Benjamin Pavard war das Mitgefühl seines Leidensgenossen Thomas Müller sicher. Als der FC Bayern München den Helden der Klub-WM am Donnerstag als seinen nächsten Coronafall bestätigte, klickte Müller als einer der Ersten auf das Instagram-Herz.
Auch der französische Weltmeister Pavard, vor einer Woche noch goldener Torschütze beim Kontinente-Turnier in Katar, ist positiv auf das Virus getestet worden. Wie Müller befinde er sich nun in häuslicher Quarantäne, teilten die Bayern in ihrer 21 Wörter dünnen Erklärung mit, Pavard "geht es gut".
Der 24-Jährige ist bereits der siebte Coronafall beim deutschen Rekordmeister. Neben Müller waren auch schon Leon Goretzka, Javi Martinez, Serge Gnabry, Niklas Süle sowie Joshua Zirkzee (inzwischen Parma Calcio) positiv getestet worden. Bei Gnabry handelte es sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen sogenannten "falsch positiven" Test.
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Müllers Infektion wurde in der vergangenen Woche bei der Klub-WM in Katar am Vorabend des Finals festgestellt - ein Schock für die Bayern. Doch Pavard sicherte im Duell mit Tigres UANL (1:0) per Abstauber den Titel und damit den historischen "Sixpack". Beim turbulenten 3:3 gegen Arminia Bielefeld vier Tage später saß er als Einwechselspieler auf der Tribüne.

Wo hat sich Pavard angesteckt?

Wo und wie hat sich Pavard angesteckt? Was bedeutet sein Fall für den Rest des Teams, mit dem der Rechtsverteidiger vor wenigen Tagen noch im Flieger saß und trainierte? Wurde der von Matchwinner Pavard geknutschte Weltpokal nach dem Liebesbeweis desinfiziert? Vom FC Bayern war zu diesen Fragen zunächst nichts zu erfahren.
Eine Sprecherin des zuständigen Münchner Gesundheitsreferats verwies bei den Fragen zu Zeit und Ort der Ansteckung sowie einem möglichen Zusammenhang mit dem Fall Müller auf die Schweigepflicht. Wie üblich seien mögliche Kontaktpersonen der Kategorie 1 ermittelt worden, "dafür wird jeweils der Einzelfall geprüft".
Dieses Vorgehen werde bei Infizierten "unabhängig von Profession, Vereins- oder Ligaangehörigkeit" angewandt.

FC Bayern: Flick gehen die Spieler aus

Sicher ist: Pavard verpasst wie Müller das schwierige Bundesliga-Auswärtsspiel des Spitzenreiters bei Eintracht Frankfurt am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker); auch für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Lazio Rom drei Tage darauf kommt er nicht infrage. Trainer Hansi Flick gehen so langsam die Spieler aus.
Gegen Bielefeld fehlten ihm acht (!) Stars, für Wechsel standen Flick da nur noch drei gestandene Profis zur Verfügung. "Wenn man so viele Ausfälle hat, stößt jeder Kader mal an seine Grenzen", sagte der Coach, der in seiner ohnehin wackligen Abwehr erneut improvisieren muss. Pavard-Vertreter Bouna Sarr blieb am Montag abermals den Nachweis schuldig, ein adäquater Ersatz zu sein.
Immerhin sollten Goretzka und Martinez nach ihren Corona-Erkrankungen am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren. Auch Jerome Boateng könnte in Frankfurt wieder dabei sein. Serge Gnabry, Douglas Costa, Alexander Nübel und Tanguy Nianzou fehlen verletzt. Dazu Müller - und eben Pavard.
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