Thomas Müller war, ist und bleibt ein Phänomen.

Im Oktober standen die Zeichen noch auf Abschied, so zumindest ließen sich seine Aussagen in einem Interview mit dem "kicker" interpretieren, vier Monate später wartet die Öffentlichkeit täglich auf die Vertragsverlängerung beim FC Bayern.

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Der "Raumdeuter", wie er aufgrund seiner unorthodoxen Spielweise oft genannt wird, hat sich vom Sorgenkind zurück zum Leistungsträger gemausert. Nicht ganz unschuldig daran ist der neue Bayern-Coach Hansi Flick.

Müller als klarer Flick-Profiteur

Seit der langjährige Assistent von Bundestrainer Jogi Löw die Zügel an der Säbener Straße in de Hand hält, spielt der 30-Jährige wie entfesselt. Fünf Tore und acht Vorlagen in zehn Bundesligaspielen unter Flick. Zuletzt glänzte er wie selbstverständlich im DFB-Pokal gegen Hoffenheim (4:3) mit einem Treffer und einem Assist.

"In den letzten Spielen läuft's gut, das Selbstvertrauen ist da. Ich versuche, diesen Lauf, auch mit dem selber Toreschießen, weiter beizubehalten. Das macht schon ziemlich viel Spaß", freute sich Müller nach der Partie in der Mixed-Zone.

Doch der ehemalige Nationalspieler macht sich für den FC Bayern durch mehr als "nur" reines Scoring unverzichtbar. Er ist der verlängerte Arme seines Trainers, wie dieser am Freitag auf der Pressekonferenz ausführte:

Für mich ist er auf dem Platz sehr wichtig, weil er Impulse von außen weitergibt und darauf achtet, dass die Philosophie umgesetzt wird.

Eine Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrages darf angesichts dieser Wertschätzung doch eigentlich reine Formsache sein, oder?

Thomas Müller vom FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

Der bessere Coutinho?

Während Flick bei Müller aktuell ins Schwärmen gerät, bildet sich beim Thema Coutinho die eine oder andere Sorgenfalte auf seiner Stirn.

Eigentlich, so wurde es von diversen Medien prognostiziert, sollte es vor allem für Müller nach der Verpflichtung von Philippe Coutinho schwerer werden, an Spielzeit zu kommen. Aktuell überstrahlt er den brasilianischen Teamkollegen aber auf jede erdenkliche Art und Weise.

Der 27 Jahre alte Brasilianer kann die hohen Erwartungen beim Rekordmeister nach wie vor nicht erfüllen. Auch gegen die TSG Hoffenheim war Coutinho zwar bemüht, fiel letztlich aber ab und leitete etwa das 0:1 mit einem Fehler ein.

Es sei "nicht so einfach für ihn. Es war gegen Hoffenheim nicht alles top, aber auch nicht alles schlecht", sagte Flick. Er sei "überzeugt, dass er uns noch sehr helfen wird." Und weiter:

In jeder Karriere gibt es ein Formtief. Er ist fit, macht es gegen den Ball sehr gut. Ich bin da sehr positiv gestimmt.

Barça signalisiert Entgegenkommen bei Coutinho-Ablöse

Coutinho ist bis zum Saisonende für 8,5 Millionen Euro vom FC Barcelona ausgeliehen. Für den Sommer gibt es eine Kaufoption in Höhe von 120 Millionen, Barça soll aber bereits Verhandlungsbereitschaft über den Kaufpreis signalisiert haben.

Noch haben sich die Münchner diesbezüglich nicht positioniert. Und aktuell ist es schwer vorstellbar, dass der Rekordmeister auch über den Sommer hinaus auf den Südamerikaner setzt.

Vor allem mit einem Müller in Topform im Hinterkopf.

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