FC Bayern | Philippe Coutinho: Wie gehts es mit dem Brasilianer weiter?

Philippe Coutinho vom FC Bayern München muss in Zeiten der Coronavirus-Pandemie wie jeder Spieler nun vor allem Geduld aufbringen. Als Profi mit zum 30. Juni auslaufendem Vertrag, bringt die Krise für ihn aber nochmal eine andere Dimension an Ungewissheit mit sich. Da trifft es sich gut, dass es offenbar Interesse von fünf Vereinen an ihm gibt. Die Sache hat jedoch einen Haken.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Philippe Coutinho geht es ganz offenbar gerade so wie vielen Eltern. Als Vater zweier Kleinkinder muss der Star des FC Bayern München zurzeit statt Trainingshütchen eher Bauklötze umkurven.
Gezwungen zuhause in München zu bleiben, verbringt der 27-Jährige die Zeit aktuell mit seiner Frau Ainê sowie Tochter Maria und Sohn Philippe Jr. in den eigenen vier Wänden.
Mit dem Titel "Unsere Quarantäne #stayathome" veröffentlichte der Bayern-Angreifer dieser Tage ein Video bei Instagram, das ihm beim Spielen mit seinen Kindern zeigte. Kurz darauf folgte ein Post mit ihm im Home-Training sowie einem Werbeslogan seines Ausrüsters: "Wenn Sie jemals davon geträumt haben, vor einem weltweiten Publikum zu spielen, ist jetzt Ihre Chance." Natürlich gemünzt auf: zuhause bleiben.

Läuft Coutinho nie wieder für den FC Bayern auf?

Wie alle Profis muss Coutinho nun vor allem eins: abwarten. Für ihn als Leihspieler, der aktuell nur bis 30. Juni vom FC Barcelona an die Bayern ausgeliehen ist, ist die Situation allerdings nochmal undurchsichtiger.
Aktuell ist es nicht absehbar, ob die Bundesliga-Saison wirklich bis Ende Juni zu Ende gebracht werden kann und was, wenn nicht, dann mit Spielern mit auslaufenden Verträgen passiert.
Wer weiß, ob der Brasilianer vielleicht nicht schon sein letztes Spiel für die Münchner absolviert hat? Dass die Bayern vorzeitig die festgeschriebene Ablösesumme von 120 Millionen Euro berappen, scheint aktuell nahezu ausgeschlossen.
Unter Trainer Hans-Dieter Flick hat Coutinho keinen Stammplatz, ist zentral hinter der Spitze oder als "falsche Sieben" auf dem linken Flügel aktuell nur zweite Wahl und verbesserte seine Perspektive in den letzten Spielen vor dem Corona-Lockdown auch nicht.
Der FC Barcelona scheint aber auch ohne ihn zu planen – wie man aus Spanien hört, sind die Katalanen offenbar eher erpicht darauf, Neymar von Paris Saint-Germain zurückzuholen und die Offensive zusätzlich mit Lautaro Martínez von Inter Mailand zu verstärken.
Coutinho dagegen soll zu Geld gemacht werden.

Interesse aus England?

Laut "Daily Mail" bekunden Inter Mailand sowie Tottenham Hotspur, der FC Chelsea, der FC Arsenal und Manchester United Interesse.
"Wir alle wissen, wozu er fähig ist. Ich war ein großer Fan von ihm, als er in Liverpool war. Ich würde mich sehr freuen, ihn wieder in der Premier League zu sehen", machte der französische Weltmeister Emmanuel Petit dieser Tage in einem Interview bei "Paddy Power" Werbung für Coutinho. Die Insel, so Petit, könnte Coutinho wieder einen Karriere-Kick geben:
Das Problem: Die englischen Klubs haben, so heißt es, derzeit nur an einem weiteren Leihgeschäft Interesse – Barcelona würde aber gerne einen Schlussstrich ziehen.
Rivaldo, der Petit im WM-Finale 1998 gegenüberstand, geht deshalb davon aus, dass es für Coutinho aufgrund der undurchsichtigen Lage erst mal zurück nach Barcelona geht, wo der 27-Jährige ja noch bis 2023 unter Vertrag steht.
"Er wird nach Spanien zurückkehren", sagte der Brasilianer bei "Betfair". Die Bundesliga, so Rivaldo, habe ohnehin nicht zu dem wendigen Linksfuß gepasst: "Ich habe immer gedacht, dass sich Coutinho besser an den spanischen als an den deutschen Fußball anpassen könnte, auch wegen der Sprache und dem Lebensstil für einen Brasilianer in Deutschland."

Zwei Alternativ-Szenarien

Coutinho solle deshalb "darum kämpfen", bei Barcelona nochmal eine Chance zu erhalten, so die Meinung des ehemaligen Barça-Stars:
Sonst bleiben aktuell nur zwei andere Szenarien.
Szenario A: Coutinho wird mit Inter Mailand beim Martínez-Deal verrechnet, müsste dann aber an die Stätte seiner ersten europäischen Profi-Station zurück, an der er nicht so recht glücklich wurde. Außerdem ist noch gar nicht abzusehen, wie sich die Lage im vom Coronavirus so hart getroffenen Norditalien weiter entwickelt.
Szenario B: Barcelona senkt den Preis für Coutinho so weit, dass es für Bayern doch attraktiv wird und ihn die Münchner fest verpflichten. In der bayrischen Landeshauptstadt fühlen sich Coutinho und seine Familie nämlich eigentlich richtig wohl.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung