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SC Freiburg hofft im Europapokal-Rennen auf verkaterte Bayern
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Publiziert 17/06/2020 um 13:58 GMT+2 Uhr
Auf dem Weg in den Europacup möchte die Überraschungsmannschaft des SC Freiburg auch am Samstag beim neuen deutschen Meister Bayern München etwas holen - oder besser nicht. Denn mit Europapokal-Teilnahmen haben die Freiburger in den vergangenen Jahren eher gemischte Erfahrungen gemacht. Trainer Christian Streich spricht von der "Quadratur des Kreises".
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Ein ordentlicher Kater wäre die beste Hilfe. "Wenn die Bayern schöne Party-Tage hinter sich bringen, haben wir vielleicht eine Chance", sagte Nils Petersen mit einem Augenzwinkern. Dem Super-Joker des SC Freiburg würden angeschlagene Profis des alten und neuen Meisters gut in den Kram passen. Schließlich möchte die Überraschungsmannschaft der Bundesliga auf ihrem Weg in die Europa League auch am Samstag in München (15:30 Uhr im Eurosport-Liveticker) punkten - oder auch nicht.
Christian Streich ist sich jedenfalls noch nicht so sicher. "Wir wollen alles. Aber wir wissen, was das für die kommende Saison bedeutet", äußerte der SC-Trainer nach dem 2:1 (0:0) gegen Hertha BSC mit vielen Fragezeichen im Gesicht: "Wenn es mit dem Europacup so kommen sollte, geht am Tag danach das Kopfkino los. Dann geht es darum, wie wir das bewältigen sollen. Das wird richtig kompliziert. Da geht es um die Quadratur des Kreises."
Streich spielte mit dem SC Freiburg schon zweimal im Europapokal
Der dienstälteste Coach der Eliteklasse weiß, wovon er spricht. Als die Breisgauer im Jahr 2013 zuletzt die Gruppenphase der Europa League erreicht hatten, mussten sie als Folge der Doppelbelastung in der Liga lange gegen den Abstieg kämpfen. Vier Jahre später wiederholte sich das Ganze. Damals scheiterte Freiburg zwar schon in der Qualifikation, doch die gestörte Saisonvorbereitung blieb nicht ohne Folgen.
Sollten die Freiburger auch diesmal in die Qualifikation müssen, würde eine Herkulesaufgabe auf die Verantwortlichen des "kleinen" SC warten. Als ob die Kader- und Saisonplanung aufgrund der Coronakrise nicht schon schwer genug ist, müsste eine Vielzahl von zusätzlichen Entscheidungen getroffen werden. Liegen Streich und Kollegen nur ein paar Mal daneben, könnte das verheerende Auswirkungen haben. Die Mannschaft steht ohnehin vor dem Umbruch. Ob die Nationalspieler Robin Koch und Luca Waldschmidt bleiben, ist fraglich. Das gilt auch für Torwart Alexander Schwolow.
Petersen schießt Freiburg näher Richtung Europa
Dass sich die Probleme am Dienstag "vergrößert" haben, war wieder einmal Petersens Schuld. Der beste Joker der Bundesliga-Geschichte sorgte mit seinem 25. Treffer nach einer Einwechslung für die Entscheidung (71.). Zuvor waren Vincenzo Grifo (61.) mit einem Freistoß und der Berliner Routinier Vedad Ibisevic per Foulelfmeter (66.) erfolgreich.
"Nils ist kein Joker. Dieser Begriff ist nicht zutreffend. Er ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit, der alles für die Mannschaft macht - auch wenn es ihm weh tut", lobte Streich den Angreifer und übte sich selbst in bekannter Bescheidenheit: "Ich als Trainer muss danken, dass ich mit so jemandem arbeiten darf. Das gilt für alle Spieler. Sie tragen die Mannschaft - nicht ich. Man muss halt Typen haben."
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(SID)
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