FC-Bayern-Boss Oliver Kahn für Salary Cap in der Bundesliga

Oliver Kahn, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, sieht langfristig keine Alternative zu einer Gehaltsobergrenze im Profifußball. Investorengeld sei prinzipiell nicht schlecht, sofern es in Jugendfußball oder Infrastruktur gesteckt werde. Problematisch würde es nur, wenn diese Investments externer Geldgeber sofort eins zu eins in Gehälter fließen und diese dadurch immer weiter aufgebläht werden.

Oliver Kahn (FC Bayern München)

Fotocredit: Imago

"Daher ist uns eine vernünftige Regulierung wichtig. Es muss eine Salary Cap, eine Gehaltsobergrenze geben", sagte Oliver Kahn, der Nachfolger als Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern München, im Interview mit der "Welt am Sonntag".
In der Europäischen Klub-Vereinigung ECA gebe es Pläne, Beschränkungen einzuführen. Mehrere Modelle würden diskutiert, teilweise mit dem US-Sport als Vorbild. "Es könnte zum Beispiel eine feste Summe als Gehaltsgrenze für den gesamten Kader eines Klubs geben, eine sogenannte Hard Cap."
Eine andere Alternative wäre das Modell, wonach die Ausgaben an die Einnahmen oder Umsätze des Klubs gekoppelt werden. "Für Gehälter dürfen also nur ein gewisser Prozentsatz der Einnahmen oder Umsätze ausgegeben werden, das wäre eine sogenannte Soft Cap", äußerte der einstige Weltklassekeeper.

Kahn sieht Bayerns Potenzial in der Digitalisierung

Um das umsetzen zu können, sei es von Vorteil, "wenn auch diejenigen Klubs, die sich von den Plänen der Super League distanziert haben, wieder integriert werden". Denn mit einer klaren Haltung aller "können wir unsere Ziele besser umsetzen".
Durch die Corona-Pandemie hat der deutsche Vorzeigeklub wirtschaftlich stark gelitten. Kahn sieht beim FC Bayern Wachstumspotenzial bei der Digitalisierung.
"Wir haben Fans in der ganzen Welt, die wollen wir noch besser erreichen und einbinden. Bei all unseren Bestrebungen ist wichtig, dass der Fußball im Mittelpunkt steht. Eine Diversifizierung in völlig fremde Bereiche sehe ich nicht", äußerte Kahn. Er schaue auch mit Blick auf die internationale Konkurrenz "positiv in die Zukunft".
(SID)
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Quelle: Eurosport

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