Dortmund zittert sich zum Sieg gegen Arminia Bielefeld - Erling Haaland und Giovanni Reyna geben Comeback

Borussia Dortmund hat sein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld knapp 1:0 (1:0) gewonnen. Den einzigen Treffer erzielte Marius Wolf, der für Julian Brandt in die Startelf rückte, bereits in der 21. Minute. In der zweiten Halbzeit erspielte sich der BVB bis auf einen Lattenknaller von Donyell Malen keine Hochkaräter. Daran änderten auch die Einwechslungen von Erling Haaland und Giovanni Reyna nichts.

Erling Haaland gab gegen Arminia Bielefeld sein Comeback

Fotocredit: Getty Images

Beiden Mannschaften war die angespannte Personallage mit vielen Corona-Fällen in der Anfangsphase anzumerken. Vor allem bei Borussia Dortmund ging in der Offensive nicht viel zusammen. Einzig ein Abschluss von Donyell Malen, der nach Vorarbeit von Marius Wolf aus zwölf Metern den rechten Außenpfosten traf. Amos Pieper hatte den Schuss noch leicht abgefälscht (8.).
Die Gäste näherten sich dem Dortmunder Tor in Person von Bryan Lasme an, sowohl sein Schuss aus elf Metern (14.), als auch sein Kopfball aus sechs Metern Torentfernung (15.) gerieten aber zu zentral. So konnte Gregor Kobel sicher zupacken.
Es war eine Standard-Situation, die den ersten Treffer herbeiführte. Thorgan Hazard fand mit einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld Jude Bellingham, der mit viel Übersicht den inzwischen mit aufgerückten Hazard rechts bediente. Dessen flache Hereingabe spitzelte Wolf aus vier Metern über die Linie (21.).
Wolf war es auch, der nach einer halben Stunde auf 2:0 hätte erhöhen können – seinen flachen Abschluss aus zwölf Metern Torentfernung parierte Stefan Ortega (30.). Dann aber wurde es aufregend: Robin Hack spielte sich den Ball bei einem Klärungsversuch im Sechzehner selbst an den Arm, Schiedsrichter Bastian Dankert entschied auf Strafstoß. Nach Hinweis von VAR Pascal Müller schaute sich Dankert die Szene dann aber noch einmal an und nahm seine Entscheidung wieder zurück, das Handspiel war unabsichtlich (32.).
Im zweiten Durchgang blieb das spielerische Niveau überschaubar. Torchancen waren erst einmal Mangelware. Erst in der 59. Minute weckte Malen die 33.000 Zuschauer mit einem Lattentreffer aus zwölf Metern halbrechts wieder auf.
Aber auch in der Folge blieben fußballerische Highlights rar. Da mussten schon die Einwechslungen der lange vermissten Erling Haaland und Giovanni Reyna für die emotionalen Höhepunkte herhalten (63.). Erst in der Schlussphase wurde Dortmund noch einmal gefährlich. Ebenjener Haaland leitete im Strafraum per Hacke weiter zu Reyna, der das Ziel aus zehn Metern halblinks knapp verfehlte (82.).
Bielefeld hingegen schaffte es in den letzten Minuten nicht mehr, sich nochmal gefährlich in Abschlusspositionen zu bringen. So blieb es schließlich beim knappen 1:0-Erfolg für den BVB, der am Mittwochabend nun das Nachholspiel gegen Mainz 05 vor der Brust hat.

