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Kohfeldts Relegations-Trumpf: "Lücke" Füllkrug belebt Werder als Mentalitätsmonster

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Niclas Füllkrug (li.) und Florian Kohfeldt von Werder Bremen

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
30/06/2020 Am 11:50 | Update 30/06/2020 Am 11:51

Niclas Füllkrug war lange verletzt - jetzt ist der Werder-Stürmer plötzlich Florian Kohfeldts Trumpf für die Relegation. "Lücke" macht nicht nur Tore, er hat auch eine enorme Präsenz auf dem Rasen und das obowhl sein Saisonaus ursprünglich schon beschlossene Sache war. Den Hanseaten gibt er noch einmal frischen Auftrieb für das Duell gegen Heidenheim.

"Lücke" ist wieder da. Und das ist sofort zu spüren. Es kracht in den Zweikämpfen, klare Ansagen dröhnen aus Werder Bremens Sturmspitze über den Rasen. "Wir schaffen das!", schrie Niclas Füllkrug am Samstag während des Bundesliga-Finales aus voller Kehle - die Motivationsspritze für die Kollegen war bis in die oberste Reihe des Weserstadions zu hören. Der 27-Jährige ist als Torjäger und Mentalitätsmonster Bremens Trumpf für die Relegation.

"Wir dürfen unglaublich dankbar sein, dass wir diese zwei Spiele noch spielen dürfen", sagte Füllkrug, auf den Trainer Florian Kohfeldt ziemlich sicher auch im Hinspiel des Duells mit dem Außenseiter 1. FC Heidenheim am Donnerstag setzen wird. , bei dem Füllkrug nach monatelanger Leidenszeit sein Startelf-Comeback feierte, kann der Coach sicher sein, dass Füllkrug bereit ist.

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Vor dem Beschluss, Füllkrug nach Ausheilung des Kreuzbandrisses im Knie erstmals von Beginn an zu bringen, hatte sich Kohfeldt noch als Detektiv versucht. Er nahm Kontakt zum engeren Umfeld des Angreifers auf, um herauszufinden, ob dieser wirklich schon für den Schritt bereit ist. "Ich kenne ihn so gut, dass ich weiß, er würde alles tun, um zu spielen", sagte Kohfeldt: "Er würde mir auch bei Schmerzen sagen: Trainer, alles in Ordnung, lass mich spielen. Deswegen habe ich mich breiter informiert."

Füllkrugs Saison-Aus stand eigentlich fest

Seine Entscheidung für Füllkrug sollte er nicht bereuen, nicht allein aufgrund des Treffers. Auch Yuya Osako und Milot Rashica blühten in der Konstellation auf. Füllkrug weiß seinen wuchtigen Körper einzusetzen und Bälle abzulegen, eine Rolle, die Winterzugang Davie Selke bislang nicht zufriedenstellend ausfüllen konnte.

Werder fehlte in einer ziemlich verkorksten Saison gerade im letzten Drittel des Spielfeldes die Durchschlagskraft, angesichts der Quote von vier Toren in acht Partien in dieser Spielzeit ist es durchaus vorstellbar, dass es mit Füllkrug besser gelaufen wäre. "Niclas hat dieses Unbekümmerte auf dem Platz und ist unangenehm für den Gegner", sagte Sportchef Frank Baumann laut "Bild"-Zeitung. Gegen Köln habe man gesehen, "dass uns dieses Element Niclas sehr gefehlt hat."

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Der frühere Hannoveraner und Nürnberger Füllkrug hatte sich im Februar dieses Jahres für einen kleineren Eingriff am seinem angeschlagenen Knie sogar ein weiteres Mal unters Messer legen müssen. Sein Saison-Aus stand schon fest, doch dann verschoben sich die Entscheidungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Und "Lücke" kann somit auch in der Relegation wieder angreifen.

(SID)

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