FC Bayern München zerlegt FC Schalke in der Allianz Arena

Statement-Sieg des FC Bayern München am 19. Spieltag! Der deutsche Rekordmeister ließ dem FC Schalke 04 im Heimspiel keine Chance und siegte verdient mit 5:0 (2:0). Robert Lewandowski (6.), Thomas Müller (45.), Leon Goretzka (50.), Thiago (58.) und Serge Gnabry (89.) erzielten die Treffer für die Münchener, die wieder auf Platz zwei springen und bis auf einen Punkt an Leipzig heranrücken.

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So lief das Spiel:

Nachdem Tabellenführer RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt strauchelte und mit 0:2 verlor, wollten sowohl der FC Bayern München als auch der FC Schalke 04 ihre Chance nutzen, um den Abstand bis nach ganz oben zu verringern. Vor allem die Münchener waren gewillt, vor dem direkten Duell gegen die Roten Bullen am 21. Spieltag direkten Kontakt zu haben.
So übernahm der deutsche Rekordmeister von Beginn an die Initiative, drängte die gesamte Schalker Mannschaft in die gegnerische Hälfte und suchte vor allem über die Flügel den Weg zum Erfolg. Bereits in der 6. Minute fruchtete das Münchener Powerplay.
Thomas Müller flankte den Ball von der rechten Seite in die Mitte, S04-Schlussmann Markus Schubert griff daneben und so landete die Kugel vor den Füßen von Ivan Perisic, der sie wieder in die Mitte brachte. Robert Lewandowski war sechs Meter vor dem Tor zur Stelle und verwandelte sicher zur 1:0-Führung.
Die Bayern blieben das aktivere Team, verzeichneten insgesamt über 75 Prozent Ballbesitz im ersten Durchgang und erspielten sich eine Fülle an guten Torchancen. Zweimal legten die Münchner nach, doch die Treffer von Müller (17.) und Lewandowski (37.) zählten aufgrund von Abseitspositionen nicht.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit markierte Müller schließlich das reguläre 2:0. Perisic flankte von der rechten Seite in die Mitte, Leon Goretzka legte quer auf den einlaufenden Müller, der aus kurzer Distanz verwandelte. Das 100. Müller-Tor für den FC Bayern im heimischen Stadion.
Von den Schalkern kam insgesamt zu wenig Gegenwehr. Sie konzentrierten sich fast ausschließlich auf das eigene Konterspiel, verpassten es so, die Münchener selbst unter Druck zu setzen und vom eigenen Tor fernzuhalten. Bis auf einen gefährlichen Lattentreffer von Rabbi Matondo (9.) war von den Knappen zu wenig zu sehen.
Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild nicht. Die Schalker agierten zu passiv, der FC Bayern drängte wuchtig in die Offensive. Nach einem Eckball von der rechten Seite, kam Goretzka am zweiten Pfosten zum Kopfball. Daniel Caligiuri blockte, doch der Ball landete erneut beim Mittelfeldmann, der sehenswert per Seitfallzieher abschloss und ins linke Eck traf (50.).
Schalke ließ Gegenwehr vermissen und die Münchener spielten sich in einen regelrechten Rausch. In der 58. Minute leitete Thiago mit einem Ballgewinn gegen Amine Harit ein, nahm Lewandowski mit, der sich im Strafraum gegen Omar Mascarell durchsetzte und querlegte. Thiago lief ein und verwandelte höchstpersönlich ins rechte Eck zum 4:0.
In der 89. Minute legte der eingewechselte Serge Gnabry noch das 5:0 nach. Er zog den Ball aus 16 Metern halblinker Position auf das Tor – Schubert verschätzte sich und so ging der Ball durch seine Beine ins Tor. Ein Fußballabend nach Maß für den FC Bayern München und ein enttäuschender Auftritt der Königsblauen.

Die Stimmen:

Sascha Riether (Teamkoordinator FC Schalke 04) bei "Sky": "Wir konnten von der ersten Sekunde an nicht das auf den Platz bringen, was wir eigentlich von uns gewohnt waren. Man hat gesehen, dass wenn wir es nicht auf den Platz bringen - diese Energie, dieses Pressing, diese Laufbereitschaft - wir von der Qualität her nicht mit Bayern München mithalten können. So wie ich Bayern gesehen habe, hatte ich den Eindruck, dass sie die Niederlage der Leipziger wirklich sehr motiviert hat. Wir wurden richtig vermöbelt."
Thomas Müller (FC Bayern München) bei "Sky": "Wir waren noch ein Schuss griffiger (nach der Niederlage von RB Leipzig, Anm. d. Red.). Das stachelt natürlich an, wenn man auf den Fehler der Konkurrenz wartet und den dann vor dem Spiel sieht und dann will man unbedingt da sein. Am liebsten habe ich die Rolle des Gejagten, denn dann sind wir an der Tabellenspitze - da, wo wir hinwollen."

Das fiel auf: Die Rolle des Jägers

Vom Gejagten zum Jäger – so liest sich das geänderte Rollenprofil des deutschen Rekordmeisters. Eine Rolle, die dem FC Bayern München offenbar liegt. Gegen die Knappen spielten die Münchner extrem abgeklärt und überzeugten mit starkem Kombinationsspiel und flüssigen Offensivaktionen.
Es ist das Selbstverständnis, das der FC Bayern ausstrahlt und welches die direkte Konkurrenz so beeindruckt, dass die Münchner – trotz des zweiten Tabellenplatzes – letztlich wieder erster Meisterschaftsfavorit sind. Wie genau es wirkt, wird Fußballdeutschland im direkten Duell zwischen RB Leipzig und den Bayern am 21. Spieltag sehen.

Der Tweet zum Spiel:

In Gedenken an die Opfer des Holocausts und das Versprechen, dass so etwas nie wieder passieren wird!

Die Statistik: 55

Der FC Bayern München stellt mit 55 Toren die beste Offensive der Bundesliga. Mehr als 54 Treffer erzielte nach 19 Spieltagen zuvor nur der SV Werder Bremen in der Spielzeit 1985/86 (57).
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