FC Bayern: Niklas Süle fällt mit Kreuzbandriss lange aus

Nilkas Süle wird dem FC Bayern München lange fehlen: Der Abwehrchef hat sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen. Das gab der FC Bayern am Tag nach dem Spiel beim FC Augsburg bekannt, wo sich der Nationalspieler die Verletzung zugezogen hatte. Süle fällt damit monatelang aus. In der laufenden Saison stand Süle bisher bei jedem Pflichtspiel des FC Bayern in der Startelf.

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Der Schock um Niklas Süle saß tief. Auf Krücken hatte der Abwehrchef von Bayern München die WWK-Arena in Augsburg verlassen und bekam die Wende im Derby beim FCA zum 2:2 (1:1) gar nicht mehr mit. Trainer Niko Kovac war angesichts des späten Ausgleichstreffers und Süles Verletzungspech "doppelt tieftraurig".
Am Sonntag herrschte nach einer eingehenden Untersuchung durch Bayern-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt Klarheit um Süle, der einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie erlitten hat und noch am Sonntag operiert wurde.
"Wer es einmal schafft, schafft es jedes Mal wieder!!!", schrieb Süle kämpferisch bei Instagram, als er sich gerade auf dem Weg zur Operation in Innsbruck befand.

Wird Hummels beim DFB wieder ein Thema?

Ein halbes Jahr wird der Innenverteidiger den Bayern, aber auch der deutschen Nationalmannschaft fehlen. Kovac und Bundestrainer Joachim Löw geraten nun in Zugzwang, denn Süle war bei beiden Coaches eine feste Größe in der Defensive.
Immerhin hat der Bayern-Cheftrainer Kovac noch einen 2014er-Weltmeister wie Jérôme Boateng in der Hinterhand. Außerdem verfügt der Bayern-Coach über die Weltmeister Lucas Hernández und Benjamin Pavard sowie Javi Martínez, drei weitere überaus namhafte Akteure, die problemlos als Innenverteidiger aufgeboten werden können.
Löw muss hingegen befürchten, dass die Rufe nach dem Dortmunder Mats Hummels, der vom Bundestrainer zusammen mit Boateng und Thomas Müller aus der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu Jahresbeginn aussortiert wurde, wieder lauter werden.
Im "kicker" hatte Löw unlängst nochmals betont, dass Hummels und Sami Khedira immer noch in der Lage seien, "Weltklasse zu spielen". Allerdings habe er den beiden "in aller Offenheit gesagt, dass wir jetzt jüngeren Spielern Raum zur Entwicklung geben wollen". Schon zuletzt hatte Löw trotz des Ausfalls von zahlreichen Stammkräften gegen Argentinien (2:2) und Estland (3:0) auf eine Rückholaktion in Sachen Hummels verzichtet.

Weitere Verletzte plagen Löw

Am Wochenende kam von den potenziellen Alternativen in der Bundesliga nur Robin Koch (SC Freiburg) zum Einsatz. Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach/Schulterverletzung), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) und Niklas Stark (Hertha BSC) spielten nicht.
Emre Can (Juventus Turin) kam am Samstag in der Serie A nicht zum Zuge, saß auf der Bank. Verletzt sind auch noch Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) und Antonio Rüdiger (FC Chelsea).
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hatte dem Bundestrainer hingegen Hummels ans Herz gelegt. Der Weltmeister-Kapitän von 1990 schrieb in seiner Kolumne "So sehe ich das" auf "skysport.de":

Zweiter Kreuzbandriss bei Süle

Bei der EURO 2020 sollte aber Süle wieder zur Verfügung stehen. Dieser wurde in Augsburg zum großen Pechvogel. Der Nationalspieler musste bereits in der zwölften Minute ausgewechselt werden, nachdem er bei einem Laufduell mit Augsburgs Florian Niederlechner ohne ersichtliche Gegnereinwirkung zu Boden gegangen war und sich sofort an das linke Knie fasste.
Als Süle nach der unglücklichen Szene behandelt wurde, hielt er sich zeitweise die Hände vor das Gesicht. Im Anschluss humpelte er gestützt von Bayern-Betreuern vom Feld und wurde durch den Österreicher David Alaba ersetzt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verließ der Bayern-Star auf Krücken die Arena.
Einen Kreuzbandriss im linken Knie hatte sich Süle bereits einmal in der Saison 2014/15 als 19 Jahre alter Profi der TSG Hoffenheim zugezogen. In der laufenden Saison stand Süle bisher bei jedem Bayern-Pflichtspiel in der Startformation.
(SID)
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