FC Schalke: Ozan Kabak sorgt für Spuck-Eklat gegen Werder Bremen
Abwehrspieler Ozan Kabak vom FC Schalke 04 hat bei der 1:3 (0:1)-Heimniederlage der Königsblauen gegen den SV Werder Bremen für einen handfesten Eklat gesorgt. Nach einer knappen halben Stunde checkte der 20-Jährige zunächst Gegenspieler Ludwig Augustinsson auf Höhe der Seitenlinie zu Boden (26.). Beim Vorbeilaufen spuckte Kabak anschließend in Richtung seines am Boden liegenden Gegenspielers.
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"Das habe ich nicht gemerkt", äußerte sich der sichtlich verdutzte Ludwig Augustinsson am "Sky"-Mikrofon, angesprochen auf die Spuck-Attacke von Gegenspieler Ozan Kabak und betonte:
"Schalke war über 90 Minuten frustriert und wir waren besser. Das ist kein Fairplay und hat nichts mit Fußball zu tun."
In die gleiche Kerbe schlug auch sein Trainer Florian Kohfeldt, der den Schalker Abwehrspieler für sein Verhalten scharf kritisierte. "Es ist eine sehr angespannte Situation auf Schalke, aber das ist natürlich ein absolutes Unding, was nicht auf den Fußballplatz gehört. Wenn man das gesehen hätte, hätte man keine Sekunde darüber nachdenken müssen, was passiert. Es ist eine glasklare Rote Karte", polterte der Werder-Coach.
Fall Kabak: Matthäus contra Wagner
Schiedsrichter Markus Schmidt und seinem Gespann war jene Situation jedoch entgangen. Auch Video-Assistent Sascha Stegemann sah offensichtlich keine Notwendigkeit, um zur Tat zu schreiten.
"Sky"-Experte Lothar Matthäus zeigte sich nach der unsportlichen Aktion von Kabak entrüstet und forderte eine harte Strafe. "Ich bin der Meinung, dass es Absicht war. Das muss ein Nachspiel haben und ich gehe davon aus, dass die DFL da eingreifen wird. Das ist mitunter das Schlimmste, was dir als Spieler passieren kann", so der 59-Jährige.
S04-Trainer David Wagner widersprach Matthäus dagegen und verteidigte dagegen seinen Schützling. "Es sieht auf jeden Fall unschön aus, aber ich kenne Ozan. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass das keine Absicht war. Ich weiß, es sieht aus, als wäre es Absicht, aber ich kenne Ozan. Das ist ein unglückliches Bild. Aber Ozan ist keiner, der jemanden absichtlich anspuckt. Ich werde erstmal mit ihm sprechen", urteilte Wagner bei "Sky".
Kabak entschuldigt sich: "War keine Absicht"
Wenige Stunden nach dem Eklat meldete sich der Übeltäter selbst zu Wort und entschuldigte sich bei Augustinsson.
"Es war keine Absicht, die Sicht von außen täuscht. Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch niemals tun, da es einfach unsportlich ist. In jedem Fall, Entschuldigung an Ludwig", schrieb er bei Twitter.
Auch wenn der türkische Nationalspieler in jener Szene zumindest vorläufig ungeschoren davonkam, wurde er in der 84. Minute mit etwas Verspätung von Schiedsrichter Markus Schmidt doch noch des Feldes verwiesen. Nach einem taktischen Foul an Bremens Joker Davie Selke sah der bereits verwarnte Kabak die Gelb-Rote-Karte.
"Am Ende hat er ja doch noch die Rote Karte gesehen", brachte es Augustinsson auf den Punkt.
Am Ausgang des Spiels änderte der Platzverweis jedoch nichts mehr. Werder gewann dank eines Dreierpacks von Niclas Füllkrug hochverdient mit 3:1 (1:0) auf Schalke und holte sich damit die ersten Zähler in der noch jungen Saison.
Kabak entschuldigt sich: "War keine Absicht
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