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"Klar sind wir der Favorit": Werder hofft auf gutes Ende der Grusel-Saison

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Milot Rashica von Werder Bremen

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
29/06/2020 Am 13:06 | Update 29/06/2020 Am 13:18

Werder Bremen hat sich mit Ach und Krach in die Relegation gerettet - und trifft dort nicht auf den HSV. Gegen Heidenheim soll mit letzter Kraft der Klassenerhalt perfekt gemacht werden. Ob ein Last-Minute-Verbleib im Oberhaus Trainer Florian Kohfeldt den Job sichern würde ist mehr als ungewiss. Die Konzentration liegt aber vorerst auf den entscheidenden beiden Spielen gegen Heidenheim.

4:1 hieß es damals, und natürlich würden sie bei Werder Bremen nur zu gern erneut so hoch gewinnen wie Ende Oktober im DFB-Pokal. Denn dann wäre das Zittern um den Klassenerhalt nach dieser Grusel-Saison wohl schon vorbei. Doch im hohen Norden geht keiner davon aus, dass der Fight gegen den Abstieg bereits nach dem Relegations-Hinspiel gegen den Außenseiter 1. FC Heidenheim beendet ist.

"Dieses Mal geht das Duell über zwei Spiele, die Partien finden ohne Zuschauer statt. Für Heidenheim war es damals vielleicht etwas ungewohnt, vor dieser Kulisse zu spielen", sagte Maximilian Eggestein vor den Alles-oder-Nichts-Spielen gegen den Zweitliga-Dritten. Und auch Trainer Florian Kohfeldt geht davon aus, dass sein Team noch einmal über die volle Distanz gehen muss: "Das Pokalspiel fand in einer ganz anderen Phase der Saison statt. Unser kompletter Fokus liegt auf der eigenen Leistung und der besonderen Situation mit diesen beiden Finalspielen."

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Aber "klar sind wir der Favorit", sagte Kapitän Niklas Moisander. Denn allein Angreifer Milot Rashica ist schon knapp zehn Millionen Euro mehr wert als der gesamte Kader der Heidenheimer. Und seit der Wiedereinführung der Relegation 2009 hat sich in elf Fällen acht Mal der Bundesligist durchgesetzt. Doch auch wenn Werder nicht in die Nordderby-Relegation gegen den Hamburger SV muss, den Zweitliga-Dritten an der Weser wollen sie auf keinen Fall unterschätzen.

Bremen: "Es war eine schlechte Saison"

"In den zwei K.o.-Spielen dürfen wir überhaupt nicht nachlassen, um unser Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen", sagte Sportchef Frank Baumann. Die unverhoffte zweite Chance wollen die Grün-Weißen unbedingt nutzen, und so mahnte Geschäftsführer Klaus Filbry im "NDR Sportclub": "Wir haben zwei Matchbälle, die wir mit aller Konzentration angehen müssen."

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Und Werder braucht nicht darauf zu hoffen, dass der vermeintliche Fußball-Zwerg Heidenheim vor Ehrfurcht gegenüber dem Traditionsklub erstarrt. "Vielleicht war es nicht verkehrt", sagte Trainer Frank Schmidt nach dem 0:3 zum Abschluss bei Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld, "richtig einen auf den Sack zu bekommen". Doch jetzt werden "die Uhren auf Null gestellt" und "natürlich gehen wir nicht in diese Spiele, um zu schauen, was passiert. Wir wollen die Sensation und werden alles dafür probieren."

Ob Kohfeldt im Falle einer Heidenheimer Sensation in Bremen eine Zukunft hätte, wird erst entschieden, wenn die Spielzeit wirklich beendet ist. "Es war eine schlechte Saison, die wir kritisch aufarbeiten müssen, aber noch sind wir nicht durch. Wir tun alles dafür, in der Liga zu bleiben. Der Fokus liegt auf Heidenheim", sagte Filbry: "Danach werden wir uns mit Florian Kohfeldt zusammensetzen."

(SID)

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