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RB Leipzig verliert mit Remis gegen Hertha den Anschluss an Bayern
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Publiziert 27/05/2020 um 20:26 GMT+2 Uhr
RB Leipzig hat am 28. Spieltag der Bundesliga nur 2:2 (1:1) gegen Hertha BSC gespielt. Die Berliner Führung durch Marko Grujic (9.) drehten die Leipziger zwar durch Lukas Klostermann (24.) und ein Eigentor von Rune Jarstein (68.), ein Elfmeter von Krzysztof Piatek (82.) brachte Berlin jedoch noch einen Punkt. Für Leipzig war es das vierte Remis in den letzten fünf Heimspielen.
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So lief das Spiel:
Hertha BSC erwischte gegen den Tabellendritten einen Start nach Maß. Nach einer Ecke von Marvin Plattenhardt reagierte Marko Grujic im Fünfmeterraum am Schnellsten und verlängerte den Ball in die lange Ecke zur Führung (9.). Während die Hertha gut ins Spiel kam, brauchte RB Leipzig dagegen etwas, um in die Partie zu finden. Die Gastgeber wurden aber mit zunehmender Spielzeit stärker und kamen ihrerseits nach einem Eckball zum Torerfolg.
Christopher Nkunku brachte den Ball von der rechten Seite an den ersten Pfosten, dort enteilte Lukas Klostermann Grujic und köpfte zum Ausgleich ein (24.). Leipzig war danach um mehr Kontrolle bemüht, aber auch die Hertha blieb im weiteren Spielverlauf gefährlich.
Die Defensivreihen agierten sehr konzentriert und so wurde es in Halbzeit eins fast ausschließlich nach Standardsituationen gefährlich. Dedryck Boyata (39.) und Vedad Ibisevic (41.) verpassten jedoch die erneute Hertha-Führung.
Wie schon im ersten Abschnitt kam die Hertha besser aus der Kabine. Die Mannschaft von Bruno Labbadia konnte daraus zunächst aber kein Kapital schlagen. So war der erste Höhepunkt der zweiten Halbzeit ein unrühmlicher: Marcel Halstenberg flog nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz (63.). Der bereits verwarnte Linksverteidiger wurde von Matheus Cunha überspielt und wusste sich nur mit einem taktischen Foul zu helfen.
RB suchte trotz der Unterzahl den Weg nach vorne und wurde mit etwas Glück belohnt. Timo Werner bediente nach Balleroberung im Mittelfeld sofort Patrik Schick am Strafraum, der nicht lange fackelte und aus rund 19 Metern abzog.
Rune Jarstein parierte den Schuss eigentlich, lenkte sich die Kugel im Anschluss aber unglücklich ins eigene Tor (68.).
Hertha-Coach Labbadia wechselte daraufhin offensiv und er sollte dafür belohnt werden. Cunha dribbelte in den Strafraum, Ademola Lookman ließ das Bein stehen und fällte seinen ehemaligen Mannschaftskollgen elfmeterwürdig.
Der eingewechselte Krzysztof Piątek übernahm die Verantwortung, verlud Péter Gulácsi vom Punkt und verwandelte souverän zum 2:2-Ausgleich (82.). Beide Teams spielten in den letzten Minuten bedingungslos auf Sieg, die große Chance auf den Siegtreffer sollte jedoch nicht mehr rausspringen.
Die Stimmen:
Péter Gulácsi (RB Leipzig): "Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Im Mittelfeld haben wir zu viele Bälle verloren und es nicht oft genug geschafft, die gegnerische Kette zu überspielen. Wir sind in Unterzahl mit Glück in Führung gegangen und müssen in Summe mit dem Punkt leben."
Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Anfangs haben wir verteidigt wie eine Schülermannschaft. Der Frust sitzt tief. Wir müssen jetzt irgendwann mal lernen, dass wir nicht ständig in Rückstand geraten können. Wir sind ein bisschen schwer reingekommen, was auch normal ist, für uns war es die erste englische Woche seit Wochen. Für Hertha war es ja keine englische Woche bei der Spielansetzung, die hatten vier Tage Pause."
Lukas Klostermann (RB Leipzig): "Natürlich haben wir uns mehr erhofft und es wäre auch mehr drin gewesen. Allerdings haben wir heute nicht das auf den Platz bekommen, was wir uns vorgenommen haben. Dennoch haben wir die Räume in Unterzahl gut zugemacht und wenig zugelassen."
Rune Jarstein (Hertha BSC): "Ich weiß nicht genau, was beim zweiten Gegentor passiert ist. Ich wollte den Ball festhalten und habe ihn mir dabei selbst reingehauen. Das war einfach Pech."
Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Die Mannschaft hat auf den Rückstand eine super Reaktion gezeigt und hat sich den Punkt mehr als verdient. Wir hätten gerne einen Dreier eingefahren, das war unser Ziel hier heute. Auch wenn wir wissen, dass der Gegner eine Topmannschaft ist, aber wir haben das heute wirklich sehr sehr sauber zusammengebracht."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Besondere Woche für Cunha
Für Matheus Cunha war es ein besonders Spiel, spielte er doch gegen seine alten Arbeitgeber: Darüber hinaus war er vor wenigen Tagen Vater geworden und hatte Geburtstag. Der 21-jährige glänzte bereits in den vergangenen Partien mit guten Leistungen - daran knüpfte er gegen Leipzig nahtlos an. Der Brasilianer war im Dribbling kaum zu stoppen, holte die Ecke vorm ersten Tor heraus, und provozierte den Elfmeter zum 2:2-Endstand.
Die Statistik: 9
Die Hertha hat neun Treffer seit dem Bundesliga-Restart erzielt - mehr als jede andere Mannschaft in der Liga.
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