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"Wenn Not am Mann ist ..." Kovacs Aussage zu Müller lässt tief blicken

"Wenn Not am Mann ist ..." Kovacs Aussage zu Müller lässt tief blicken

06/10/2019 um 01:44Aktualisiert 06/10/2019 um 18:59

Niko Kovac hat sich im Vorfeld der Bundesliga-Partie des FC Bayern München am 7. Spieltag gegen die TSG 1899 Hoffenheim zur Personalie Thomas Müller geäußert. "Er ist nicht irgendjemand. Thomas ist sehr wichtig, aber die anderen Spieler auch", sagte der Coach bei "Sky": "Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen."

    Eine Aussage, aus der man zwischen den Zeilen relativ deutlich entnehmen kann, welche Rolle der Weltmeister von 2014 in den Planungen von Kovac aktuell einnimmt.

    Nach der Partie verließ der gefrustete Müller als erster Spieler das Stadion und wollte sich nicht äußern.

    Kovac war auf der anschließenden Pressekonferenz bemüht, seine Aussage geradezurücken:

    "Nach 60 Minuten habe ich ihn gebracht. Sie müssen da jetzt nichts daraus zaubern. Für ihn gilt das Gleiche, wie für alle anderen auch. Thomas ist heute reingekommen und hat nochmal Schwung reingebracht."

    Video - Kovac relativiert brisante Müller-Aussage

    00:40

    Kovac rotiert in der Offensive nicht

    Nach dem 7:2 in der Champions League am Dienstag bei Tottenham Hotspur wurde darüber spekuliert, ob Kovac in der Bundesliga rotiert und Müller in die Startelf rückt.

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    Nein, Kovac macht das so richtig

    Der Nachfrage von "Sky"-Reporter Patrick Wasserziehr, dass viele mit einem Einsatz Müllers gerechnet hatten, widersprach Kovac jedoch vehement:

    "Es haben nicht viele damit gerechnet. Sie haben die zweite Halbzeit in London gesehen, von daher erübrigt sich die Frage. Die Mannschaft hat toll gespielt."

    Den Zuschlag auf der von Müller präferierten Position hinter den Spitzen bekam erneut Neuzugang Philippe Coutinho, der bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison nicht mehr aus dem Kovac-System wegzudenken scheint und vom Kroaten zuletzt überschwänglich gelobt wurde.

    Video - Kovac spricht über Gnabrys Höhenflug

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