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Rummenigge, Watzke, Löw: Die Reaktionen auf den Bundesliga-Neustart
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Publiziert 06/05/2020 um 22:23 GMT+2 Uhr
Am Mittwoch beschlossen Bund und Länder in einer Videokonferenz, dass die 1. und 2. Bundesliga ab Mitte Mai wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen kann. Am Abend gab die Deutsche Fußball-Liga bekannt, dass die Bundesliga am 15. Mai fortgesetzt wird. Die Reaktionen im deutschen Fußball fielen entsprechend positiv aus. Eurosport.de mit weiteren Stimmen.
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Eurosport.de hat die wichtigsten Stimmen zum Neustart zusammengefasst:
Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender Bayern München): "Ich darf mich bei der Politik dafür bedanken, dass sie mit ihrer heutigen Entscheidung die Möglichkeit geschaffen hat, die Bundesligasaison zu Ende zu spielen. Wir freuen uns nun darauf, idealerweise schon ab Mitte Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Damit ist gewährleistet, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Platz und nicht am grünen Tisch fallen. Ich möchte mich ausdrücklich bei der DFL und bei der Task Force Medizin für das hervorragende organisatorische und medizinische Konzept bedanken. Ich appelliere an alle Beteiligten, die Vorgaben dieser Konzepte, die die Grundlage zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes sind, vorbildlich und extrem diszipliniert zu befolgen."
Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): "Wir werden – im Wissen darum, dass es keine Garantien gibt – alles versuchen, um eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten, dass es zu keinen neuen Infektionen bei Spielern und deren Familien kommt. Vor leeren Rängen spielen zu müssen, ist gerade für einen Verein wie den BVB, der aus der Leidenschaft seiner Fans im Stadion viel Kraft zieht, eine enorme Herausforderung. Die Bundesliga so lange ruhen zu lassen, bis wieder Zuschauer in die Stadien dürfen, wäre für die Vereine wirtschaftlich allerdings nicht durchzuhalten gewesen."
Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig): "Wir freuen uns sehr, dass uns die Politik mit ihrer Entscheidung die Möglichkeit gibt, die Saison im Mai weiterspielen zu können. Im Zuge der vielen bundesweiten Lockerungen ist dies eine aus unserer Sicht gute und richtige Entscheidung. Unser Blick geht jetzt nach vorn."
Bobic: "Können die Jungs wieder von der Leine lassen"
Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): "Die Entscheidung führt dazu, dass wir endlich wieder Fußball spielen und die Jungs von der Leine lassen können. Ebenso bedeutet das für den deutschen Fußball einen Riesenvorsprung. Nicht zuletzt mit Blick auf das öffentliche Leben sind wir die ersten, die die Situation unter medizinischen Gesichtspunkten absolut sauber gestalten, um in Zeiten dieses Virus unserem Beruf nachgehen zu können. Insgesamt macht uns das Ergebnis unter diesen Umständen sehr glücklich."
Horst Heldt (Geschäftsführer 1. FC Köln): "Wir sind immer noch in einer schwierigen Situation als Gesellschaft im Kampf gegen die Pandemie. Trotzdem überwiegt bei uns allen ein Gefühl der Erleichterung und Vorfreude: Wir dürfen wieder Fußball spielen! Das ist weit mehr als unser Job, das ist unsere Leidenschaft, und ich kann es – bei allem Bedauern über die Einschränkungen – kaum erwarten, wenn es wieder um Punkte für den FC, für unsere Fans und unsere Stadt geht."
Jörg Schmadtke (Geschäftsführer VfL Wolfsburg): "Wir sind sehr froh, dass die Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufnehmen kann. Das sichert den Vereinen den wirtschaftlichen Betrieb und bringt den Menschen in diesen schwierigen Zeiten ein wenig Ablenkung von den Alltagssorgen und etwas Unterhaltung. Alle Vereine haben ja bereits seit längerer Zeit alle nötigen Hygienemaßnahmen umgesetzt und werden das natürlich auch weiter tun. Dieses Hygienepaket ist so eng geschnürt, dass wir für alle den bestmöglichen Schutz bieten und die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich reduzieren."
Löw: "Das ist ein wichtiger Schritt"
Fritz Keller (DFB-Präsident): "Die Entscheidung ist ein Vertrauensbeweis der Gesundheitsbehörden und der Politik, für den wir dankbar sind. Es ist ein erster Schritt, Sport wieder sichtbar stattfinden zu lassen, der Hoffnung darauf macht, dass der Fußball sukzessive wieder in den Alltag der Menschen zurückkehrt, wenngleich zunächst via Fernsehübertragungen in die Wohnzimmer. Wir gehen davon aus, dass in diese Öffnung neben der Bundesliga und 2. Bundesliga auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung von Berufsfußballerinnen und -fußballern ebenso die unter dem Dach des DFB organisierten Profispielklassen der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga sowie der DFB-Pokalwettbewerb grundsätzlich eingeschlossen sind, zumal das gemeinsam von DFB und DFL erarbeitete Hygienekonzept selbstverständlich auch dort vollumfänglich umgesetzt wird. Ein gutes Zeichen für den Breitensport ist auch die schrittweise geplante Öffnung der Freiluftsportanlagen, die unseren Amateurvereinen die Möglichkeit gibt, den Trainingsbetrieb unter Auflagen und in Kleingruppen nach und nach wieder aufzunehmen."
Joachim Löw (Bundestrainer): "Als Bundestrainer freue ich mich natürlich, wenn unsere Nationalspieler wieder in einen Wettkampfmodus kommen. Das ist ein wichtiger Schritt, denn auch unser Blick ist nach vorn gerichtet auf die Planungen der Nationalmannschaft nach der Corona-Krise."
Oliver Bierhoff (DFB-Direktor): "Auch aus Gesprächen mit unseren Nationalspielern, die im Ausland spielen, weiß ich, mit wie viel Aufmerksamkeit und Anerkennung dort diese Entscheidung verfolgt wird. Der deutsche Fußball und die Bundesliga übernehmen hier eine Vorreiterrolle, aus der sich auch mit Blick auf die Ausrichtung möglicher Länderspiele, die wir uns alle in der zweiten Jahreshälfte wünschen, wichtige Impulse ergeben können."
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(SID)
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