Augsburg begann stark und erspielte sich früh die ersten guten Chancen. Zunächst erlief Iago ein Zuspiel und spielte flach in den Rückraum, wo jedoch ein Kölner Abwehrspieler vor Ruben Vargas klären konnte (8.). Direkt danach zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz, als Florian Niederlechner eine Flanke von Marco Richter mit dem Kopf verwandelte - der Stürmer befand sich dabei jedoch im Abseits (8.). Nur zwei Minuten später setzte sich Richter nach einem Einwurf links im Sechzehner durch, doch er scheiterte aus guter Position an Timo Horn.
Nach einem starken langen Pass von Sebastiaan Bornauw konnte Salih Özcan das Leder kontrollieren und drang über rechts in den gegnerischen Sechzehner ein. Der Mittelfeldakteur ging dann jedoch im Zweikampf mit Felix Uduokhai zu schnell zu Boden und bekam zurecht keinen Elfmeter dafür (19.). Köln schaffte es in der Folge, die Augsburger vom eigenen Sechzehner fernzuhalten und die Gäste wiederum ließen selber nichts zu. Das Spiel fand damit hauptsächlich im Mittelfeld statt.
Nach einer starken Einzelaktion von Noah Katterbach kam der Außenverteidiger aus 20 Metern zum Abschluss und holte einen Eckball heraus. Diesen brachte Ondrej Duda auf den kurzen Pfosten, wo sich Bornauw durchsetzen konnte. Der Belgier scheiterte per Kopf jedoch an Rafal Gikiewicz (35./36.). Kurz vor der Pause eroberte Uduokhai das Leder vor dem gegnerischen Sechzehner und bediente somit Niederlechner im Sechzehner, der freistand. Bornauw konnte den Stürmer im letzten Moment am Abschluss hindern, doch dieser stand sowieso im Abseits (44.).
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Köln spielte nach Wiederanpfiff auch vermehrt in der Offensive mit und verbuchte die erste gute Chance im zweiten Durchgang. Wolf zog mit einem starken Antritt von rechts in die Mitte und zog mit links ab. Tobias Strobl fälschte den Versuch noch ab und so konnte Gikiewicz das Leder nur über die Latte lenken (53.).
Augsburg wurde dann in der zweiten Halbzeit das erste Mal so richtig gefährlich durch einen direkten Freistoß von Daniel Caligiuri. Von links zirkelte er das Leder direkt auf den Kasten, doch Rafael Czichos lenkte den Versuch mit dem Kopf über das eigene Tor (63.). Eine Freistoß-Flanke von Duda klärte Niederlechner vor die Beine von Wolf, der freistehend aus 13 Metern abzog, doch das Tor verfehlte (69.).
In der 74. Minute zappelte das Leder zum zweiten Mal im Netz. Erneut war es Niederlechner, der Horn überwinden konnte. Der Angreifer befand sich allerdings wie schon in der ersten Hälfte im Abseits, sodass das Tor nicht zählte. Vorausgegangen war eine Kopfballvorlage von Richter nach einem Fehler von Czichos. Nur drei Minuten später wurde Horn erneut überwunden - und dieses Mal zählte der Treffer. Niederlechner spielte den Ball von der rechten Seite flach in die Mitte, wo sich Iago von Wolf löste und aus kurzer Distanz einschob.
In der Folge versuchte es Köln noch einmal mit einer Schlussoffensive, doch Richter hatte die Entscheidung auf dem Fuß. Der Angreifer bekam 23 Meter vor dem Kasten zu viel Platz und zog ab. Horn fischte den Versuch jedoch aus dem rechten Winkel (83.). Nach einer Flanke von Wolf köpfte Duda aus 15 Metern aufs Tor, doch verfehlte den Kasten nur knapp (89.). Nach einer abgewehrten Ecke zog der Slowene von rechts in die Mitte, blieb mit seinem Schuss jedoch an Strobl hängen (90.+1). Die darauffolgende Ecke verlängerte Wolf am ersten Pfosten mit dem Fuß, doch traf nur das Außennetz (90.+2).

Die Stimmen:

Markus Gisdol (Trainer vom 1.FC Köln): "Es ist bitter für uns. Wir haben ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Wir hatten gute Chancen. Wir haben ein enges Spiel verloren. Es fällt mir schwer, meine Mannschaft härter zu kritisieren. Analysieren und weiter. [...] Es war ein Spiel, bei dem sich beide Mannschaften schwer getan haben, Torchancen heraus zu spielen. Da haben wir noch Luft nach oben. Das begleitet uns schon länger, aber das stellt sich auch nicht von heute auf morgen um. Wir arbeiten daran."
Salih Özcan (Spieler des 1.FC Köln): "Ich fand eigentlich war das Spiel ausgeglichen. Ich glaube, Augsburg ist einmal durchgekommen und hat das Ding dann reingemacht. Alles in allem haben wir uns viel beeinflussen lassen, von dem ganzen Diskutieren und dem ganzen Reden. Dadurch waren wir bei unserer Arbeit nicht zu 100 % dabei. Und dann haben wir am Ende das Spiel verloren."
Marco Richter (Spieler des FC Augsburg): "2021 mit drei Punkten gestartet, das war eine Willensleistung ganz klar. Wir haben uns dann belohnt mit dem 1:0 und die drei Punkte nehmen wir auf jeden Fall sehr gerne mit. [...] Man sieht in so einem Spiel auch er (Florian Niederlechner) ackert, er rennt um sein Leben, er gewinnt die Zweikämpfe und hält die Bälle, deswegen ist er sehr, sehr wichtig für uns, vor allem in der Sturmspitze."
Florian Niederlechner (Spieler des FC Augsburg): "Man ist immer froh, wenn man eine Torbeteiligung hat, von dem her bin ich glücklich, ich bin aber umso glücklicher, wie wir heute aufgetreten sind. Es war ein sehr schwieriges und unheimlich wichtiges Spiel. Wir haben drei Punkte mit nach Augsburg genommen, ein super Tag."

Das fiel auf: Heimschwäche ohne Fans

Mit der Niederlage warten die Kölner nun seit 13 Heimspielen auf einen Sieg. Der letzte Heimsieg war der 3:0-Erfolg gegen Schalke 04 im Februar letzten Jahres. Das war gleichzeitig das letzte Heimspiel, das vor ausverkauften Rängen stattfand. Gleichzeitig ist die aktuell laufende Negativserie vor heimischer Kulisse Vereinsnegativrekord. In der laufenden Saison konnte der Effzeh lediglich zwei Zähler im RheinEnergieSTADION holen, sechs Mal verloren die Kölner.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 2

Zweimal dachte Florian Niederlechner am heutigen Abend, er würde seinen ersten Treffer in der laufenden Saison erzielen. Doch beide Male stand der Angreifer, der zumindest den Siegtreffer auflegte, im Abseits. Sein letztes Bundesliga-Tor erzielte der Stürmer am 33. Spieltag der vergangenen Saison gegen Fortuna Düsseldorf.
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