Zwei magere Einsätze stehen für Torhüter Alexander Nübel in dieser Saison bisher zu Buche - einmal beim 3:0 im DFB-Pokal gegen Düren und einmal beim belanglosen Gruppenspiel in der Champions League gegen Atlético Madrid (1:1), als die Bayern bereits sicher weiter waren.
Ansonsten war an Stammkeeper Manuel Neuer, der sich über die gesamte Spielzeit hinweg in starker Form präsentierte, kein Vorbeikommen. Und das, obwohl er eine vertraglich vereinbarte Zahl von zehn Pflichtspieleinsätzen in seinem Vertrag garantiert bekommen haben soll.
Dazu wird es wohl nicht mehr kommen, da sowohl in der Liga als auch in der Champions League entscheidende Wochen für den FC Bayern anstehen, in denen Trainer Hansi Flick auf seine Nummer eins vertraut.
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Es ist also ein mehr oder weniger verlorenes Jahr für Nübel, auch wenn er sicherlich im Training von Neuers Erfahrung profitieren kann. Dennoch braucht der Ex-Schalker, der im Sommer ablösefrei nach München kam, mehr Spielpraxis.

Nübel braucht Spielpraxis und denkt an Ausleihe

Mit seinen 24 Jahren ist Nübel nicht mehr ganz jung. Gleichzeitig hat er in seiner Karriere bisher erst 44 Pflichtspiele (Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League) auf höchstem Niveau absolviert, da er auch bei Schalke 04 zwischenzeitlich wieder auf die Bank gesetzt wurde.
Neuers Vertrag läuft noch bis 2023, dann wäre Nübel fast 27. So lange kann der ehemalige U21-Nationalkeeper nicht ohne ausreichende Spielpraxis bleiben. Deshalb macht sich sein Berater Stefan Backs gegenüber dem "Kicker" für einen Wechsel stark. "Diese Situation ist unbefriedigend. Man muss im Sommer über eine Ausleihe nachdenken, wenn Alex nicht mehr zum Spielen kommt", so Backs.

AS Monaco "sehr interessiert" an Leihe von Nübel

Laut "Kicker" soll es zudem schon einen konkreten Interessenten für Nübel geben. Die AS Monaco soll "sehr interessiert" sein. Mit Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac und Stürmer Kevin Volland könnte Nübel in Frankreich auf bekannte Gesichter aus der Bundesliga treffen. Zudem ist der Klub höchstwahrscheinlich in der kommenden Saison international vertreten.
Sollte Nübel den Rekordmeister tatsächlich im Sommer leihweise verlassen, könnte auf der Torhüterposition tatsächlich nochmal Handlungsbedarf entstehen. In der Vergangenheit hatten die Bayern immer starke Ersatztorhüter hinter Neuer (Sven Ulreich, Pepe Reina, Tom Starke), die anderswo noch die Nummer eins gewesen wären.
Nach aktuellem Stand wären bei einem Nübel-Abgang nur noch Ron-Thorben Hoffmann, der den Klub im Sommer gerne für den nächsten Schritt verlassen möchte, und Christian Früchtl, der sich bei seiner Leihe nach Nürnberg nicht gegen Christian Mathenia durchsetzen konnte, übrig. Somit könnte die Torwartposition im Sommer tatsächlich zur Baustelle werden.
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