Die Stimmen:

Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben ein wichtiges Heimspiel 1:0 gewonnen, wir haben zur Null gespielt. Das war ganz wichtig. Wir haben dann verpasst, das 2:0 zu machen. Es war klar, dass Bielefeld noch mal Druck machen wird. Sie haben einen überragenden Torwart als Feldspieler, die spielen eigentlich immer mit einem Mann mehr. Da wird es dann eine Schlussphase, in der alles passieren kann. Ich habe viele ordentliche Dinge gesehen, aber ich habe sicher auch wieder Dinge gesehen, die wir besser machen können. Aber wir haben 1:0 gewonnen. Es war kein Spektakel, es war ein Arbeitssieg."
Emre Can (Borussia Dortmund): "Ich glaube, heute war es kein einfaches Spiel. Es ist immer eklig, gegen Bielefeld zu spielen. Die kämpfen, die werfen sich rein, die spielen lange Bälle. Am Ende gewinnen wir das Spiel. Es war nicht unser bestes Spiel, aber wichtig ist, dass wir gewonnen haben. In der Vergangenheit war es öfter so, dass wir, wenn wir einen Fehler gemacht haben, haben wir ein wenig die Köpfe hängen lassen. Das war heute nicht so. Wir haben kein Gegentor kassiert heute, das war sehr wichtig für uns."
Marius Wolf (Borussia Dortmund): "Du willst immer rausgehen, du willst immer gewinnen. Ich denke aber, dass wir auch sehen müssen, in welcher personellen Lage wir hier heute hingekommen sind. Wichtig war, dass wir kein Gegentor bekommen haben, wir haben unsere Hausaufgaben heute gemacht."
Ilia Gruev (Trainer Arminia Bielefeld): "Wir haben die ganze Woche dran gearbeitet, dass unsere Spieler wissen, was sie heute erwartet. Sie haben gefightet, sie haben alles reingeworfen, deswegen ist es am Ende enttäuschend, dass wir ohne Punkte nach Hause fahren. Auf die Tabelle schaut man natürlich, aber wichtig ist, dass wir an uns glauben. Wir haben hier gut mitgehalten, das wird uns einen Push geben. Wir schauen nur auf uns, was die anderen machen können wir eh nicht beeinflussen."
Amos Pieper (Arminia Bielefeld): "Es ist ein bisschen ärgerlich, dass wir viele gute Aktionen nach vorne hatten, vielleicht fällt da auch mal einer rein. Dann hätten wir hier einen Punkt mitgenommen. Mehr wäre aber auch nicht verdient gewesen. Es hört sich doof an, es kotzt mich an, dass wir hier verlieren. Trotzdem ist es nur ein 1:0 und mit ein bisschen Glück können wir hier vielleicht sogar das 1:1 machen."
Patrick Wimmer (Arminia Bielefeld): "Ich glaube, es war schwierig heute für beide Mannschaften. Im Spiel war es dann ein offener Kampf. Wir haben genug Chancen gehabt, da muss man ein Tor machen. Der BVB hat genug Chancen gehabt. Ärgerlich, dass das Tor dann nach einer Standardsituation fällt, aber das ist dann leider so."

Der Tweet zum Spiel:

Matchwinner Marius Wolf hätte man gegen Arminia Bielefeld fast verwechseln können ...

Das fiel auf: Comeback von Erling Haaland

Beinahe zwei Monate musste Borussia Dortmund auf seinen Top-Torjäger verzichten. Es folgte das Aus in der Europa League gegen die Glasgow Rangers und einige schwierige Partien in der Bundesliga, in denen die Treffsicherheit des Norwegers schmerzlich vermisst wurde. Nun aber kehrte Erling Haaland gegen Arminia Bielefeld zurück, eine halbe Stunde durfte er gegen die Ostwestfalen ran. Wirklich viel hat seine Einwechslung zwar nicht gebracht, eine Torchance hatte Haaland nicht. Dennoch war seine Rückkehr der emotionale Höhepunkt in einer ansonsten eher weniger unterhaltsamen Partie.

Die Statistik: 11

Von 13 Heimspielen in der laufenden Saison hat Borussia Dortmund jetzt elf gewonnen. Damit ist der BVB das heimstärkste Team der Liga vor den Bayern, die es auf zehn Siege bringen.
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Rose macht BVB-Fans Hoffnung: Haaland eine Option für Bielefeld

Quelle: Perform

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