Wetten, dass Eintracht Frankfurt mit Luka Jovic in dieser Saison den Sprung auf einen Europapokalplatz schafft?
So lautet - in Anlehnung an Deutschlands einst beliebteste Fernsehshow - die Frage, die hinter der Verpflichtung des serbischen Angreifers steht. Die Rückkehr von Jovic an den Main weckt große Hoffnungen, die noch gar nicht so alten, aber guten Zeiten, noch einmal heraufbeschwören zu können.
"Ich fühle mich phänomenal und bin mehr als zufrieden, mit der Eintracht zu dem Verein zurückgekehrt zu sein, der mir so viel gegeben hat", stellte der 23-Jährige kurz nach Bekanntgabe des Leihgeschäfts auf der Vereins-Homepage klar.
Bundesliga
Wechsel perfekt: Eintracht holt Jovic zurück
14/01/2021 AM 14:18
Von 2017 bis 2019 trug der Nationalspieler das Trikot mit dem Adler auf der Brust.
In diese Zeit fiel der DFB-Pokalsieg 2018, der Einzug ins Europa-League-Halbfinale 2019 - und jede Menge Offensivspektakel. Jovic entwickelte sich zum effizientesten Eintracht-Knipser der Vereinsgeschichte.

Jovic und die Frankfurter "Büffelherde"

In 75 Pflichtspielen traf Jovic 36 Mal, alle 124 Minuten breitete er die Arme zum Jubeln aus - und da auch die robusten Kollegen Ante Rebic und Sébastien Haller aus allen Rohren schossen, war bald die Rede von der Frankfurter "Büffelherde".
Man tut dem Rückkehrer aber keinen Gefallen, misst man ihn an dieser goldenen Vergangenheit. Diese Wette wäre (noch) zu hoch.
Das sieht auch Sportvorstand Fredi Bobic so. "Luka hatte zuletzt keine leichte Zeit in Madrid", erklärte der 49-Jährige. Für Jovic sei es zunächst "wichtig, wieder in die Spur zu kommen". Das gilt gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen musste der Real-Profi im November eine Corona-Erkrankung wegstecken, zum anderen hat er unter Trainer Zinédine Zidane einen schweren Stand.
In seiner ersten Saison bei den Königlichen bestritt Jovic nur eine Partie über 90 Minuten, in der laufenden kommt er auf fünf Einsätze als Einwechsel- oder Auswechselspieler.

Das kann Frankfurt von Jovic erwarten

Und dennoch. Frankfurt bis zum Saisonende einen Mittelstürmer, der die Klasse hat, den Unterschied zu machen.
"Für uns ist klar, dass wir eine weitere hervorragende Option im Sturmzentrum haben", ist Bobic sicher. Will Jovic auf seiner angestammten Position spielen, muss er sich allerdings auf einen harten Konkurrenzkampf mit André Silva einstellen.
Der Portugiese liefert derzeit einen überragenden Job ab und steht nach 14 Bundesliga-Partien bei elf Treffern und drei Assists.
Alternativ könnte Jovic als Rechtsaußen, als hängende Spitze oder im offensiven Mittelfeld agieren - wobei der Serbe in den vergangenen vier Jahren ganze fünfmal eine dieser Rollen bekleidete und sich nur im Sturmzentrum wirklich wohl fühlt.

Jovic absolviert erstes Training mit der Eintracht

Die Eintracht hat sich mit der Leihe von Jovic verstärkt, Wunderdinge sind in der kurzen Zeit aber nicht zu erwarten. "Luka kann die nächsten Monate nutzen, um in einem ihm vertrauten Umfeld zu alter Stärke zurückzufinden", so Bobic. Bei Real Madrid wisse man, "dass er bei uns gut aufgehoben ist und sich hier weiterentwickeln kann".
Kommt es so, wäre der Deal für alle drei Seiten ein Gewinn. Die Motivation, versicherte Jovic, sei "so hoch wie an meinem allerersten Tag als Adlerträger". Zugleich versuche er, "die vergangene Zeit auszublenden und mich zu bemühen, hier wieder bei null zu beginnen und dem Team zu helfen, dass wir unsere Ziele erreichen".
Sein erstes Training mit der Eintracht hat Jovic bereits hinter sich - und wenn es optimal läuft, kann er seine Klasse schon am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den FC Schalke (ab 18:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) zeigen. Top, die Wette gilt ...
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