahre als Profi spielte, abgeschaut. "Menschlichkeit, Empathie, er hat sich nicht so wichtig genommen. Die Art und Weise, wie er mit den Spielern umgegangen ist, war einfach gut", betonte Flick, der in den vergangenen Wochen "schon ein paar Mal" mit Heynckes telefoniert hat.

Dem früheren Bayern-Coach gefällt vor allem Flicks Auftreten. "Wenn ich sehe, wie er in diesem aufgeregten Betrieb Profifußball und überhaupt in unserer schnelllebigen Zeit entschleunigt und in sich ruht, überträgt sich diese souveräne Haltung auf seine Mannschaft", schrieb Heynckes. Führungsfiguren müssten heutzutage, "da alles so hektisch und oberflächlich abläuft, Glaubwürdigkeit und Empathie vorleben, ohne sich selbst zu wichtig zu nehmen". Wie eben Flick.

(SID)

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