Bundesliga gespalten: Wer steigt ab bei Saisonabbruch?

Bei den Vereinen der Fußball-Bundesliga herrscht offenbar Uneinigkeit über die Regelung von Auf- und Abstieg bei einem möglichen Saisonabbruch. Das berichtete der "kicker" am Mittwoch nach einer Videokonferenz der DFL mit den 18 Erstligisten. Demnach werde die endgültige Entscheidung über Auf- und Abstieg zwischen 1. und 2. Bundesliga sowie 2. Bundesliga und 3. Liga um eine Woche vertagt.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Mit großer Geschlossenheit arbeitete der deutsche Profifußball am Wiederbeginn, sprach mit einer Stimme. Doch nun, da der Restart kurz vor der Tür steht, ist es damit vorbei. Streitthema ist die Wertung der Saison bei einem möglichen vorzeitigen Abbruch. Wie der kicker am Mittwoch nach einer Videokonferenz der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit den 18 Erstligisten berichtete, herrscht dabei große Uneinigkeit über die Regelung von Auf- und Abstieg. Es ist nur eine der offenen Fragen, die sich vor dem Neustart am Samstag auftun.
"Es gab Verwunderung über den Antrag der DFL zum Thema Abbruchszenario", sagte Werder Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode bei "Sky Sport News HD": "Bislang hatten durch die Unsicherheit alle an einem Strang gezogen." Der Antrag habe nun aber "für viel Unruhe gesorgt und eine Diskussion entfacht", so Bode weiter.

Finale Abstimmung wurde Donnerstag erwartet

Dem "kicker" zufolge votierten acht Vereine gegen den Antrag des DFL-Präsidiums, auch im Falle eines Saisonabbruchs "am Grundprinzip eines sportlichen Auf- und Abstiegs zwischen der Bundesliga und der 2. Bundesliga und zwischen der 2. Bundesliga und der 3. Liga unter Beibehaltung der Anzahl von jeweils 18 Klubs" festzuhalten. Bode betonte, dass Werder nicht nur Paderborn, sondern auch Bayern München und Borussia Mönchengladbach zur Seite gestanden hätten. Es gelte mehrere Optionen zu prüfen.
Eigentlich hätte die finale Abstimmung schon auf der DFL-Mitgliederversammlung am Donnerstag erfolgen sollen.
Dem "kicker" zufolge votierten bei der Abstimmung am Mittwoch acht Vereine gegen den Antrag des DFL-Präsidiums, auch im Falle eines Saisonabbruchs "am Grundprinzip eines sportlichen Auf- und Abstiegs zwischen der Bundesliga und der 2. Bundesliga und zwischen der 2. Bundesliga und der 3. Liga unter Beibehaltung der Anzahl von jeweils 18 Klubs" festzuhalten.
Zehn Klubs stimmten für den Antrag.
Eine virtuelle Teilkonferenz der 18 Zweitligisten war für Mittwochnachmittag geplant.
Nach der Unterbrechung durch die Coronakrise nehmen die Bundesliga und die 2. Liga am Wochenende den Spielbetrieb wieder auf. In beiden Ligen stehen noch neun Spieltage auf dem Programm.
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung