Eine Pressekonferenz an der Säbener Straße vor dem bayerischen Derby beim FC Augsburg ist eigentlich "Business as usual". Eigentlich.
Und doch musste Hansi Flick einmal mehr zahlreiche Fragen der virtuell anwesenden Journalisten zu seinem Abwehrchef David Alaba beantworten, schließlich sollen der Österreicher und dessen Berater Pini Zahavi einen Vierjahresvertrag mit Real Madrid mit dem stattlichen Nettoeinkommen in Höhe von 11 Millionen Euro ausgehandelt haben.
Beide Parteien seien sich einig. Nur der Vertrag soll noch nicht unterschrieben sein, heißt es.
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Der in schwarzem Rollkragen-Pullover und dunkelgrauem Sakko gekleidete Flick beantworte die Fragen zur Transfer-Posse um Alaba wie man ihn kennt: ruhig und besonnen.
Und doch verriet seine fortwährendes Räuspern, dass die Situation für den 55-Jährigen alles andere als einfach ist: "Die Voraussetzungen sind eher so, dass er den Verein verlässt, damit muss man rechnen", sagte Flick und ergänzte: "Wenn ein Spieler mit dieser Qualität den Verein verlässt, ist es klar, dass man einen anderen Spieler holen muss, holen wird.

Flick fordert Alaba-Ersatz: "Der Verein muss jemanden holen"

Alaba wohl nicht mehr zu halten

"Die Hoffnung sterbe zwar zuletzt, meinte Flick, "aber ich weiß auch, dass es aktuell in eine Richtung geht, die für die Mannschaft einen Wechsel, eine Veränderung bedeutet. Änderungen sind ja oftmals für etwas Neues da und um die Entwicklung der Mannschaft voranzutreiben."
Laut dem spanischen Sportblatt Marca soll Alaba bereits einen Medizincheck absolviert haben. Das tat er dem Vernehmen nach aber aus versicherungstechnischen Gründen, nicht bei Real. Flick hätte Alaba gerne gehalten, wie er mehrfach betont hatte.

David Alaba vom FC Bayern

Fotocredit: Eurosport

"Natürlich ist David nicht nur auf dem Platz sehr wertvoll, aber das sind Dinge, die einfach passieren", sagte er. Konkretes habe er von Alaba aber noch nicht gehört: "Ich weiß nicht, wo der Weg hingeht." Er erlebe den Defensivspezialisten aktuell "sehr fokussiert" und unbeeindruckt von den Spekulationen.

Hernandez möglicher Alaba-Nachfolger

Wer Alaba ersetzen könnte? Angesprochen auf Rekordeinkauf Lucas Hernandez meinte Flick, er traue dem Weltmeister die Rolle des Abwehrchefs zu. Die Bayern werden aber mit Leipzigs Dayot Upamecano (Vertrag bis 2023) in Verbindung gebracht.
Meldungen vom Dienstag, wonach Alabas Wechsel zu Real bereits perfekt sei, dementierte dessen Vater George unterdessen. "Es ist noch keine Entscheidung gefallen, und David hat auch noch nicht bei Real unterschrieben", sagte er bei Sport1. Neben Real gebe es noch weitere Interessenten. Allen voran wohl den FC Barcelona, aber auch Jürgen Klopps FC Liverpool. Alaba kann die Bayern im Sommer ablösefrei verlassen.
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(mit SID)

Flick über Alaba-Gerüchte: "Die Hoffnung stirbt zuletzt"

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