Die Worte von Shkodran Mustafi klangen am Ende ein wenig wie das Pfeifen im Walde. "Das Potenzial ist da, diesen Riesenklub da rauszuholen. Davon bin ich nach wie vor überzeugt", urteilte der neue Star-Verteidiger von Schalke 04, der als Hoffnungsträger des abgeschlagenen Bundesliga-Schlusslichts das schier Unmögliche noch möglich machen soll: den Klassenerhalt!
Der einstige Abwehrrecke des FC Arsenal, kurz vor Ende des Winter-Transferfensters von den Königsblauen geholt, bekam beim 0:3 (0:1) gegen Champions-League-Aspirant RB Leipzig allerdings eine Schnelleinweisung in die zahlreichen Baustellen auf Schalke.
"Es war kurz, aber unheimlich gut. Ich bin sehr, sehr froh und glücklich", resümierte Khedira, der als langjähriger Profi von Real Madrid und Juventus Turin den Duft der großen weiten (Fußball)-Welt in die Hauptstadt bringt. Vor allem soll der Ex-Stuttgarter mit seiner Erfahrung die junge Hertha-Elf stabilisieren.
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Noch reichte es allerdings nicht für einen Einsatz von Anfang an.

Mustafi bemüht bei Kaltstart

Mustafi legte hingegen bei S04 nach dem Willen von Trainer Christian Gross einen richtigen Kaltstart hin. Erst am Samstagvormittag hatte der Neue grünes Licht vom örtlichen Gesundheitsamt bekommen, nachdem er zuvor aufgrund der Einreisebeschränkungen aus Großbritannien unter Quarantäne gestellt worden war. Mehr als Einzeltraining war für Mustafi, der wie Khedira 2014 beim WM-Triumph der deutschen Nationalmannschaft im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro zum deutschen Kader zählte, zuvor nicht drin gewesen.
Mannschaftstraining? Fehlanzeige! Die Probleme waren für den einstigen Italien-, Spanien- und England-Legionär deshalb programmiert: "Ich habe den einen oder anderen Namen noch nicht eingespeichert."
Immerhin bemühte sich der 28-Jährige, seiner Rolle als Führungsspieler gerecht zu werden, gab lautstark Kommandos, versuchte, mit kompromisslosen Zweikämpfen und gutem Stellungsspiel der Abwehr Stabilität zu verleihen. Doch die fehlende Spielpraxis - nur 44 Minuten durfte er in dieser Saison für die Gunners ran - war ihm anzumerken. Am Ende ging Mustafi mit der Schalker Mannschaft gegen Leipzig mit unter.

Hertha: Dardai lobt Khedira

Die Hertha zog sich gegen den FC Bayern mehr als achtbar aus der Affäre, hatte kurz vor Schluss sogar die Chance zum 1:1. Lob und Anerkennung erhielt Khedira von Trainer Pal Dardai. Der einstige Lieblingsschüler von Bundestrainer Joachim Löw sei intelligent, als Mensch und Fußballer. "Das werden wir schon nutzen", sagte der ungarische Fußballlehrer:
Wir werden noch viel Freude an ihm haben."
Und Khedira selbst will seine Stärken möglichst schnell mit einem längeren Einsatz in die Waagschale werfen:
Wenn ich auf dem Platz bin, dann gebe ich 100 Prozent."
Ein neuer Bundesliga-Profi trug sich bei seiner Premiere sogar in die Torschützenliste ein. Der Engländer Demarai Gray (84.) setzte bei seinem Debüt im Dress von Bayer Leverkusen beim 5:2 (2:0) gegen den VfB Stuttgart zehn Minuten nach seiner Einwechslung den Schlusspunkt für den Werksklub.
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(SID)

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