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Bayerns Spiel mit dem Feuer: Warum Dani Alves die Lösung sein könnte

Bayerns Spiel mit dem Feuer: Warum Dani Alves die Lösung sein könnte

11/07/2019 um 11:01Aktualisiert 11/07/2019 um 11:33

Karl-Heinz Rummenigge mahnt zur Geduld, wenn es um Transfers beim FC Bayern München geht. Gleichzeitig fordert Niko Kovac mindestens drei Neuzugänge, zwei davon dürften für die Offensive eingeplant sein. Und der dritte? Sollte möglichst ein Verteidiger sein. Denn in der Defensive spielt der FCB mit dem Feuer. Dani Alves könnte die Lösung sein.

Sechs Verteidiger sind es an der Zahl. Mehr hat der FC Bayern, deutscher Meister, Pokalsieger und ambitioniert, in der kommenden Saison auch wieder in der Champions League ein Wörtchen mitzureden, derzeit nicht zu bieten.

Um sie namentlich zu nennen: Joshua Kimmich, Niklas Süle, Benjamin Pavard, Lucas Hernández und David Alaba. Achja, und Jérôme Boateng. Den hätte Karl-Heinz Rummenigge auf der Pressekonferenz am Montag beinahe vergessen.

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Zwar hat Kovac mit Javi Martínez und Lukas Mai noch zwei Alternativen in der Hinterhand, aber Martínez ist fest für die Sechs eingeplant und Mai scheint man die Aufgabe beim deutschen Rekordmeister nach wie vor nicht zuzutrauen.

Bayern braucht also eigentlich noch einen Verteidiger, der am besten sofort weiterhilft und möglichst günstig ist. Denn das berühmt berüchtigte Festgeldkonto soll vor allem für die Wunsch-Transfers in der Offensive geplündert werden. Einwurf: Warum also nicht mal bei Dani Alves vorfühlen?

Dani Alves heißt die Lösung

Ja, richtig gelesen. Dani Alves. DER Dani Alves, der acht Jahre die Außenlinie beim FC Barcelona rauf und runter flitzte, dann innerhalb von drei Jahren die Abenteuer Juventus Turin und PSG durchlief und mittlerweile 40 Titel gewonnen hat. Kein Spieler hat mehr.

Klar, Alves ist schon 36. Aber er ist auch ablösefrei zu haben und vor allem: noch immer richtig gut. Das bewies er erst jüngst bei der Copa América, als er Brasilien als Kapitän mit starken Leistungen zum Titel führte.

Dani Alves (Brazil), Lionel Messi (Argentina), Copa America 2019

Dani Alves (Brazil), Lionel Messi (Argentina), Copa America 2019Getty Images

Leistungsnachweise gefällig? Dani Alves wurde zum besten Spieler des Turniers ausgezeichnet und hatte die drittmeisten gewonnenen Dribblings, als Verteidiger wohlgemerkt. "Er hat eine unglaubliche mentale Stärke", schwärmte Nationalmannschaftsreporter Breiller Pires und betonte:

"Damit hat er das Team hier zusammengeschweißt."

Also jemand, der dem FC Bayern auf Anhieb weiterhelfen würde. Nicht auf Jahre hinweg, aber zumindest in dieser Saison. Denn Königslösungen für die Defensive wie Matthijs de Ligt sind in diesem Sommer wohl nicht möglich, zudem haben die Münchner für Pavard und Hernández bereits 115 Millionen Euro in die Verteidigung investiert.

Bayern schließt gleich zwei Baustellen

Zugegeben: Gerüchte zu Alves und Bayern gibt es, Stand jetzt, nicht. Sinn machen würde es aber durchaus. Zum einen würde er reichlich Erfahrung mitbringen, die dem FCB in der Defensive durch die Abgänge von Mats Hummels und demnächst wohl auch von Boateng etwas verloren gegangen ist.

Eine Alves-Verpflichtung würde also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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Die Otto-Rehagel-Regel

Allerdings ist Eile geboten. Die starken Leistungen von Alves bei der Copa sind der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. Der FC Liverpool, Atlético Madrid, FC Sevilla oder Inter Mailand, sie alle werden oder wurden mit dem Außenverteidiger in Verbindung gebracht. Laut "UOL Esporte" steht sogar eine Barça-Rückkehr im Raum.

Dani Alves ist 36 Jahre alt. Ein Alter, in dem die meisten Fußballer ans Aufhören denken. Der Brasilianer aber offenbar noch nicht. Wer ihn bei der Copa gesehen hat, weiß warum.

Und wie hat es Trainer-Legende Otto Rehagel einst doch so schön formuliert: "Für mich gibt‘s keine jungen und alten Spieler, nur gute und schlechte."

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