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FC Bayern München mit Sieg bei Werder Bremen erneut Deutscher Meister
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Publiziert 16/06/2020 um 22:24 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München ist zum 30. Mal und zum achten Mal in Folge Deutscher Meister. Am 32. Spieltag der Bundesliga reichte dem Rekordmeister ein 1:0 (1:0) bei Werder Bremen zum vorzeitigen Titelgewinn. Robert Lewandowski erzielte mit seinem 31. Saisontreffer das Tor des Tages (43.). Alphonso Davies sah Gelb-Rot (79.). In der 90. Minute hielt Manuel Neuer den Sieg mit einer Parade fest.
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So lief das Spiel:
Vor dem finalen Meisterschaftsduell gegen Werder Bremen kehrte FCB-Trainer Hansi Flick zu seiner Stammelf zurück, brachte die zuletzt fehlenden Robert Lewandowski und Thomas Müller (beide Gelbsperre), sowie Youngster Alphonso Davies und Flügelspieler Kingsley Coman.
Der Matchplan des deutschen Rekordmeisters war klar und deutlich verfasst: Hohes offensives Pressing, schneller, schnörkelloser Kombinationsfußball und zielgerichtetes Spiel im letzten Drittel.
Werder Bremen, das im Kampf um den Klassenerhalt steckt, rechnete sich trotz der Münchner Qualitäten einen möglichen Punktgewinn aus, agierte defensiv kompakt, aggressiv und setzte auf möglichst schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinnen.
Die Norddeutschen setzten die Vorgaben ihres Trainers Florian Kohfeldt perfekt um, begegneten den Münchnern mit den richtigen taktischen Mitteln und ließen so nur wenige Chancen der Gäste zu. Zudem schafften sie es immer wieder, offensive Nadelstiche zu setzen.
Den Münchnern fehlte es an Leichtigkeit im Spiel nach vorne – vor allem über die Flügel kam insgesamt zu wenig. So brauchte es in der 43. Minute Jérôme Boateng als Offensiv-Initiator.
Der Innenverteidiger spielte einen perfekten hohen Ball in den Strafraum auf den startenden Lewandowski, der die Kugel perfekt mit der Brust verarbeitete, anschließend volley abschloss und unhaltbar zum 1:0-Führungstreffer traf.
Das Tor brachte den Münchnern zusätzliche Stabilität. In der Folge diktierten sie den Spielverlauf, erhöhten vermehrt den Druck und gingen auf die Entscheidung gegen giftige Bremer. In der 60. Minute verpasste Lewandowski das 2:0 und seinen 31. Saisontreffer freistehend aus sechs Metern nach Vorarbeit von Thomas Müller.
Die Bremer intensivierten das eigene Defensiv-Spiel und hofften auf den Lucky Punch.
In der 79. Minute dezimierten sich die Gäste. Davies zog auf der rechten Seite ein taktisches Foul und sah die Gelbe Karte. Es war seine zweite Gelbe in diesem Spiel und damit Gelb-Rot. Der Kanadier hätte bereits in der ersten Halbzeit für ein Vergehen die Rote Karte sehen können.
Die Bremer setzten in der Schlussphase alles auf eine Karte und waren dem Ausgleich in der 90. Minute ganz nah. Nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld des eingewechselten Finn Bartels kam Yuya Osako am ersten Pfosten aus sieben Metern zum Kopfball. Neuer parierte auf der Linie mit einer Weltklasse-Tat und rettete so vor dem ebenfalls eingewechselten Claudio Pizarro die Null, den Sieg und somit die vorzeitige Meisterschaft.
Die Stimmen zum Spiel:
Hansi Flick (Trainer Bayern München): "Kompliment an die Mannschaft, es ist sensationell, was wir in den vergangenen Monaten gezeigt haben. Heute gibts keine Kritik, man muss die Art und Weise herausstellen, wie die Spieler das umgesetzt haben. Spieler und Trainerteam sind einfach eine Einheit. Das macht mir sehr viel Spaß. Wir sind gut. Das ist Bayern München, die Ziele sind immer hoch. Unser erstes großes Ziel haben wir jetzt erreicht, der Pokal ist jetzt das nächste Ziel und die Champions League, aber das kann man nicht planen."
Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Wir hätten heute in der Summe mehr verdient gehabt. Ein Sieg wäre vermessen, aber ein Punkt wäre drin gewesen - daher sind wir enttäuscht. Auch wenn heute Abend der Frust überwiegt, werden wir ihn nicht mit nach Mainz nehmen."Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München): "Ich möchte der Mannschaft und unserem Cheftrainer Hansi Flick mit seinem Trainerteam sehr herzlich zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft gratulieren. Es war ohne Frage eine Saison unter speziellen Bedingungen, die sich keiner so gewünscht hat und die hoffentlich einmalig bleibt."Robert Lewandowski (FC Bayern München): "Ohne Fans zu feiern ist ein bisschen kompliziert. Es fehlt die Stimmung und die Leidenschaft der Fans. Aber wir sind froh, dass wir deutscher Meister sind. Es war ein langer Kampf."
Herbert Hainer (Präsident FC Bayern München): "Diese achte Meisterschaft in Serie für den FC Bayern ist sicher eine ganz besondere – die Umstände aufgrund der Corona-Krise haben die Abläufe durcheinandergewirbelt und uns vor neue, nicht planbare Herausforderungen gestellt. Wir sind stolz und glücklich, dass der FC Bayern auch in diesen ungewohnten Zeiten einmal mehr gezeigt hat, wozu er im Stande ist."
Niklas Moisander (SV Werder Bremen): "Wir sind enttäuscht, weil wir keine Punkte mitgenommen haben. Die Leistung müssen wir aber mitnehmen und in Mainz müssen wir jetzt Tore machen. Ich bin überzeugt, dass wir in der Liga bleiben."
Das fiel auf: Rekord-Bayern
Mit der 30. Meisterschaft und dem achten Bundesliga-Titel in Folge brechen die Münchner einmal mehr sämtliche Rekorde. Nach der Übernahme von Erfolgstrainer Flick holten die Münchner erstmals elf Bundesliga-Siege in Folge. Nach dem erfolgreichen Meistertitel blicken die Münchner nun auf die eigene Tordifferenz – denn lediglich sieben Tore fehlen, um in dieser Saison dreistellig zu treffen, mit acht wäre der eigene Rekord aus der Saison 1971/72 eingestellt (101).
Der FC Bayern München spielt eine überragende Saison, steht außerdem im DFB-Pokalfinale und haben gute Chancen aufs Viertelfinale der Champions League. Das Kapitel Bundesliga ist zwar fast geschrieben, doch Rekorde – vor allem auf internationaler Bühne – sind noch allzu möglich.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 36,51 km/h
Er ist nicht nur der Durchstarter der Saison, sondern auch der schnellste Spieler der Bundesliga – jedenfalls laut offizieller Datenerfassung. Seit Erfassung der Tracking-Daten in der Saison 2013/14 sprintete kein Akteur in einem Bundesliga-Spiel so schnell wie der Münchner Außenverteidiger Davies. Der Kanadier wurde mit 36,51 km/h gemessen.
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