Am Sonntag wurde der Transfer von Dayot Upamecano zum FC Bayern offiziell verkündet.
Mit Omar Richards könnte zudem ein Backup für die linke Verteidigerposition nach München wechseln, wie "Kicker" und "Bild" übereinstimmend berichten. Für die rechte Seite ist zudem angeblich Max Aarons, ebenfalls aus England, im Gespräch.
Die Planungen für die Bayern-Abwehr der Zukunft laufen auf Hochtouren und könnten schon bald vollendet sein.
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Der englische Zweitligaprofi Richards gilt als Ersatz für Alphonso Davies und soll offenbar die linke Seite der Münchener verstärken. Damit könnte 80-Millionen-Einkauf Lucas Hernández von Trainer Hansi Flick endgültig in der Innenverteidigung eingeplant werden.

Dayot Upamecano hat Champions-League-Erfahrung

Als Linksfuß wäre der 25-jährige Franzose ein passender Ersatz für David Alaba, der auf der linken Innenverteidigerposition in den letzten Jahren das Zepter in der Hand hatte, den FC Bayern im Sommer aber verlässt, wie er auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz nach langem hin und her öffentlich kundgab.
Die Lücke, die Alaba im Abwehrzentrum hinterlässt, wurde mit der Verpflichtung Upamecanos bereits geschlossen. Für die festgeschriebene Ablösesumme von 42,5 Millionen Euro wechselt der 22-Jährige im Sommer von RB Leipzig an die Isar. Trainer Flick ist "froh, dass es uns gelungen ist, Dayot zu uns zu holen". Die Münchener stachen dabei auch internationale Konkurrenz aus. Unter anderem der FC Liverpool und FC Chelsea hatten Interesse. Trotz seines jungen Alters steht Upamecano Alaba in vielen Dingen in nichts nach.

Dayot Upamecano (l.) im Spiel gegen den FC Bayern

Fotocredit: Getty Images

Der zweikampf- und kopfballstarke Franzose kann bereits auf Erfahrungen auf höchstem europäischen Niveau zurückgreifen. Im vergangenen Jahr erreichte er mit Leipzig etwa das Champions-League-Halbfinale gegen PSG. Zudem gehört Upamecano in Sachen Geschwindigkeit zu den schnellsten Spielern der Bundesliga. Auch Bayerns Top-Sprinter Davies - mit 35,94 km/h Rekordhalter in der deutschen Eliteklasse - hängt den Noch-Leipziger nur minimal ab (35,43 km/h).
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Forsberg und Poulsen schwärmen von Bayern-Neuzugang

Leipzig-Teamkollege Emil Forsberg meinte zu den Qualitäten des 22-Jährigen: "Auf dem Platz ist er ein Biest. Gegen ihn will niemand spielen. Er hat alles, was man als Innenverteidiger braucht. Wäre ich Scout, würde ich ihn den größten Vereinen der Welt empfehlen." Auch RB-Stürmer Yussuf Poulsen lobte Upamecano: "Er ist noch mehr als ein Biest. Ich bin relativ groß, relativ körperbetont und relativ stark. Aber ich kann ihn keine zwei Zentimeter bewegen." Der junge Franzose sei "eines der größten Innenverteidiger-Talente, das ich je gesehen habe".
Ex-Profi Didi Hamann adelte Upamecano im "Sportbuzzer" gar als "besten Innenverteidiger in der Bundesliga und hinter Virgil van Dijk einer der Besten in der Welt". Ein Spieler wie der 22-Jährige sei für die Bayern entscheidend. "Der bringt Tempo in die Abwehr. Und Tempo brauchst du, wenn du so hoch angreifst wie die Bayern", erläuterte Hamann. Einzig im technischen Bereich müsse er sich in Zukunft weiter verbessern.

Dayot Upamecano (RB Leipzig)

Fotocredit: Getty Images

Genau darin könnte ein kleines Problem liegen. Der Youngster besitzt im Spielaufbau (noch) nicht dieselbe Qualität wie der zweimalige Triple-Sieger Alaba. Die Zeit, sich zu entwickeln, werden die Münchener ihrem Neuzugang aber sicher geben. Auch Alaba wurde über viele Jahre hinweg zum heutigen Weltklasseverteidiger. Immerhin, bei der Passquote übertrumpft Upamecano den 28-Jährigen (90,62 Prozent zu 88,24 Prozent).

FC Bayern verjüngt Defensive - Niklas Süle weitere Alternative

Sollte auch Jérôme Boateng die Münchener im Sommer verlassen - sein Vertrag läuft Ende Juni aus - wäre der Weg frei für die Bayern-Abwehr der Zukunft. Neben Upamecano und Hernández steht den Bayern schließlich auch noch Nationalspieler Niklas Süle in der Innenverteidigung zu Verfügung. Der 25-Jährige wird jedoch angeblich vom FC Chelsea beobachtet, sein Vertrag läuft nur bis 2022. Gespräche über eine mögliche Verlängerung dürften daher bald geführt werden, um einen ablösefreien Abgang wie bei Alaba zu verhindern.
Auf der linken Verteidigerpositon kann Flick zudem auf Davies bauen. Hinzu könnte Richards als Backup kommen. Rechts dürfte weiter Benjamin Pavard auflaufen, trotz der aktuellen Schwächephase des französischen Weltmeisters. Auch Tanguy Nianzou Kouassi, der in den kommenden Jahren zum Leistungsträger aufgebaut werden soll, darf nicht außer Acht gelassen werden.
Der Altersschnitt der genannten Spieler liegt bei unter 23 Jahren. Der Cut im Sommer mit dem Abschied von Alaba und eventuell Boateng könnte für die Bayern also eine große Chance sein, ihre Defensive für viele Jahre neu aufzustellen.
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