Der Sportvorstand machte klar, dass der deutsche Rekordmeister auch im Fall Alabas während der Coronakrise wirtschaftlich konservativ agieren wird.

"Verrücktheiten, wie er (Alaba-Berater Pini Zahavi, Anm. d. Red.) das vielleicht aus anderen Klubs kennt, werden wir nicht machen. Und schon gar nicht in einer Zeit, in der Umsätze und Gewinne einbrechen, im Fußball wie überall im Wirtschaftsleben", äußerte der 43-Jährige im Hinblick auf die Vorstellungen des Beraters: "Zahavi denkt in anderen Dimensionen, das kann er, aber da werden wir ihm nicht folgen."

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Angeblich will der 28 Jahre alte Alaba, dessen Vertrag bis 2021 läuft, im Falle einer Verlängerung 25 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Das hat zuletzt vor allem Uli Hoeneß verärgert. Der Ehrenpräsident bezeichnete Zahavi als "geldgierigen Piranha".

Salihamidzic & Rummenigge loben Alaba

Nach Aussagen von Salihamidzic will man jedoch weiter an einer Verlängerung arbeiten, auch wenn Alaba "unser attraktives Angebot wiederholt abgelehnt" habe. Schließlich sei der Österreicher "ein super Spieler und super Typ. Er wird von allen im Klub, von allen in der Mannschaft, vom Trainer, vom Präsidenten geschätzt, vom CEO, von mir, von Oliver Kahn und natürlich von Uli - tatsächlich von allen. Wertschätzung ist im Übermaß vorhanden."

Jeder im Klub "möchte, dass David bleibt", stellte der Sportdirektor trotz der schwierigen Vertragsverhandlungen klar. Nach Informationen des "Kicker" gab es allerdings einen Beschluss des Aufsichtsrats, nach dem das zuletzt vorgelegte Angebot der Münchener zugleich das letzte sein soll.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge reagierte wenig später auf die diversen Aussagen zum Alaba-Poker. "Erst einmal empfehle ich wirklich allen Parteien, dem FC Bayern und auch der Partei David Alaba, keine Kommentare mehr in der Öffentlichkeit abzugeben", sagte der Vorstandsvorsitzende der "Bild".

Weiter meinte Rummenigge: "Alles, was in den Medien gesagt wird, konditioniert ja nur die Gespräche. Dementsprechend bitte ich wirklich darum, dass man jetzt einfach Ruhe gibt und die Gespräche intern führt."

Auch der 64-Jährige betonte jedoch wie Salihamidzic, dass man Alaba beim FC Bayern halten möchte. "Wir haben nach wie vor eine Option Nummer eins als Ziel, die besagt, dass wir hoffentlich zeitnah einen neuen Vertrag mit David gestalten können", so Rummenigge. "Er ist zweifacher Triple-Sieger und ein Eigengewächs des FC Bayern. Er ist seit 12 Jahren in diesem Klub und spielt eine wichtige und bedeutende Rolle", stellte der Bayern-Boss klar.

(mit SID)

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