Nianzou Kouassi: Flick schwärmt vom Bayern-Juwel

Tanguy Nianzou Kouassi hat sich beim FC Bayern München nach seiner Oberschenkelverletzung wieder herangekämpft und zur Einwechselalternative gemacht. Vor der Bundesliga-Partie beim VfB Stuttgart (3:1) lobt Trainer Hans-Dieter Flick sein Defensivjuwel in den höchsten Tönen - und bringt ihn später erstmals. Weitere Einsätze sind wahrscheinlich, gerade weil Joshua Kimmich noch eine Weile ausfällt.

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"Er ist sehr weit", sagte Flick bei "Sky" über die Einsatzchancen von Tanguy Nianzou Kouassi, den der FC Bayern München im Sommer ablösefrei von Paris Saint-Germain verpflichtet hatte.
Zsolt Löw, Co-Trainer von Thomas Tuchel bei PSG, hatte Nianzou Kouassi unter der Woche im "Kicker" als "das größte Talent, das ich je gesehen habe" bezeichnet.
"Ich kann das bestätigen: Es macht einfach Spaß, mit so einem Jungen arbeiten zu können", meinte Flick am Samstag. Nianzou Kouassi habe sich bereits gut bei Bayern integriert. "Dafür, dass er erst knapp drei Monate da ist, ist er auch mit seinem Deutsch sehr weit. Das ist schon hervorragend."
Flick schwärmte weiter: "Er ist ein Genuss auf dem Trainingsplatz. Er ist sehr positiv, hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Mir macht's total Spaß mit ihm." Bei seiner Verpflichtung hatte Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic den Spieler schon als "einen der besten Spieler Europas im Jahrgang 2002" angepriesen.

Nianzou Kouassi feiert Bayern-Debüt

Gegen den VfB war es nach 68 Minuten so weit: Nianzou Kouassi kam für den angeschlagenen Jérôme Boateng zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für Bayern. "Tanguy ist heute in ein Spiel reingeschmissen worden, das nicht ganz so einfach war. Von daher kann er stolz sein", sagte Flick nach dem 3:1: "Ich freue mich, dass er sein erstes Spiel gemacht hat."
Auf lange Sicht soll Nianzou Kouassi bei Bayern den arrivierten Innenverteidigern Konkurrenz machen, vielleicht sogar schon ab Sommer Jérôme Boateng (Vertrag läuft aus) ersetzen. So prognostizierte es auch Ralf Rangnick vergangene Woche im "Sport1-Doppelpass": "Wenn er gesund bleibt, wird er spätestens in ein bis zwei Jahren Stammspieler sein."
Nianzou Kouassi sei ein "Ausnahmetalent" und werde laut Rangnick, der ihn gerne zu RB Leipzig geholt hätte, "einer der besten Innenverteidiger der nächsten zehn Jahre". Rangnick arbeitete bis Sommer als Head of Sport and Development Soccer bei Red Bull.

Nianzou Kouassi wird behutsam aufgebaut

Wie Flick unlängst erklärte, habe der gebürtige Pariser in den vergangenen Wochen "gewissenhaft an seiner Fitness und seinen Defiziten gearbeitet". Nianzou Kouassi hatte sich im September bei der französischen U20 eine komplizierte Verletzung in der vorderen Oberschenkelmuskulatur zugezogen.
Am Freitag hatte Flick mitgeteilt, dass Nianzou Kouassi noch "nicht bei hundert Prozent" sei: "Das kann er auch nicht sein, weil er einfach die Spielpraxis, den Spielrhythmus nicht hat."
Weil sich das schon vor Saisonstart abgezeichnet hatte, hatte Bayern den 18-Jährigen auch nicht für den Kader für die Gruppenphase der Champions League nominiert.

Nianzou Kouassi auch eine Alternative im Mittelfeld

Prinzipiell sei der Innenverteidiger jedoch "mit Sicherheit sehr entwicklungsfähig", so Flick.
Für Salihamidzic war jedoch im Sommer schon klar, "dass er bei uns eine große Karriere machen wird und eine absolute Verstärkung ist".
Das große Plus von Nianzou Kouassi: Er ist nicht auf die Innenverteidigung beschränkt, kann auch auf der Sechs spielen. Und dort hat Bayern durch die Meniskusverletzung von Joshua Kimmich durchaus kurzfristig Bedarf. Vor allem, weil sich gegen Stuttgart Corentin Tolisso erneut verletzte (linker Oberschenkel) und auch Javi Martínez am Ende humpelte ...
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Quelle: Perform

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