Borussia Dortmund dreht Zwei-Tore-Rückstand gegen Eintracht Frankfurt - und schließt zum FC Bayern auf

Was für ein Comeback! Borussia Dortmund hat bei Eintracht Frankfurt einen Zwei-Tore-Rückstand in einen Sieg verwandelt. 3:2 hieß es am Ende aus Sicht der Schwarz-Gelben. Rafael Borré hatte Frankfurt mit einem Doppelpack in Front gebracht (15., 24.). Der BVB kam erst nach der Pause ins Spiel. Thorgan Hazard (71.), Jude Bellingham (87.) und Mahmoud Dahoud (89.) schossen die drei Punkte heraus.

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

Borussia Dortmund kam gegen die vor der Winterpause so formstarken Frankfurter stark aus den Startlöchern und wäre nach zwei Minuten um ein Haar in Führung gegangen. Nach einem überragenden langen Ball von Mats Hummels kam Thomas Meunier in der rechten Strafraumhälfte zum Abschluss und zwang SGE-Keeper Kevin Trapp mit seinem Außenristschuss zu einer Glanztat. Mit den Fingerspitzen lenkte Trapp den Ball noch an den Außenpfosten und verhindert so die frühe BVB-Führung (2.).
Die Dortmunder legten eine enorm engangierte Anfangsphase hin und mussten dennoch nach einer Viertelstunde den ersten Gegentreffer hinnehmen. Nach Freistoßflanke von Filip Kostic ließ die BVB-Defensive Rafael Borré zu viele Freiheiten. Der Kolumbianer lenkte den Ball Richtung mit der Innenseite Richtung rechte Ecke, wo Gregor Kobel keine gute Figur abgab und den haltbaren Ball nicht entscheidend klären konnte (15.).
Der BVB präsentierte sich in den folgenden Minuten vollkommen von der Rolle und servierte den Hausherren das 2:0 auf dem Silbertablett. Beim Versuch nach einer Kostic-Flanke im eigenen Strafraum ließ Marco Reus den Ball zunächst zu weit vom Fuß springen. Borré nutzte den technischen Fehler des BVB-Kapitäns eiskalt aus und traf aus acht Metern flach in die linke Ecke (24.).
Wenig später hatten die Gäste zudem noch Glück, als Evan N´Dicka nach einer der zahlreichen Kostic-Flanken nur den Pfosten traf (30.). Doch auch der BVB war mit dem Glück in Durchgang eins nicht im Bunde: Erst parierte der überragende Trapp einen Hummels-Kopfball auf der Linie, den Nachschuss setzte Donyell Malen aus kurzer Distanz ebenfalls an den Pfosten (45.+2).

BVB dreht nach der Pause auf

Bis auf einen Abschluss von Jesper Lindström, den Kobel kurz nach Wiederbeginn vereitelte (47.), plätscherte das Spiel lange vor sich hin, ehe der eingewechselte Thorgan Hazard in der 71. Minute die Hoffnung für die Borussia zurückbrachte. Nach Steckpass von Erling Haaland blieb der Belgier frei vor Trapp ruhig und schob dem Torwart die Kugel flach zum 1:2 durch die Beine (71.).
Der BVB drängte in der Folge gegen immer passivere Frankfurter auf den Ausgleich und belohnte sich in der 87. Minute für die Drangphase. Nach Flanke von Meunier kam Jude Bellingham am Fünfer freistehend zum Kopfball und wuchtete den Ball zum 2:2 über die Linie (87.).
Doch der BVB hatte noch nicht genug und schaffte nur zwei Minuten später tatsächlich noch den Lucky Punch. Nach einer Klärungsaktion von Martin Hinteregger gegen Haaland setzte Mahmoud Dahoud nach und schlenzte die Kugel aus 17 Metern unhaltbar zum viel umjubelten 3:2-Siegtreffer in die rechte Ecke (89.).

Die Stimmen:

Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): "Solche Topspiele werden am Ende durch Kleinigkeiten entschieden. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir zu viel verwaltet haben und die Lösungen nach vorne nicht mehr gesucht haben."
Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund): "Wir sind gut reingekommen und haben dann zu viele Fehler gemacht. Es ist zu einfach, gegen uns torgefährlich zu werden. Mit dem 2:1 kam der Glaube zurück. Ein sehr schöner und vor allem wichtiger Sieg."
Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Wir waren in der ersten Halbzeit manchmal etwas konfus, in der zweiten Halbzeit haben wir ein gute Reaktion gezeigt. Am Ende haben wir einen geilen, emotionalen Sieg eingefahren. Wir geben trotzdem immer noch zu viele Gegentore zu leicht her."
Emre Can (Borussia Dortmund): "Diese Siege schmecken besonders gut. Wir haben nach der ersten Halbzeit alle noch daran geglaubt. Nach der Pause haben wir es sehr gut gemacht und eine starke Reaktion gezeigt."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Dortmunds zwei Gesichter

Nachdem der BVB in Durchgang eins Gegentore nach einem Standard sowie einem individuellen Fehler kassiert hatte, schien die Rose-Elf zunächst in alte Muster zurückzufallen. In der Phase nach dem 0:2 wirkten die Gäste fahrig und leisteten sich zahlreiche unkonzentrierte Ballverluste schon in der eigenen Hälfte. Nach dem Seitenwechsel ging durch Hazards Anschluss sichtbar ein Ruck durch die Mannschaft, die in der Folge wie entfesselt auf den Ausgleich drückte. 13 seiner 20 Torschüsse gaben die Schwarz-Gelben nach der Pause ab - Mut, der sich schlussendlich auszahlen sollte.

Die Statistik: 2013

Der BVB hat zum ersten Mal seit 2013 wieder ein Bundesliga-Auswärtsspielen in Frankfurt gewonnen. Vor fast neun Jahren hatte die Borussia beim 2:1 unter Trainer Jürgen Klopp durch einen Doppelpack von Henrikh Mkhitaryan zuletzt bei der SGE über drei Punkte gejubelt.
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Quelle: Eurosport

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