Kampf um Corona-Impfstoff: Dietmar Hopp stellt sich gegen US-Präsident Donald Trump
Vor der Corona-Krise bestimmten die Fan-Proteste gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp die Schlagzeilen. Das Coronavirus hat diese Thematik komplett in den Hintergrund gedrängt. Nun taucht Hopps Name jedoch wieder auf. Seine Firma CureVac forscht seit Januar an einem Impfstoff gegen das Virus. US-Präsident Trump möchte diesen exklusiv für die USA haben. Hopp will das verhindern.
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Dietmar Hopp sagte am Montag im Gespräch mit "Sport1":
Dies ist eine klare Absage an Trump, der der Firma CureVac laut "Welt am Sonntag" bis zu einer Milliarden Euro geboten haben soll, damit der Impfstoff exklusiv in die Vereinigten Staaten geliefert wird.
Hopp ist Mehrheitseigner von CureVac
Hopp hält über seine Beteiligungsgesellschaft Dievini über 80 Prozent am Tübinger Unternehmen CureVac.
Bereits am Sonntagabend hatte Hopp verkündet:
Im Herbst könnte der Impfstoff vorhanden sein
Eine genaue Prognose, wann der Impfstoff verfügbar sein wird, wollte Hopp am Montag gegenüber "Sport1" nicht benennen. Jedoch machte er Hoffnung, dass es noch in diesem Jahr dazu kommen könnte: "Das hängt vom Paul-Ehrlich-Institut ab. Es müssen ja erstmal Tests gemacht werden an Tieren und dann an Menschen. Ich denke aber zum Herbst müsste das verfügbar sein und dann käme möglicherweise die nächste Welle erneuter Infektionen." Das Paul-Ehrlich-Institut ist das Bundesinstitut für Impfstoffe, welches gemeinsam mit CureVac den Impfstoff entwickelt.
Der SAP-Mitgründer aus Hoffenheim steckt sein Geld nicht nur in regionale Firmen, sondern auch in zahlreiche soziale Projekte. Sein langjähriges Engagement beim Bundesligisten TSG Hoffenheim wird von zahlreichen Ultra-Gruppierungen anderer Vereine kritisch gesehen.
Diese grundsätzliche Kritik sowie eine Kollektivstrafe gegen BVB-Fans für Schmähungen gegen Dietmar Hopp sorgten am 24. Spieltag für massive Proteste, die in "Hurensohn"-Plakaten und Hopps Konterfei im Fadenkreuz gipfelten. Diese Schmäh-Plakate hätten beinahe für Spielabbrüche in der Bundesliga gesorgt.
Hopp könnte vom Buhmann der Fans zum Lebensrettter werden
Eine Genugtuung, dass er nach den ganzen Fan-Protesten nun als Retter gesehen wird, spürt Hopp allerdings nicht:
Den Menschen rät der 79-Jährige "wann immer möglich - zu Hause zu bleiben."
Hopp: "Spiele vor leeren Rängen sind lächerlich"
Und der Fußball? "Eine EM muss abgesagt werden, das Turnier könnte im nächsten Jahr gespielt werden." Für die Bundesliga hat Hopp folgenden Vorschlag:
Am Montag berät die DFL in einer Sitzung, wie es mit der Bundesliga weitergeht. Die UEFA tagt am Dienstag, dann soll auch über die Austragung der EM 2020 entschieden werden.
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