FC Bayern: Robert Lewandowski wurde der Ballon d'Or geraubt
Publiziert 20/07/2020 um 16:58 GMT+2 Uhr
Kein Spieler hätte den Ballon d'Or in diesem Jahr mehr verdient gehabt als Robert Lewandowski vom FC Bayern München. Die Gründe der Absage sind verständlich, aber umso ärgerlicher, denn gerade TROTZ der Corona-Pandemie hat der polnische Angreifer herausragende Leistungen geboten und wird gewiss auch dem Finalturnier der Champions League seinen Stempel aufdrücken. Lewy wurde seines Titels beraubt.
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Ein Kommentar von Daniel Rathjen
Erstmals seit 1956 wird es keinen Titel für den weltbesten Fußballer des Jahres geben. Die Corona-Pandemie macht eben vor nichts Halt. Die Mitteilung der Fachzeitschrift "France Football", die als Organisator auftritt, dürfte aber vor allem bei Robert Lewandowski für Enttäuschung gesorgt haben.
Der 31-Jährige ist seit Jahren ein Vorzeige-Profi, athletisch, diszipliniert, eiskalt vor dem Tor. Wie viele Stürmer ist er aber auch eitel, und neben dem Ziel, Trophäen mit der Mannschaft zu gewinnen, war es immer große Motivation für ihn irgendwann den "Ballon d'Or", den goldenen Ball, in den Händen zu halten.
Ballon d'Or: Statistiken sprechen für Lewandowski
In diesem besonderen Jahr hätte die Chance für ihn darauf kaum größer sein können. Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) sind 2020 nicht so herausragend wie sonst, ihre Zeit scheint sich endgültig dem Ende zuzuneigen, während Lewandowski Tore wie am Fließband produzierte. Er ist der beste Lewandowski aller Zeiten.
Offen brach sein Trainer Hansi Flick eine Lanze für ihn und forderte: "Wenn man sich anschaut, was er alles erreicht hat, sollte man darüber nachdenken. Warum nicht mal jemand aus der Bundesliga? Er erfüllt alle Voraussetzungen dafür."
Die Statistiken sprechen für sich: Lewandowski ist auf dem besten Weg zum "Goldenen Schuh" mit 51 Treffern in 43 Pflichtspielen. In der Bundesliga hat "Lewy" mit 34 Toren bei 31 Einsätzen die Torjägerkanone gewonnen, Lewandowski führt die Torjägerliste in der Champions League an (elf Tore).
FC Bayern: Auch Ribéry blieb der Ballon d'Or verwehrt
Natürlich spielen auch Sergio Ramos bei Real Madrid oder Kevin De Bruyne (Manchester City) eine sehr gute Saison, auch Neymar war vor dem Saison-Abbruch der Ligue 1 in Top-Form. Im direkten Vergleich mit Lewandowski fallen sie hingegen etwas ab.
Es ist nicht das erste Mal, dass der FC Bayern bei der Wahl zum Weltfußballer ins Hintertreffen gerät. Franck Ribéry weiß ein Lied davon zu singen und erinnert sich auch heute noch ungern an Januar 2014, als er trotz eines überragenden Jahres mit Gewinn der Champions League nur Dritter wurde. "Das ist nicht Fußball, das ist so viel Politik", schimpfte "König Franck" damals nicht ganz zu Unrecht.
So fragwürdig die Vergabe des "Ballon d'Or" letztlich ist. 2020 wäre kein Weg an Lewandowski vorbeigegangen. Im August wird er 32. Ob er die Kraft für ein weiteres so überragendes Jahr besitzt, bleibt abzuwarten.
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