Zu Beginn der ersten Halbzeit war Schalke die bessere Mannschaft. Die Knappen suchten immer wieder – mit vielen Spielern – den Weg in die Offensive. Mark Uth schloss von der Strafraumkante ab (11.), Matthew Hoppe brachte eine Bogenlampe aufs Tor, die Hertha-Keeper Alexander Schwolow Probleme bereitete (21.). Doch dann hatte Dodi Lukébakio eine Riesenchance, nachdem ihn Matheus Cunha perfekt im Strafraum bediente. Allerdings war sein Schuss zu unpräzise (23.).
Im Anschluss an diese Situation war Hertha besser – und Schalke kam aus der eigenen Hälfte kaum noch heraus. Die Berliner waren ballsicher, verlagerten das Spiel klug und kamen immer wieder gefährlich an den Strafraum. Schalke hatte noch eine große Chance durch Uth, der nach einem Diagonalball frei vor dem Tor auftauchte, aber an Schwolow scheiterte. In der 36. Minute landete dann ein geblockter Schuss von Cunha bei Mattéo Guendouzi, der stark ins rechte untere Eck schlenzte.
Damit war Schalke gebrochen. Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Knappen fast gar keine Offensivaktionen mehr, Berlin war dagegen spielfreudig unterwegs und spielte weitere Chancen heraus. In de 52. Minute spielte Cunha auf der rechten Seite Vladimír Darida an, der von der Grundlinie zurück in den Strafraum legte und dort Jhon Córdoba fand. Der Stürmer schob den Ball ins Netz.
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Drei Dinge, die auffielen: Schalke schiebt schon wieder Frust
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Schalke war verunsichert. Darida kreierte die nächste gefährliche Situation, die Schalke gerade so geklärt bekam (68.), Matija Nastasić trat über den Ball und ermöglichte fast die nächste Großchance für Lukébakio. In der Schlussphase spielte Darida einen Traumpass in den Lauf von Krzysztof Piatek, der den Ball Fährmann durch die Beine schob (80.). Darida hätte in der Nachspielzeit beinahe noch das 4:0 erzielt.

Die Stimmen:

Alexander Schwolow (Hertha BSC): "Wir haben ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Es war ein enges Spiel, wir haben ein bisschen Glück, dass wir nicht in den Rückstand geraten. Wir konnten uns dann aber deutlich steigern in der zweiten Halbzeit. Heute war der erste wichtige Schritt, wir wollen auf dem Weg weitergehen."
Mark Uth (Schalke 04): "Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit sind wir nicht wettbewerbsfähig. Ich hätte das 1:0 machen können, das nehme ich auf meine Kappe. Aber wir bekommen einfach zu viele Gegentore. In ein paar Situationen haben wir auch Pech. Aber von Glück zu reden ist schwierig, wenn du auswärts so klar verlierst. Die Verantwortlichen müssen auf dem Transfermarkt aktiv werden. Wir brauchen unbedingt Spieler, die uns sofort helfen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Das Schalker Problem mit Rückschlägen

Die Sieglos-Serie der Schalke – inzwischen wartet der Verein saisonübergreifend seit 30 Spielen auf einen Erfolg – ist ein Thema, das die Mannschaft schon die gesamte Saison mit sich rumschleppt. Was man dem Team bislang zumeist nicht vorwerfen konnte: mangelnden Wille und Laufbereitschaft. So war es auch gegen Hertha. Schalke arbeitete, Schalke lief, Schalke warf sich in die Zweikämpfe. Aber gegen Hertha war eben auch zu sehen, dass die Knappen mit Rückschlägen nicht umgehen können. Ein Gegentor, eine verpasste Großchance – und schon verliert die Mannschaft ihre Linie. Bis zum Gegentor durch Mattéo Guendouzi spielte Schalke stark, danach war Hertha die bessere Mannschaft – und zwar auch über die gesamte zweite Halbzeit spielte im Grunde nur Berlin.

Die Statistik: 2

Hertha BSC überzeugte mit einer offensivstarken und spielerisch ansehnlichen Leistung. Matheus Cunha hatte viele starke Aktionen, auch Mattéo Guendouzi war viel unterwegs. Aber für die Statik des Angriffsspiels war besonders Vladimír Darida wichtig. Die schnörkellosen und damit auch besonders effektiven Angriffe liefen über die rechte Seite. Der Tscheche lief immer wieder im Strafraum zur Grundlinie und flankte ins Zentrum. Einmal fand er dort Córdoba. Auch das 3:0 bereitete er durch einen ganz starken Chip-Ball vor. Krzysztof Piątek verwandelte sicher. Beinahe hätte Darida seine starke Leistung gekrönt, in der Nachspielzeit vergab er eine Großchance.
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