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FC Bayern sagt Wenger ab

FC Bayern sagt Wenger ab

08/11/2019 um 07:57Aktualisiert 08/11/2019 um 11:31

Arséne Wenger wird nicht Trainer des FC Bayern München. Das stellte der Deutsche Meister am Donnerstagnachmittag klar. "Er ist keine Option als Trainer beim FC Bayern München", ließ der Klub via "Bild" verlauten. Der Absage sei ein Gespräch am Mittwoch zwischen dem 70 Jahre alten derzeit pausierenden Trainer und Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vorausgegangen.

Arsène Wenger hat prinzipiell Bereitschaft für den FC Bayern München signalisiert - doch die Bayern haben offensichtlich andere Pläne.

"Arsène Wenger hat Karl-Heinz Rummenigge am Mittwochnachmittag angerufen und grundsätzlich Interesse am Trainerposten beim FC Bayern signalisiert", ließ der Klub am Donnerstagnachmittag via "Bild" verlauten. Jedoch:

"Der FC Bayern schätzt Arsène Wenger für seine Arbeit als Trainer bei Arsenal London sehr, aber er ist keine Option als Trainer beim FC Bayern München."

Wenger sendete positive Signale

Wenger, der von 1996 bis 2018 den FC Arsenal trainiert hatte, hatte zuvor am Mittwoch als TV-Experte bei "beIN Sports" bestätigt, dass ihn die Rückkehr ins Trainergeschäft prinzipiell reizen würde:

"Trainieren ist mein Leben. Natürlich habe ich Interesse."

Er sei offen für Gespräche mit dem FC Bayern, "weil ich die Leute, die den Klub leiten, seit 30 Jahren kenne. Vor langer, langer Zeit wäre ich beinahe zu den Bayern gegangen. Das ist alles, was ich im Moment dazu sagen kann."

Da hatte er offensichtlich bereits mit Rummenigge telefoniert.

FC Bayern verfolgt andere Pläne

Die Bayern hatten Wenger 1994 als Trainer haben wollen, sich letztlich aber für Giovanni Trapattoni entscheiden müssen. "Es ist leider nicht zustande gekommen damals, weil er sich anders entschieden hat", hatte Bayern-Boss Rummenigge 2017 erklärt und dabei auch erwähnt, dass er ein gutes Verhältnis zum Elsässer pflege und Wenger "seit langer, langer Zeit sehr schätze".

2019 verfolgen die Münchner aber offensichtlich andere Pläne.

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"Es ist für mich jetzt wirklich eine Aufgabe für die zwei Spiele", sagte Flick nach dem Piräus-Spiel:

"Ich bin mir meiner Lage bewusst. Ich weiß immer ganz genau, worauf ich mich einlasse."

Pep Guardiola wieder ein Thema in München?

Laut "kicker" wollen die Bayern spätestens 2020 einen jüngeren Trainer wie beispielsweise Thomas Tuchel (Paris St.-Germain) oder Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) holen. Laut "kicker" ist auch Pep Guardiola (Manchester City) wieder ein Thema. Der Katalane soll nach wie vor eine Wohnung in München besitzen.

Tuchel und ten Hag sagten allerdings bereits, dass sie in dieser Saison nicht zur Verfügung stünden. Tuchel verwies zudem auf seinen bis 2021 laufenden Vertrag. Guardiola äußerte sich noch nicht - ist aber aller Voraussicht nach ebenfalls nicht verfügbar.

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic wollte sich nach dem Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus nicht konkreter zur Trainerfrage äußern:

"Wir haben gesagt, dass wir uns überhaupt nicht unter Druck setzen lassen. Wir werden in Ruhe uns den Trainer aussuchen, der unserer Meinung nach der richtige für uns ist."

Flick "bis auf Weiteres" Bayern-Trainer

Flick sei, so Salihamidzic, "in diesem Moment der richtige Trainer für uns. Er hat das in den letzten Tagen wirklich sehr fokussiert und selbstbewusst gemacht. Er hat viel mit der Mannschaft gesprochen. Er ist bis auf Weiteres Trainer und alles andere werden wir sehen."

Wichtig sei für die Zukunft, "dass der Trainer zu dieser Mannschaft passt". Salihamidzic verriet, dass der scheidende Präsident Uli Hoeneß nicht in die Trainerfindung involviert ist:

"Karl-Heinz Rummenigge und ich haben die Aufgabe, den Trainer zu finden. Wir werden gemeinsam entscheiden, aber dann selbstverständlich dem Aufsichtsrat vorlegen, was wir vorhaben."

Rangnick steht nicht zur Verfügung

Ein weiterer potenzieller Trainer-Kandidat hatte sich zuvor selbst von der Liste genommen. "Ralf Rangnick steht nicht zur Verfügung", hatte dessen Manager Marc Kosicke der "Bild" gesagt:

"Wir glauben nicht, dass das, was Ralf Rangnick mitbringt, derzeit bei Bayern gesucht wird. Und darum macht es keinen Sinn, konkrete Gespräche zu führen."

Rangnick ist seit seinem Abschied bei RB Leipzig im Sommer als "Head of Sport and Development Soccer" im Red-Bull-Kosmos tätig. Angeblich ist auch Manchester United an seinen Diensten interessiert.

Video - Klare Aussage: So reagiert Tuchel auf die Bayern-Gerüchte

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