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Bundesliga: Union Berlin siegt dank Blackout von Jonas Hector gegen harmlosen 1. FC Köln
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Publiziert 01/04/2022 um 22:25 GMT+2 Uhr
Der 1. FC Köln muss im Kampf um das europäische Geschäft einen herben Rückschlag hinnehmen. Bei Union Berlin unterlagen die Domstädter am Freitagabend 0:1 (0:0). Dem entscheidenden Treffer durch Taiwo Awoniyi war ein kapitaler Fehlpass von Kölns Routinier Jonas Hector vorausgegangen (49.). Die Geißböcke rangieren nach der Niederlage auf Rang acht, während der FCU auf Platz sieben vorrückte.
FC Union Berlin - 1. FC Köln
Fotocredit: Getty Images
Nach der zweiwöchigen Länderspielpause taten sich sowohl Union Berlin als auch der 1. FC Köln im ersten Durchgang spielerisch enorm schwer und tauchten nur selten gefährlich vor des Gegners Tor auf. Den ersten ernstzunehmenden Abschluss des Spiels verbuchte per Kopfball Kölns Mark Uth, der eine Ehizibue-Flanke zwei Meter neben den linken Pfosten setzte (22.).
Union legte den Fokus in Durchgang eins auf eine stabile Defensive und kam mit Sheraldo Beckers Abschluss aus spitzem Winkel (26.) sowie Rani Khediras Distanzschuss (35.) zu lediglich zwei ordentlichen Gelegenheiten.
Die über weite Strecken ebenfalls ideenlosen Kölner wussten mit ihren Ballbesitzvorteilen kaum etwas anzufangen. FC-Kapitän Jonas Hector vergab infolge eines in der Entstehung bezeichnenderweise zufälligen Flipper-Zuspiels über Uth und Trimmel noch die beste FC-Chance in Hälfte eins (39.).
Jener Hector war es auch, der die Kölner mit einem folgenschweren Blackout ins Hintertreffen brachte. Der Ex-Nationalspieler übersah bei seinem Rückpass auf Keeper Marvin Schwäbe Gegenspieler Taiwo Awoniyi und musste mit ansehen, wie der Nigerianer aus neun Metern unbedrängt sein zwölftes Saisontor erzielte (49.).
Union blieb auch nach der Führung das offensiv etwas gefälligere Team, Timo Baumgartl köpfte einen Freistoßflanke von Nico Gießelmann aus spitzem Winkel ans Außennetz (63.).
Die Gäste aus Köln enttäuschten offensiv ohne den verletzten Toptorjäger Anthony Modeste auf ganzer Linie und brachten im gesamten zweiten Durchgang – bis auf einen als Flanke gedachten Schaub-Freistoß in den Schlusssekunden - keinen einzigen Torschuss zustande.
Die Stimmen:
Christopher Trimmel (Union Berlin): "Es war ein hartes Spiel zwischen zwei Mannschaften mit einer Riesenmentalität. Wir wussten, dass Köln über Flanken gefährlich ist. Das wollten wir verhindern und das ist uns gut gelungen."
Robin Knoche (Union Berlin): "Schön, dass die Fans wieder zurück sind. Beide Mannschaften haben sehr intensiv gearbeitet. Für den Feinschmecker war das nicht viel vor dem Tor, aber heute zählen nur die Punkte."
Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln): "Wir haben 0:1 durch einen Fehler verloren, der passieren kann. Wir konnten uns vorne nicht durchsetzen und wir haben den einen Fehler gemacht. Damit muss man dann auch leben. Wir haben heute insgesamt zu viele Geschenke gemacht."
Jonas Hector (1. FC Köln): "Es war ein umkämpftes Spiel mit relativ wenigen Torchancen. Im letzten Drittel waren wir nicht zielstrebig und zwingend genug. Beim Gegentor wollte ich zum Torwart passen und spiele den Ball zu weit nach vorne. Dann ist das leider so passiert."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Pechvogel Hector
Kölns in der Regel zuverlässiger Kapitän Jonas Hector erwischte gegen Union Berlin keinen guten Tag und hatte am Ende große Mitverantwortung an der Kölner Niederlage in Berlin. Sein unerklärlicher Blackout, bei dem er vom linken Strafraumeck einen unbedrängten Pass auf Torhüter Schwäbe spielen wollte, wurde zur perfekten Vorlage für Awoniyi. Hector hatte den Nigerianer nicht auf der Rechnung, blieb direkt nach seinem missglücktem Pass wie zur Salzsäule erstarrt stehen und sah das Unheil sofort kommen.
Die Statistik: 761
Erstmals seit mehr als zwei Jahren - seit genau 761 Tagen - war das Stadion an der Alten Försterei inklusive Rückkehr der Union-Ultras mit 22.012 Zuschauern wieder komplett ausverkauft.
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Quelle: Perform
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