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FC Schalke 04: Vertrag mit Vedad Ibisevic wird aufgelöst
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Publiziert 24/11/2020 um 17:25 GMT+1 Uhr
Bundesliga-Tabellenschlusslicht Schalke 04 kommt nicht zur Ruhe. "Nabil Bentaleb und Amine Harit werden, betreut vom Trainer-Team der Lizenzspielermannschaft, bis auf Weiteres individuell trainieren. Der Vertrag mit Vedad Ibisevic wird zum 31. Dezember 2020 aufgelöst", teilte der Verein in einer Stellungnahme auf seiner Webseite mit. Damit reagiere man auf die "schwierige sportliche Situation".
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Schon zuvor war kommuniziert worden, dass Kaderplaner Michael Reschke, dessen Vertrag noch bis 2022 lief, den Verein verlassen muss.
"Es geht hier nicht um Einzelschicksale, sondern ausschließlich um den Klassenerhalt unseres Vereins", sagte Sportvorstand Jochen Schneider drei Tage nach dem desaströsen 0:2 gegen den VfL Wolfsburg, durch das S04 ans Tabellenende gestürzt war: "Dem ist alles unterzuordnen. Dabei stehen der Teamgedanke und das Miteinander absolut im Vordergrund."
Die Trennung von Ibisevic habe "überhaupt nichts mit dem emotionalen Ausbruch im Training am vergangenen Sonntag" zu tun, betonte Schneider.
Stattdessen habe es "leider hier auf Schalke nicht so gepasst, wie wir uns das gemeinsam versprochen haben".
Ibisevic, der für sein Engagement auf Schalke deutliche Gehaltseinbußen hingenommen hatte, war im Training am Sonntag mit Co-Trainer Naldo aneinandergeraten.
Bentaleb muss gehen, Denkpause für Harit
Auch für den mehrfach suspendierten Bentaleb, den Schneider als einen "unbestritten hervorragenden Fußballer" bezeichnete, gibt es keine Zukunft mehr bei S04. "Spätestens im Sommer 2021 werden sich die Wege trennen", sagte Schneider: "Wir müssen feststellen, dass Schalke und Nabil Bentaleb offensichtlich nicht zusammenpassen."
Anders sei die Situation bei Harit, der gegen Wolfsburg nach einer schwachen Vorstellung nach 39 Minuten ausgewechselt wurde und Trainer Manuel Baum keines Blickes würdigte.
Es seien "ein paar Dinge vorgefallen, die uns nicht gefallen haben", der Marokkaner erhalte "deshalb eine Denkpause", sagte Schneider.
Harit reagiert auf Twitter
Harti habe "großes sportliches Potenzial, konnte dieses aber in den letzten Monaten nicht im Sinne unserer Mannschaft abrufen. Wir werden Amine nicht fallen lassen, sondern gemeinsam alles daran setzen, ihn wieder dahin zu bringen, dass er seine Qualitäten für unseren Verein einbringen kann."
Harit selbst äußerte sich mit einem Statement auf Twitter.
"Nur als Einheit werden wir es schaffen", so der 23-Jährige. Er selbst arbeite "seit Monaten sehr hart dafür, wieder auf mein bestes Niveau" zu kommen.
Die Angst vor dem Tasmania-Rekord wächst
Schalke, das seit 24 Spielen nicht gewonnen hat und auf den Negativrekord von Tasmania Berlin (31 Spiele ohne Sieg) zusteuert, will nun "den Fokus auf die so wichtigen fünf Liga-Partien bis zum Jahresende" legen.
"Die Kaderreduzierung ist ein Teil davon", betonte Schneider, der sich zudem bei Reschke für dessen "geleistete Arbeit in alles anderen als einfachen Zeiten" bedankte. Er sagte jedoch, dass es zuletzt "unterschiedliche Auffassungen über die sportliche Zukunft des Vereins" gegeben habe. Die Trennung sei daher alternativlos.
Spielt Schalke weiter so erfolglos wie in den letzten Monaten, ist der Tasmania-Rekord am 9. Januar erreicht - und der vierte Abstieg in der Vereinsgeschichte wohl unausweichlich.
Schalke dementiert Stambouli-Falschmeldung
Derweil dementierten die Königsblauen ein angebliches Fehlverhalten von Benjamin Stambouli. Es war berichtet worden, dass der Franzose nach seiner Auswechslung beim 0:2 gegen den VfL Wolfsburg bereits in der Halbzeitpause die Veltins-Arena verlassen habe. "Benji hat enttäuscht auf seine Auswechslung in der Halbzeit reagiert - ja", sagte Sportvorstand Jochen Schneider.
"Aber er hat nicht vorzeitig das Stadion verlassen, das ist schlicht eine Falschmeldung", ergänzte Jochen Schneider. Stambouli habe sich nach Wiederanpfiff der Partie auf die Tribüne gesetzt und die Mannschaft unterstützt.
Schneider: "Wir haben mit Benji gesprochen, es ist alles ausgeräumt. Das Thema wurde viel größer gemacht, als es ist. Benji gibt jeden Tag alles für unseren Verein."
Schalke bemühte Zeugenaussagen und Videoaufnahmen der Überwachungskameras, um die Anschuldigungen gegen Stambouli zu entkräften. Dieser habe erst "weit nach Schlusspfiff und zusammen mit Omar Mascarell sowie Goncalo Paciencia" die Arena verlassen, teilte Schalke mit.
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(SID)
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