Es war zumindest keine weitere schlechte Nachricht für den FC Bayern München, die Thomas Müller am Wochenende über seine Kanäle in den sozialen Netzwerken verbreitete. Der Führungsspieler meldete sich aus der Corona-Quarantäne und machte Hoffnung auf ein baldiges Comeback.
"Ich bin wieder gesund, fühle mich gut. Man muss natürlich trotzdem noch abwarten und vorsichtig sein, bevor es dann wieder wirklich in Richtung härteres Training geht", sagte er.
Wann der Offensivspieler wieder mitwirken kann, ist noch nicht sicher. Vor dem 6. März (gegen Borussia Dortmund) ist aber wohl nicht mit ihm zu rechnen.
Bundesliga
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Wie dringend er gebraucht wird, wurde beim Patzer gegen Eintracht Frankfurt einmal mehr deutlich. Er ist der verlängerte Arm von Trainer Hansi Flick, spricht viel, kommandiert, dirigiert, delegiert. Das Team kann sein Fehlen in der aktuellen Verfassung nicht kompensieren.

FC Bayern: Deutliche Defizite

Es sind Defizite, die natürlich auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nicht entgangen sind. Im "Aktuellen Sportstudio" im "ZDF" kritisierte er, die Mannschaft sei "zu inkonsequent, wir ersparen uns manchmal die letzten Meter".
Die Klub-Weltmeister sind nach ihrem historischen Ausflug nach Katar unsanft im grauen Alltag gelandet - und haben unfreiwillig für neue Spannung an der Spitze gesorgt. Erst das ernüchternde Remis gegen Bielefeld, nun die Niederlage in Frankfurt, dazu die Corona-Problematik und große Personalsorgen: Die Sorgen sind für die Bayern vor den wegweisenden Wochen mit dem Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale am Dienstag bei Lazio Rom (21:00 Uhr im Liveticker) akut.
"Wir haben turbulente Tage hinter uns, das darf man nicht vergessen", erklärte Flick, der um Verständnis für die indiskutable erste Halbzeit bei den Hessen warb. Die Häufung der positiven Corona-Tests, zuletzt bei Müller und Benjamin Pavard, hatten für Unruhe gesorgt und den Klub durchgerüttelt. Dass sich Corentin Tolisso vor dem Spiel schwer verletzte und Serge Gnabrys Einsatz in Rom offen ist, verschärft die Lage weiter.

Bayern-Trainer Hansi Flick bei der Niederlage in Frankfurt

Fotocredit: Getty Images

"Die ganze Saison ist anstrengend", sagte Rummenigge. Die Mannschaft spiele "jeden dritten Tag und die Spieler sind natürlich beansprucht". Auch deshalb kommt nun neuer Schwung ins Rennen um die Meisterschaft: RB Leipzig gewann am Sonntag bei Hertha BSC souverän mit 3:0 (1:0). Der Vorsprung auf die Sachsen, der vor zwei Wochen noch sieben Punkte betrug, schrumpfte auf zwei Zähler. Es gebe viele Fans, "die das vielleicht gut finden, weil die Spitze ein Stück enger zusammengerückt ist", gab Rummenigge zähneknirschend zu.
Und während Flick nach dem Ausrutscher bei den starken Frankfurtern insbesondere die positive Reaktion nach der Halbzeit hervorhob, polterte auch Kapitän Manuel Neuer. "Wir haben nicht aus dem Bielefeld-Spiel gelernt. So reicht es gegen solch eine Mannschaft nicht."
Um die Saisonziele nicht zu gefährden, insbesondere im Hinblick auf die "Königsklasse", richtete Rummenigge einen Appell an das Team. "Wir müssen ein Stück konzentrierter, ein Stück engagierter spielen", forderte der Bayern-Boss, der sich vor allem Leroy Sané und Niklas Süle wegen ihres zu laschen Verhaltens in der Abwehr vorknöpfte: "Das sind Fehler, die nicht passieren dürfen."

Defensive bleibt Baustelle

Die Defensive bleibt ohnehin angesichts von 31 Gegentoren nach 22 Spielen die große Baustelle - so schlecht war der Rekordmeister zuletzt vor 29 Jahren.
Leon Goretzka, der ein vielversprechendes Comeback nach überstandener Corona-Infektion hinlegte, sah das ganz ähnlich. Normalerweise, erklärte der Nationalspieler, sei es die große Qualität des FC Bayern, dass er in Spitzenspielen wie gegen die Eintracht da sei. "Gegen Frankfurt war das nicht der Fall", sagte er und kündigte dennoch auch in Richtung all derer an, die sich über Patzer der Münchner freuen: "Wir werden schauen, dass wir die Antworten in den kommenden Spielen auf dem Platz geben."
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(mit SID)

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