Der 1. FC Köln erwischte einen guten Start ins Spiel und ließ dem VfL Wolfsburg wenig Luft zum Atmen. Der FC störte in Ballbesitzphasen der Hausherren früh und ließ die Wölfe kaum zur Entfaltung kommen. Das machte sich bei Wolfsburg in vielen Fehlpässen im letzten Drittel bemerkbar.
Nach gut zehn Minuten wagten die Gäste auch in der Offensive mehr und hatten sogar die große Chance, früh in Führung zu gehen. Jonas Hector (14.) traf nach einer Flanke von Noah Katterbach aus kurzer Distanz nur die Latte.
Der FC blieb gut im Spiel und hätte wieder durch Hector (18.) das erste Tor des Tages erzielen können. Der Kapitän kam aus 16 Metern frei zum Abschluss, zielte allerdings einen Meter neben den Kasten.
Champions League
Hinten wild, vorne harmlos: Wolfsburg patzt in Salzburg
VOR 18 STUNDEN
Wolfsburg tat sich in den ersten 45 Minuten extrem schwer. Xaver Schlager (33.) hatte den einzigen gefährlichen Torschuss, sein Schlenzer aus 15 Metern flog nur knapp an Timo Horns Tor vorbei.
Köln war zwar die bessere Mannschaft, doch die klaren Torchancen fehlten den Gästen. Ein Distanzschuss von Hector (34.) war vor der Pause noch die beste Gelegenheit, der Ball segelte allerdings über die Latte.
In der zweiten Halbzeit zeigte der VfL sein gewohntes Gesicht. Die Mannschaft von Oliver Glasner übernahm die Kontrolle und drückte Köln in die eigene Hälfte.
Der Ex-Kölner Yannick Gerhardt (49., 57.) hatte zwei Chancen zur Führung, doch ein Schuss aus 14 Metern flog knapp am Tor vorbei, ehe er einen Kopfball aus freistehender Position zu zentral auf das Tor brachte.
Wolfsburg blieb am Drücker und belohnte sich letztlich für den Willen. In einer kuriosen Szene rempelte Wout Weghorst seinen Mitspieler Maximilian Philipp um und leitete den Ball im Liegen zu Josip Brekalo (69.) weiter, der aus 14 Metern den Ball leicht abgefälscht zum Tor des Tages versenkte.
Mit der Führung im Rücken kam Weghorst noch zu drei Torabschlüssen (73., 75., 90.+2), doch Horn entschärfte alle Versuche sicher.
Die Kölner hätten mit dem ersten Torschuss des zweiten Durchgangs fast den Ausgleich erzielt, doch Ellyes Skhiri köpfte eine Flanke von Florian Kainz (90.+4) freistehend aus kurzer Distanz über den Kasten von Koen Casteels.
Damit bleibt der VfL klar auf Champions-League-Kurs, Köln bleibt nur dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Arminia Bielefeld auf dem Relegationsplatz.

Die Stimmen:

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Das war ein richtig dreckiger Sieg. Die erste Halbzeit war bodenlos schlecht von uns, da muss Köln auch in Führung gehen. Wir haben uns dann in der Kabine berappelt, da haben wir gemeinsam mit dem Trainer deutliche Worte gefunden. Momentan stehen wir oben, da hat man auch mal das Glück, durch so ein dreckiges Tor das Spiel zu gewinnen. Aber so können wir nicht jede Woche auftreten. Wir müssen unsere Lehren aus dem Spiel ziehen."
Raphael Czichos (1. FC Köln): "Wenn man sieht, wie das Tor fällt, dann ist das schon extrem bitter. Wir haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht, haben Wolfsburg vor richtig große Probleme gestellt. Der VfL war in den zweiten 45 Minuten besser. Jetzt stehen wir wieder hier und haben keine Punkte und müssen wieder analysieren, woran es gelegen hat. Aber wenn man unsere Leistung heute sieht, dann kann man darauf aufbauen. Wir waren in den Zweikämpfen präsent und haben gut dagegen gehalten."

Das fiel auf: Wolfsburgs zwei Gesichter

Der VfL spielte eine sehr schwache erste Halbzeit und hatte Glück, dass sie nicht in Rückstand geraten sind. In den zweiten 45 Minuten waren die Hausherren wie ausgewechselt, erspielten sich einige gute Angriffe und gingen folgerichtig in Führung. Für Wolfsburgs Klasse spricht zudem, dass der VfL bis auf Skhiris Abschluss in der Nachspielzeit nahezu nichts mehr zuließ und den Vorsprung souverän verwaltete.

Der Tweet des Spiels:

Die Statistik: 27

Wolfsburg bleibt in der Spur und holte gegen Köln den 27. Punkt aus den letzten elf Bundesliga-Spielen. Mit dieser Form ist die Champions-League-Qualifikation sieben Spiele vor Schluss nur noch Formsache.
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