In einer ersten Hälfte mit ausgeglichenen Ballbesitzanteilen erwischten die Hausherren den besseren Start. Beim FC Schalke war dagegen zumeist vor der Gefahrenzone Schluss. Nach einer knappen Viertelstunde wurde es erstmals brenzlig, doch Bielefelds Ritsu Doan blieb mit seinem Versuch aus der Distanz an Omar Mascarell hängen (13.).
Es folgte eine Phase mit wenigen Strafraumszenen, ehe DSC-Stürmer Andreas Voglsammer nach einem Freistoß von Arne Maier aus kurzer Distanz vorbeischoss (29.). Sechs Minuten später scheiterte Voglsammer erneut - diesmal am stark parierenden Ralf Fährmann. Anschließend passierte nicht mehr viel - Schalke rettete sich mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Pause.
Die Gäste benötigten weiter mindestens einen Treffer, um mit einem Sieg den Abstieg in die 2. Bundesliga zumindest zu vertagen. Doch danach sah es in keiner Phase des Spiels aus. Es waren erst vier Minuten im zweiten Durchgang absolvierte, als Bielefelds Kapitän Fabian Klos den Schalker Kampf um den Klassenerhalt mit einem Distanzschuss aus 25 Metern beendete (50.).
Bundesliga
Emotionaler Asamoah rechnet mit Schalker Absteigern ab
20/04/2021 AM 21:31
Bielefeld hatte wie bereits vor der Pause ein deutliches Chancenplus, verpasste es aber, den Deckel draufzumachen. Der Aufsteiger von der Alm überließ den Knappen nach dem Führungstreffer vermehrt den Ball, doch diese konnten die relativ vielen Aktionen mit dem Spielgerät nur selten in aussichtsreiche Offensivszenen ummünzen.
Als die Schlussphase anbrach, kassierten die Schalker zu allem Überfluss noch einen Platzverweis. Der bereits mit Gelb verwarnte Malick Thiaw musste nach einem Foulspiel an Klos in der 71. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.
Neun Minuten später wurde Doan im Strafraum gefoult - diesmal von Sead Kolasinac. Voglsammer trat selbst zum Strafstoß an und scheiterte am stark parierenden Fährmann. Zwar netzte Klos wenige Sekunden später ein, der Treffer wurde jedoch aufgrund einer Abseitsstellung korrekterweise zurückgenommen.
In Unterzahl schafften es die Königsblauen nur einmal, gefährlich abzuschließen, da Kapitän Kolasinac (90.+3) aber vergab, blieb es beim 1:0 für die Arminia und der Abstieg der Königsblauen war besiegelt.

Die Stimmen:

Frank Kramer (Trainer Arminia Bielefeld): "Jedem Fußballfan blutet das Herz, wenn so ein großer Verein, mit so vielen Mitgliedern wie Schalke, absteigt. Dass so ein Verein in der zweiten Liga antreten muss: Da Tränen jedem Fußballfan die Augen. Aber hier geht’s um uns und heute freue ich mich."
Fabian Klos (Arminia Bielefeld): "Wir haben uns heute gegen den Abstieg gestemmt. Die drei Punkte tun gut. Das war ein Schritt, den wir gehen mussten. Den Moment genießen wir jetzt, aber wir haben unser Ziel noch nicht erreicht."
Arne Maier (Arminia Bielefeld): "Jeder Sieg ist wichtig. Wir haben vor dem Spiel mitbekommen, dass Köln gewonnen hat - da wollten wir nachziehen. Noch ist nichts entschieden. Wir müssen ab diesem Moment schon wieder unseren Fokus auf das nächste Spiel richten."
Gerald Asamoah (Koordinator Lizenzbereich FC Schalke 04): "Wir sind Tabellenletzter und haben 13 Punkte geholt. Wenn da einer sagt, dass er alles gegeben hat, dann weiß ich nicht, was ich mit dem machen würde."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Erfolgsdruck lähmt Schalke

Schon vor dem Anpfiff hatte festgestanden, dass die Gelsenkirchener nur mit einem Sieg das Unvermeidbare noch hinauszögern könnten. Doch das Team von Trainer Dimitrios Grammozis lieferte die nächste enttäuschende Leistung in einer historisch schlechten Saison ab, wirkte nie wie eine Mannschaft, die unbedingt gewinnen musste.

Die Statistik: 4

Bereits am 30. Spieltag tritt Schalke wie 1981, 1983 und 1988 den Gang in die Zweitklassigkeit an - noch nie jedoch hatte der Abstieg so früh festgestanden, und noch nie hatte der siebenmalige Meister 21 Saisonniederlagen kassiert.

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