Timo Werner sieht sich noch lange nicht auf einem Level mit Robert Lewandowski

Timo Werner hat in der Bundesliga-Hinrunde 18 Tore für RB Leipzig geschossen. Nur Robert Lewandowski vom FC Bayern hat mit 19 Treffern ein Tor mehr erzielt. Trotzdem sieht sich Werner selbst noch lange nicht auf einem Niveau mit dem Polen. Julian Nagelsmann ist der Herbstmeistertitel völlig egal, während Joshua Kimmich das vierte Spiel der Rückrunde als entscheidend bezeichnet.

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Irgendwann einmal, so träumt Timo Werner, will er wie Robert Lewandowski sein. Obwohl RB Leipzigs Goalgetter dem Star des FC Bayern ein erbittertes Rennen um die Torjägerkanone in der Bundesliga liefert, übt er sich in Demut. Ein paar Jahre werde es mit Sicherheit noch dauern: Dann, mit 27 oder 28, möchte er "auf der Ebene sein wie Lewandowski", sagte Werner der "Bild".
Dennoch kann der Nationalstürmer den Polen schon in dieser Saison übertrumpfen. Nicht nur in der Torschützenliste, auch falls die Sachsen Meister werden.
Aber bei dem Thema ist Werner, der schon 18 Bundesligatore - und damit nur eines weniger als Lewandowski - auf dem Konto hat, zurückhaltend:
Als Star-Spieler des Herbstmeisters könnte er durchaus forscher sein, schließlich liegen die Bayern als Dritter vier Punkte zurück.

Nagelsmann ist Herbstmeistertitel egal

Vor dem Rückrundenstart am Samstag (18.30 Uhr) gegen Union Berlin, einen dieser schwächeren Gegner, lebt Werner die Marschrichtung seines Trainers Julian Nagelsmann vor: akribisch arbeiten und bescheiden bleiben. Am Donnerstag machte der Coach klar, was der die Tabellenführung zur Halbzeit wert ist:
Nagelsmann ergänzte: "Das Rennen ist erst vorbei, wenn es die Flagge gibt oder eben der 34. Spieltag vorbei ist."
Schon im Trainingslager war der Trainer stark bemüht, die hohen Erwartungen an sein Team klein zu halten. "Wir müssen uns entwickeln. Aktuell sind wir noch nicht gut genug, um Meister zu werden", hatte Nagelsmann gesagt. Da ist vielleicht sogar etwas dran. Von den Top-Klubs der Liga hat RB in der Hinrunde nur Borussia Mönchengladbach geschlagen, Remis gegen den FC Bayern und Borussia Dortmund, eine Heimpleite gegen Schalke 04.

Kimmich sieht Leipzig-Spiel als Schlüssel

In großen Spielen sind die Leipziger also verwundbar und schon am 9. Februar, dem vierten Spieltag der Rückrunde, kommt es zum Spitzenspiel in München. Joshua Kimmich ist sich sicher:
Damit anfangen kann der Rekordmeister gleich am Sonntag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC und seinem ehemaligen Trainer Jürgen Klinsmann. Einen Ausrutscher darf sich der Rekordmeister in der Hauptstadt auf keinen Fall erlauben, denn RB weiß solche Patzer zu nutzen.

Werner adelt Lewandowski: "Der Beste"

Thomas Müller ärgerte sich über die Bayern-Patzer in der Hinrunde: "Wir haben in der Vorrunde zu viele Punkte liegen gelassen, das ist ungewöhnlich. Daher sind wir gefordert." Helfen dürfte die schnelle Rückkehr von Lewandowski.
Am Mittwoch stieg er nach seiner Leisten-OP wieder ins Mannschaftstraining ein und ist für Berlin fest eingeplant. Die 30 Tore, die Lewandowski in drei Wettbewerben bislang erzielt hat, sind ihm nicht genug. "Ich habe die Messlatte hoch gelegt – aber ich will sie übertreffen", sagte er "Sport Bild". Die Konkurrenz ist beeindruckt, Timo Werner meinte:
Doch wer ist am Ende der Saison das beste Team?
(SID)
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