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Schalke 04 verliert auch mit Huub Stevens gegen Arminia Bielefeld
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Publiziert 19/12/2020 um 17:25 GMT+1 Uhr
Der FC Schalke 04 kann den Negativlauf in der Bundesliga auch nicht mit Neu-Trainer Huub Stevens beenden. Gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld verloren die Königsblauen am 13. Spieltag nach einem umkämpften Spiel 0:1 (0:0). Stürmer Fabian Klos erzielte zu Beginn der zweiten Hälfte (53. Minute) den entscheidenden Treffer des Spiels. Damit bleiben die Schalker auch über Weihnachten am Tabellenende.
Huub Stevens (FC Schalke 04) verzweifelt an der Seitenlinie
Fotocredit: Getty Images
Nach sechs Minuten wurde es das erste Mal so richtig gefährlich, als Mike van der Hoorn eine Ecke von Ritsu Doan verlängerte und Alessandro Schöpf vor dem einschussbereiten Sergio Córdova klärte.
Im Schalker Sechzehner war Córdova nach einer Slapstick-Szene von Salif Sané und Ozan Kabak vor Ralf Fährmann am Ball, doch schaffte es nicht, das Leder im Tor unterzubringen (12.).
Der Venezolaner wurde nach einer verunglückten Kopfballabwehr von Bastian Oczipka erneut in den Sechzehner geschickt und legte sich den Ball an Fährmann vorbei. Seine Hereingabe verlängerte Doan zu Christian Gebauer, der aus fünf Metern scheiterte (19.).
Es folgten zwei Abschlüsse von Schalke aus der Distanz kurz hintereinander. Zunächst scheiterte Benito Raman an Stefan Ortega und dann verfehlte Suat Serdar aus 23 Metern das rechte Eck (22. & 23.).
Bielefeld mit den besseren Chancen
Wieder mal wurde Bielefeld nach einer Ecke gefährlich. Cédric Brunner setzte sich am kurzen Pfosten durch, doch Sané konnte den Kopfball noch blocken (24.). In der 30. Minute zappelte das Leder zum ersten Mal im Tor, als Córdova nach einem langen Ball von Fabian Klos frei durch war und Fährmann aus 20 Metern überwinden konnte. Der Venezolaner stand jedoch deutlich im Abseits.
Nach einer Flanke von Raman kam Hamza Mendyl am kurzen Pfosten zum Abschluss, verfehlte das Tor aber knapp (37.). Gebauer wurde mit einem starken Pass von Klos in die gegnerische Hälfte geschickt, doch Fährmann spielte stark mit und kam rechtzeitig raus (41.).
Kurz vor der Pause gab es die beste Chance auf die Führung für die Gäste. Bei einem langen Ball verschätzte sich Kabak etwas und Córdova konnte durchstarten. Vom Türken bedrängt kam der Venezolaner im Sechzehner zum Abschluss, traf jedoch nur das innere Kreuzeck (45.).
Schalke kam etwas besser aus der Pause und hatte auch direkt die Chance auf die Führung. Einen Schuss von Nassim Boujellab konnte Ortega nur nach vorne abklatschen lassen. Brunner wollte ihm das Leder dann aus fünf Metern zurückköpfen und hatte Glück, dass der Schlussmann die Kugel in letzter Sekunde noch von der Linie kratzen konnte (47.).
Fabian Klos trifft zur Entscheidung
Doch dann folgte der Nackenschlag für die Knappen. Nathan de Medina flankte aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Klos komplett frei zwischen Sané und Oczipka stand. Der Routinier köpfte aus kurzer Distanz souverän ins rechte Eck (53.).
In der Folge war es ein sehr umkämpftes Spiel mit vielen Gelben Karten und Fouls im Mittelfeld. Bielefeld machte es clever und ließ keinen ruhigen Spielaufbau der Schalker mehr zu, was dazu führte, dass sie sich kaum noch Chancen herausspielen konnten. Córdova konnte über rechts in den Sechzehner eindringen, doch verfehlte das lange Eck aus 14 Metern (72.).
Fünf Minuten später versuchte es Kabak aus der Distanz, sein Versuch ging aber auch deutlich drüber. Die beste Chance der Schalker gab es dann, als der eingewechselte Amin Harit über links an die Grundlinie geschickt wurde und flach in den Rückraum spielte. Dort trat jedoch Raman über den Ball und der anschließende Schuss von Oczipka wurde geblockt (83.).
Die Stimmen zum Spiel:
Huub Stevens (Trainer von Schalke 04): "Von außen hatte ich den Eindruck, dass die Spieler alles gegeben haben. Aber wir hatten dann nicht das Quäntchen Glück und haben Fehler gemacht, durch die wir das Spiel dann verloren haben. [...] Ich weiß, in welcher Position wir uns befinden und wir können nur da rauskommen, wenn wir alle am gleichen Strang ziehen."
Sascha Riether (Koordinator der Lizenzspielerabteilung bei Schalke 04): "Nach dem Pokalspiel ist dann erst mal eine kleine Pause und dann müssen wir uns sortieren. Wir müssen die kleine Hinrunde analysieren und dann müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen für die Rückrunde. Das werden wir tun und dann werden wir voller Mut und Kraft wieder angreifen."
Manuel Prietl (Spieler von Arminia Bielefeld): "Wir haben gekämpft und den Abstiegskampf angenommen heute. Wir wussten, dass wir über den Kampf kommen müssen und kämpferisch hat es die ganze Mannschaft heute überragend gemacht."
Ritsu Doan (Spieler von Arminia Bielefeld): "Natürlich bin ich sehr glücklich dieses Spiel gewonnen zu haben. Wir haben zuletzt auch gut gespielt, aber jetzt haben wir uns endlich die Punkte geholt, gerade weil wir vor dem Spiel schon ein bisschen Druck hatten. Wir mussten heute clever agieren. [...] Das ist natürlich sehr wichtig für die Winterpause, jetzt können wir in Ruhe weiterarbeiten und uns auf das neue Jahr vorbereiten."
Das fiel auf: Keine Besserung, trotz Trainerwechsel
Auch wenn der Trainerwechsel auf Schalke gerade einmal einen Tag her ist und man in diesem kurzen Zeitraum keinen großen Effekt erwarten konnte, hatte man sich dennoch einen erhofft. Den Spieler kann man den Kampf und den prinzipiellen Willen nicht absprechen, doch am Ende war es einfach zu wenig, was gezeigt wurde. Vorne waren die Schalker einfach viel zu ungefährlich, um Bielefeld vor wirklichen Problemen zu stellen und in der Defensive war das Positionsspiel zum Teil vogelwild. Das war nun das 29. Spiel in Folge ohne Sieg und das gegen einen Gegner, der vor dieser Partie gerade einmal drei Zähler mehr sammeln konnte.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 10
Auch wenn es früh in der Saison ist, konnte man vor diesem Spiel mit Recht über einen Abstiegskampf-Kracher reden. Solche Spieler sind meistens mehr von Kampf und harten Zweikämpfen geprägt als von schönem Fußball. So war es auch heute der Fall, fußballerische Leckerbissen hat man vergeblich gesucht, dafür gab es sehr viele Fouls in der Partie. Davon wurde zehn mit Gelben Karten bestraft. Vier davon auf Bielefelder Seite und sechs bei Schalke.
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