FC Bayern: Oliver Kahn spricht über Corona-Ausfälle - und fordert Änderung der DFL-Regularien
Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn hat sich vor dem Rückrunden-Auftakt in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach zur Corona-Lage des Rekordmeisters geäußert und dabei Kritik an den Regularien der Deutschen Fußball-Liga (DFL) geübt. Den Bayern brachen vor der Partie insgesamt 13 Spieler in Folge von Coronainfektionen, Abstellungen für den Afrika-Cup und Verletzungen weg.
Oliver Kahn - FC Bayern
Fotocredit: Imago
"Ich habe im Fußball schon einiges erlebt, aber das ist ein absolutes Novum, dass elf Stammspieler nicht dabei sind", sagte der 52-Jährige am "DAZN"-Mikrofon und ergänzte:
"Es gibt Regularien von der DFL, die nehmen wir an und akzeptieren wir für den heutigen Tag. Aber diese wurden in einer Zeit gemacht, in der es Corona noch nicht gegeben hat. Ich kann nur anregen, wenn sich alles beruhigt hat, sich diese Regularien noch mal ganz genau anzuschauen und diese doch noch mal zu überarbeiten."
Mit Manuel Neuer, Leroy Sané, Alphonso Davies, Corentin Tolisso, Kingsley Coman, Dayot Upamecano, Lucas Hernández, Tanguy Nianzou und Omar Richards fehlen dem FC Bayern zum Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach gleich neun Spieler aufgrund einer Corona-Erkrankung.
Eric Maxim Choupo-Moting (Kamerun) und Bouna Sarr (Senegal) stehen für ihre jeweiligen Nationalteams im Aufgebot für den Afrika Cup, Leon Goretzka (Knieprobleme) und Josip Stanisic (Reha nach Muskelbündelriss) fallen aufgrund von Verletzungen aus.
Aufgrund dessen musste Trainer Julian Nagelsmann seinen Kader unter anderem mit Jugendspielern wie Paul Wanner, Arijon Ibrahimovic (beide 16 Jahre alt), Lucas Copado (17), Bright Akwo Arrey-Mbi (18), Nemanja Motika (18) und Jamie Lawrence (19) auffüllen.
DFL-Vorschrift sorgt bei Kahn für Unverständnis
Der FC Bayern hatte bereits im Vorfeld der Partie einen Antrag auf Spielverlegung gestellt, dem laut DFL allerdings nur stattgeben werden kann, wenn einem Team weniger als 15 Spieler zur Verfügung stehen.
Eine Vorschrift, die bei Kahn für Unverständnis sorgt. "Mir als ehemaligem Sportler will es nicht verständlich werden, dass Spieler wie Josip Stanisic und Leon Goretzka, die langfristig verletzt sind, als einsatzfähig gelten. Das sind Dinge, über die man sich noch mal Gedanken machen sollte", forderte er.
Kahn verteidigt Hygienekonzept des FC Bayern
Kritik am Hygienekonzept des FC Bayern wollte der Vorstandsvorsitzende trotz der zahlreichen Corona-Neuinfektionen indes nicht aufkommen lassen.
"Wir haben schon vor Weihnachten mit dem Gesundheitsamt zusammengearbeitet und unser gesamtes Hygienekonzept noch mal verschärft. Was wir jetzt erleben, ist kein Corona-Ausbruch, der innerhalb der Mannschaft passiert ist. Die Spieler sind aus ihrem wohlverdienten Urlaub zurückgekommen und waren eben alle infiziert. Die Maßnahmen, mit denen wir auch seit dieser neuen Variante arbeiten, sind verschärft und exzellent gut, weil wir innerhalb des Klubs und innerhalb der Mannschaft keine großen Ausbrüche zu verzeichnen gehabt haben", betonte der ehemalige Schlussmann des FC Bayern.
Das könnte Dich auch interessieren: Fall Lukaku zeigt: Tuchel hat aus seinen Fehlern gelernt
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/01/06/3281614-67149548-2560-1440.jpg)
#SotipptderBoss: Bochum überrascht die Wölfe
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-75bf2e61-56ec-4375-aef6-96b1adf156e9-68-310-310.jpeg)