BVB - Reyna verzückt Dortmund: Der neue Poster-Boy dreht auf

Egal ob Jadon Sancho, Erling Haaland oder Giovanni Reyna - Borussia Dortmunds blutjunge Offensivkräfte strotzen gerade nur so vor Selbstvertrauen. Allen voran US-Boy Reyna, der sich beim 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach gleich in vielerlei Hinsicht ins Rampenlicht spielte. Aktuell ist der 17-Jährige nicht aus der Elf von Lucien Favre wegzudenken - zum Leidwesen von Julian Brandt und Marco Reus.

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Etwas mehr als eine Stunde waren am Samstagabend gespielt, als Giovanni Reyna die rund 10.000 Fans im Signal Iduna Park mit einem Kabinettstückchen noch einmal zum Staunen brachte.
Leichtfüßig leitete der erst 17-Jährige den Ball am Mittelkreis mit der Hacke durch die Beine von Gegenspieler Florian Neuhaus auf Axel Witsel weiter, der in der Folge den nächsten vielversprechenden Angriff der Schwarz-Gelben initiierte.
Auch wenn Borussia Dortmund zum Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach zu diesem Zeitpunkt bereits 2:0 führte, erfordert ein solches taktisch hochwertige Zuspiel durchaus Selbstvertrauen. Eben jenes hatte sich der Youngster in den vorherigen 61 Spielminuten hart erarbeitet.

Reyna gegen Gladbach heimlicher Matchwinner

Reyna erwies sich beim 3:0-Erfolg als Führungstorschütze (37.), seinem allerersten Treffer in der Bundesliga, nicht nur als Türöffner in einem bis dahin taktisch geprägtem Spiel, sondern holte wenig später geschickt den Strafstoß zum 2:0 durch Erling Haaland heraus (54.).
Ganz nebenbei brachte der US-Amerikaner bis zu seiner Auswechslung in der 79. Minute (für Julian Brandt) sage und schreibe 96,8 Prozent seiner Zuspiele an den Mann - ein sensationeller Wert für einen Offensivspieler.
"Es war ein guter Start in die Saison. Es war ein sehr aufregendes Spiel und es ist großartig, dass die Fans zurück sind. Obwohl nur knapp 10.000 da waren, hat es sich großartig angefühlt. Ein Tor zu erzielen und der Mannschaft zu helfen, macht es noch besser", gab sich Reyna am "Sky"-Mikrofon nach seinem Gala-Auftritt äußerst bescheiden. Dabei avancierte er neben Doppel-Torschütze Haaland zum heimlichen Matchwinner des Abends.
Es ist der vorläufige Höhepunkt einer nahezu beispiellosen Entwicklung des Sturmjuwels. Vor etwas mehr als einem Jahr, genauer im Juli 2019, wagte der damals 16-Jährige den Sprung von Übersee an den Borsigplatz. Knapp 15 Monate und 20 Pflichtspieleinsätze (drei Tore, drei Vorlagen) für die Profis des BVB später ist er mit seinem Tempo und seinem Spielwitz fast nicht mehr aus der ersten Elf von Trainer Lucien Favre wegzudenken.

Reus und Brandt droht dauerhaft die Bank

Sowohl im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg (5:0) als auch im Borussen-Duell in der Liga erhielt der Rechtsfuß den Vorzug vor den arrivierten Kräften Jullian Brandt und Kapitän Marco Reus. Die beiden Nationalspieler werden sich in den kommenden Wochen und Monaten strecken müssen, um an Reyna vorbeizukommen.
"Gio bringt sehr viel mit für einen Spieler, der erst 17 Jahre alt ist. Seine Bewegungen sind gut, er ist torgefährlich, auch als Vorbereiter. Er kann das Spiel gut lesen und ist sehr intelligent", schwärmte Favre bei "Sky".
Gemeinsam mit Jadon Sancho, Jude Bellingham und Haaland bildet Reyna ein brandgefährliches Offensiv-Quartett, das schon jetzt dazu bereit scheint, die Liga im Sturm zu erobern. "Es macht so viel Spaß mit den Jungs in meinem Alter - wie Jude, Jadon oder Erling. Das gibt viel Energie und viel Spannung. Es ist eine gute Truppe. Wir müssen aber weiterarbeiten", betonte Reyna.
Besonders mit Neuzugang Bellingham harmonierte der US-Boy zu Beginn der neuen Saison prächtig. Schließlich verstehen sich die beiden Youngster auch abseits des Platzes hervorragend, wie Reyna verriet: "Ich war so aufgeregt, als ich gehört habe, dass Jude zu uns wechselt - als er da war noch mehr. Zwischen Erling und Jadon bis zu mir sind es ein paar Jahre Unterschied, und jetzt ist jemand in meinem Alter da. Er ist ein guter Junge. Wir scherzen viel und machen uns übereinander lustig."

BVB: Reyna das zukünftige Aushängeschild?

Kein Wunder also, dass der BVB offenbar schon jetzt plant, den Kontrakt von Reyna langfristig auszuweiten. Der Shootingstar besitzt derzeit beim BVB einen Vertrag bis 2021, der sich jedoch laut übereinstimmenden Medienberichten am 13. November, dem Tag seines 18. Geburtstags, automatisch um zwei Jahre verlängert. Trotzdem soll der BVB nach Informationen des "Kicker" schon jetzt an einer Ausdehnung des Arbeitspapiers über 2023 hinaus arbeiten.
Bis es jedoch soweit ist, hat er mit der Borussia in dieser Spielzeit noch große Ziele. "Ich will dem Team so gut wie möglich helfen und eine wichtigere Rolle einnehmen. Es wird eine harte Saison mit vielen Spielen. Ich will Tore schießen und Assists erzielen", sagte Reyna am "Sky"-Mikrofon selbstbewusst.
Den Grundstein hierfür hat er bereits am Samstag mit seinem Gala-Auftritt gegen Gladbach gelegt.
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