Joshua Kimmich lässt Vertragsverlängerung beim FC Bayern offen

Joshua Kimmich hat eine weitere Verlängerung beim FC Bayern München nach Ablauf seines jetzigen Vertrages (bis 2023) offen gelassen. Im Interview mit dem "kicker" meinte der 24-Jährige auf die Frage, ob es wertvoller sei, eine Ära bei einem Klub zu prägen oder auch mal ins Ausland zu wechseln: "Diese Frage stellt man sich durchaus, ich kann sie jetzt aber gar nicht so recht beantworten."

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Er wisse zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, "was in zwei oder drei Jahren das Beste für meine Karriere ist." Kimmich fügte jedoch an:
Aktuell sei es nun erst einmal sein Ziel, "mit Bayern München eine Ära zu prägen - mit dem ganz großen Ziel, die Champions League zu gewinnen." Dennoch habe er auch in München nach seinem Transfer im Jahr 2015 Phasen gehabt, "wo ich nicht so viel gespielt und überlegt habe, was der richtige Schritt in meiner Entwicklung sei. Und so ist es auch jetzt schwierig vorherzusehen, was in zwei, drei Jahren passieren wird."

Kimmich von Xavi beeindruckt

In dem Interview erklärte Kimmich auch, dass er in seiner Jugend vor allem den Spielstil von Barça-Legende Xavi bewundert habe. "Als Junge fand ich Xavi beeindruckend, aber nicht wegen seiner Mentalität, sondern wegen seiner Spielweise - er war auch etwas kleiner, spielte im zentralen Mittelfeld. Er war Kapitän und mannschaftsdienlich. Einen Spielstil, wo einer dazwischenhaut, empfand ich nicht sonderlich beeindruckend", so der Bayern-Star.
Kimmich will auch seine Emotionen künftig besser kontrollieren. Von Tennis-Superstar Rafael Nadal habe er gelesen, "hätte er jemals einen Schläger zertrümmert, wäre es ein Verlust an Selbstkontrolle gewesen. Da hat er recht: Bei allem Ehrgeiz und dieser Emotionalität muss man ab einem gewissen Punkt die Kontrolle wahren", sagte der 24-Jährige.
Bei ihm sei es ab und an so, räumte Kimmich ein, "dass ich, wenn ich in einem Trainingsspiel oder sonst wo wütend bin, manchmal noch dazu den Kopf verliere. Dann habe ich eine solche Wut in mir und versuche alles, um es selbst zu regeln. Es ist dann so ein Überdrang, der am Ende auch zum Nachteil werden kann."

Kimmich: "Noch cleverer werden"

Deshalb, so Kimmich weiter, sei es "bei all dieser Wut und diesen Feindbildern schon wichtig, dass man eine gewisse Kontrolle behält." Er glaube, "dass es möglich ist, dass einem zu viel Ehrgeiz am Ende auch schaden könnte. Man muss da eine gewisse Balance zwischen Ehrgeiz und Gelassenheit finden. Toni Kroos ist ein gutes Beispiel für Gelassenheit." Grundsätzlich müsse er "noch cleverer werden", sagte Kimmich:
Auch das Spiel, ergänzte der Defensivspieler des Rekordmeisters, müsse er "noch besser lesen, Situationen besser einschätzen und antizipieren, ein besseres Gefühl entwickeln, was der Mannschaft im Spiel und in wichtigen Phasen hilft".
Den FC Bayern sieht Kimmich in der laufenden Saison spielerisch auf einem guten Weg. "Unser Stil hat sich zum Ende der Hinrunde geändert. Wir haben besser gespielt, souveräner gewonnen und weniger zugelassen. Wir müssen dem Gegner wieder das Gefühl geben: Heute geht gar nichts für euch!", stellte der Nationalspieler klar.
(mit SID)
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