Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß: Bundesliga sollte TV-Gelder für den Jugendfußball nutzen

Uli Hoeneß hat die Bundesliga-Vereine aufgefordert, den Amateur- und Nachwuchsfußball finanziell zu unterstützen. Hunderttausende Kinder könnten zur Zeit nicht in den Vereinen Fußball spielen. Bei "RTL" meinte Hoeneß daher: "Die Bundesliga muss Geld in die Hand nehmen, um mitzuhelfen, dass wir diesen Fundus, dass dieser Brunnen, von dem auch der Nachwuchs entwickelt wird, nicht austrocknet."

Uli Hoeneß

Fotocredit: Imago

"Wir brauchen die Nachwuchsarbeit, wir brauchen den Amateurfußball. Der muss von denen besser bearbeitet werden", stellte der ehemalige Bayern-Präsident klar.
Hoeneß schob auch eine Warnung hinterher: "Wenn der Jugend – und der Amateursport kaputtgeht, dann können wir auf Dauer auch keinen optimalen Profisport mehr durchführen."
In der Bundesliga, beim DFB und der DFL müssten daher Konzepte zur Unterstützung des Jugendfußballs entwickelt werden. Als Beispiel nannte der ehemalige Verantwortliche der Münchener: "Die Bundesliga muss eine Umlage machen, dass man für die Jugend – und Nachwuchsarbeit Geld ausgibt, aus den Fernsehgeldern zum Beispiel."
Bei seinem ersten Einsatz als TV-Länderspielexperte äußerte sich Hoeneß zudem zur Bundestrainer-Frage. Auch Bayern-Coach Hansi Flick wurde zuletzt gehandelt.

Uli Hoeneß traut Lothar Matthäus Bundestrainer-Job zu

Der 69-Jährige ist sich jedoch sicher: "Dem FC Bayern ist natürlich das eigene Hemd erstmal näher als die Hose. Es ist doch klar, wenn man einen Trainer hat, wie Flick es in den letzten 18 Monaten war, dann ist das für den Verein erstmal kein Thema."
Vielmehr könne er sich einen ehemaligen Nationalspieler als geeigneten Kandidanten vorstellen, meinte Hoeneß: "Lothar Matthäus ist ein absoluter Fußballfachmann. Er hat bewiesen, dass er von der Sache etwas versteht. Von den Fähigkeiten wäre er geeignet."
Von einer Übergangslösung auf dem Bundestrainer-Posten hält der Ex-Bayern-Boss hingegen wenig. "So eine wäre bei der heutigen Medienlandschaft nicht akzeptabel. Der DFB hat jetzt zwei, drei Monate Zeit, um das in Ruhe auszusuchen und es wird wohl auf der ganzen Welt einen sehr guten Trainer geben, der dieses Amt übernehmen kann", meinte Hoeneß.
Im Rahmen des Länderspiels verriet der Ex-Bayern-Präsident auch, dass der FC Bayern einst mit Superstar Zlatan Ibarahimovic in Gesprächen stand. Hoeneß erzählte: "Er ist ein großer Spieler, aber seine Gehaltsforderungen waren auch göttlich. Wir waren mal interessiert, aber sind nicht einmal bis zur Hauptspeise gekommen."
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Quelle: Eurosport

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