Es ist kein alltägliches Gerücht: Laut der spanischen "AS" denkt der FC Bayern über eine Verpflichtung von Cristiano Ronaldo nach. Der deutsche Rekordmeister bereite einen "großen Tausch" vor: CR7 für Lewy.
Es wäre ein spektakulärer Ersatz für den weiterhin abwanderungswilligen Robert Lewandowski. Der Pole soll laut übereinstimmenden Medienberichten einen Wechsel zum FC Barcelona anpeilen. Auch der portugiesische Superstar soll auf der anderen Seite mit einem Abgang aus Manchester kokettieren.
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Laut dem Bericht des spanischen Mediums soll das Umfeld von CR7 bereits vom Interesse der Münchner wissen. Demnach steht die Vertretung des fünffachen Ballon d'Or-Siegers den Plänen positiv gegenüber. "Sein nächstes Ziel könnte München sein", schreibt die Zeitung.
Das dementierte allerdings Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic. "Cristiano Ronaldo ist ein Topspieler mit einer herausragenden Karriere. Das Gerücht, das im Umlauf ist, ist allerdings ein Gerücht, an dem nichts dran ist", sagte der Bosnier bei "Sky".

Braucht Bayern noch Ersatz für Lewandowski?

Dass die Bayern jedoch trotz des mehrfachen "Basta" in Richtung Lewandowski doch noch im Sommer Ersatz für den Polen benötigen werden, scheint nach wie vor wahrscheinlich. Der Ablöse-Poker ist in die nächste Runde gegangen, der FC Barcelona soll inzwischen 35 Millionen Euro bieten - aus Sicht der Münchner weiterhin viel zu wenig.
Für den Fall, dass sich Barça den angeblich geforderten 50 Millionen noch klarer annähern sollte, plane der FC Bayern "einen der wichtigsten Transfers seiner Geschichte", schreibt "AS", "einen spektakulären Coup" - mit Ronaldo. Und das Interesse der Münchner sei bei diesem sogar schon auf Gegenliebe gestoßen.
"Wir sind Bayern München. Wir haben immer die Chance, auch bei großen Stars mitzubieten", sagt Bayern-Trainer Julian Nagelsmann in einem klubeigenen Interview.

Kahn schwärmte von Ronaldo-Dimensionen

Das habe der spektakuläre Deal mit Stürmerstar Sadio Mané gezeigt. "Manchmal", gibt der Coach aber zu bedenken, "kommen wir an finanzielle Grenzen, gerade wenn die Jungs in England spielen".
Vor dem Hintergrund der neuen Spekulationen um Ronaldo und den FC Bayern erscheinen Aussagen von Oliver Kahn aus dem Jahr 2018 in einem anderen Licht. Damals schwärmte der ehemalige Torhüter bei einem Sponsoren-Termin regelrecht über den Transfer von Ronaldo zu Juventus Turin.
Der Mega-Deal würde "nur Vorteile" bringen und dafür sorgen, "dass jeder in der Mannschaft ein paar Prozent mehr leistet, um zu zeigen: 'Hey, ich kann auch auf diesem Niveau Fußball spielen.' Es bringt auch neue Reizpunkte."
Als Vorstandsvorsitzender könnte Kahn einen möglichen Transfer des Portugiesen zum Rekordmeister zumindest in die Wege leiten.
Eurosport-Einschätzung: Ronaldo hat trotz aller unbestrittener sportlicher Klasse bereits das stolze Alter von 37 Jahren erreicht. Laut der englischen "Sun" verdient der Portugiese bei Manchester United immer noch rund 26 Millionen Pfund (29 Millionen Euro). Ein solches Verdienst würde das Gehaltsgefüge in München sprengen. Zum Vergleich: Topverdiener Lewandowski verdient rund 24 Millionen Euro pro Jahr. Ronaldo ist noch bis 2023 an Manchester United gebunden und besitzt eine Option für ein weiteres Jahr im Old Trafford. Bei den enormen Gehaltsvorstelllungen ist ein Wechsel an die Isar reichlich unrealistisch. Es dürfte sich (mal wieder) nur um ein wildes Gerücht handeln - wie auch das Dementi Salihamidzics zeigt.
Transfer-Wahrscheinlichkeit: 5 Prozent
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(mit SID)

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