BVB: Dan-Axel Zagadou kämpft um neuen Vertrag - letzter Anlauf bei Borussia Dortmund

Dan-Axel Zagadou gab beim 5:0-Erfolg von Borussia Dortmund gegen Besiktas sein Startelf-Comeback nach knapp neun Monaten. Dabei deutete der Franzose zum wiederholten Male an, dass er alles mitbringt, um in Zukunft die geplante tragende Rolle in der BVB-Defensive zu spielen. Sein fragiler Körper stand einem dauerhaften Durchbruch bislang im Weg. Die Zeit bis Weihnachten wird entscheidend.

Dan-Axel Zagadou

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Kein Tweet, kein Instagram-Post, keine pathetischen Zeilen auf Facebook.
Dan-Axel Zagadou nahm sein Startelf-Comeback nach fast neun Monaten Verletzungspause (Knieverletzung) beim 5:0-Sieg gegen Besiktas scheinbar einfach so hin.
Höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der soziale Medien bei Profisportlern im wahrsten Sinne des Wortes zum Tagesgeschäft gehören.
Zagadou aber nutzt Twitter, Instagram und Co. nicht zur eigenen Markenbildung. Wahrscheinlich auch deshalb, weil es in jüngerer Vergangenheit aufgrund ständiger Ausfälle reichlich wenig Erfreuliches zu berichten gab.
Der Kantersieg gegen die "Kara Kartal", die Schwarzen Adler, hätte ein freudestrahlendes Bild des 22-Jährigen auf den eigenen Profilen jedoch gerechtfertigt. Zagadou gehörte zu den besten Dortmundern. Einmal mehr war zu erkennen, warum der Franzose vereinsintern hohe Wertschätzung genießt und warum man sich vor zweieinhalb Jahren für seinen Verbleib stark machte.

Zagadou oder Diallo? Einer musste gehen

Damals traf man beim BVB eine mutige Entscheidung.
Mats Hummels wurde für rund 35 Millionen vom FC Bayern zurück in den Pott geholt, um der jungen, hochveranlagten schwarz-gelben Defensivreihe um Abdou Diallo, Manuel Akanji und eben Zagadou die bitter nötige Erfahrung hinzuzufügen.
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Mats Hummels - Borussia Dortmund

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Klar war durch den Transfer aber auch, dass nun ein Überangebot an Innenverteidigern bestand und man sich von mindestens einem würde trennen müssen.
Zur Überraschung vieler ließen die Verantwortlichen den in der Hierarchie ganz oben stehenden Diallo, Königstransfer aus dem Sommer 2018, und nicht etwa den noch deutlich ungeschliffeneren Zagadou von dannen ziehen. Ein klares Bekenntnis zum damals 19-Jährigen, der bis dato gerade einmal in 28 Bundesligaspielen für den BVB auf dem Rasen stand.

Dan-Axel Zagadou: Immer wieder Verletzungen

Doch seitdem ließ Zagadous fragiler Körper nur 26 weitere Bundesligaspiele zu, immer wieder bremsten ihn kleinere und größere Verletzungen aus. Ganze 77 Pflichtspiele verpasste "Daxo" für den BVB aufgrund von Verletzungen oder fehlender Fitness.
Die in ihn gesetzten Hoffnungen, im Schatten von Hummels zum neuen Abwehrboss zu reifen, konnte der schüchterne Abwehrhüne so bislang nicht erfüllen. Nun wagt er ein weiteres, vermutlich finales, Comeback in Schwarz und Gelb.
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Dan-Axel Zagadou

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Vereinsintern hat sich die Meinung über Zagadou jedenfalls nicht geändert. Von den Anlagen her ist er der mutmaßlich kompletteste Innenverteidiger im Verein.
Zagadou misst 1,96 Meter, ist selbstredend kopfballstark und dank seiner enormen Physis im Zweikampf nur schwer ins Taumeln zu bringen. Trotz seiner bulligen Erscheinung ist er jedoch sehr beweglich und wartet mit feinem linken Fuß auf. Sein hervorragendes Aufbauspiel ist nicht immer risikofrei, sorgt aber nicht selten für schnelles Überspielen gegnerischer Reihen und damit für Überzahlsituationen im Umschaltspiel.
Hinzu kommt ein beachtliches Tempo - Hummels große Schwäche.

Der BVB muss die Zukunft der Innenverteidigung planen

Gerade mit Blick auf den Weltmeister von 2014 wird deutlich, dass Dortmund schleunigst die Weichen für die Zukunft in der Innenverteidigung stellen muss. Hummels ist 32 Jahre alt, neben dem offensichtlichen Tempoverlust ist auch die alte Souveränität ein Stück weit verloren gegangen.
Im Topspiel gegen den FC Bayern war er an allen drei Gegentreffern beteiligt, auch wenn man ihn beim zwischenzeitlichen 1:2 von jeglicher Schuld freisprechen muss. Hummels hebt den BVB an guten Tagen zwar noch immer auf ein höheres Level, Dortmunds bester Innenverteidiger ist er aber nicht mehr.
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Der verletzte Dan-Axel Zagadou feiert den Pokalsieg in Berlin

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Genau diesen Status könnte aber Zagadou eines Tages inne haben - wenn der Körper hält und der im Sommer 2022 auslaufende Vertrag verlängert wird. Eine erste Kontaktaufnahme hat es den "Ruhr Nachrichten" zu folge schon im Sommer gegeben, dann jedoch wurden die Gespräche vertagt.
"Wichtig ist zunächst einmal, dass der Junge wieder Sicherheit bekommt und Tritt fasst. Er hatte unglaubliches Verletzungspech, aber er weiß, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist, wenn er gesund ist", hieß es im September von Sebastian Kehl.

Vertragsverlängerung wird kein Selbstläufer

Gesund ist Zagadou nun - und bis Weihnachten wird er aufgrund des Ausfalls von Manuel Akanji (Eingriff am Knie) womöglich auch eine tragende Rolle spielen.
Möglich, dass man sich in der Winterpause dann mit Spieler und Berater zusammensetzt, um über einen neuen Vertrag zu beraten. Ein Selbstläufer dürften die Gespräche ob der großen Verletzungsanfälligkeit des 22-Jährigen nicht werden, auch wenn der Spieler selbst im Juli dieses Jahres schon verlauten ließ, dass er sich eine Verlängerung beim BVB vorstellen könne.
Wenn der Körper aber mitspielt und den Belastungen des Profifußballs endlich auch über einen längeren Zeitraum standhält, wird sich auch der BVB nicht gegen eine Unterschrift stellen. Die Unsicherheit über Zagadous Fitnesszustand dürfte in den Gesprächen dennoch Thema sein.
Eines steht fest: Die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, ob es für den hochveranlagten "Daxo" in der kommenden Saison beim BVB weitergeht.
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Klopp schaltet in Begeisterungsmodus: "Einfach unglaublich"

Quelle: Perform

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