FC Bayern - Karl-Heinz Rummenigge verrät: Rekordmeister lehnte "Weltrekord-Angebot" für Ribéry ab

Im Jahr 2007 verpflichtete der FC Bayern für damals stolze 30 Millionen Euro einen gewissen Franck Ribéry. Der Franzose schlug von Beginn voll ein und wurde zu einem der wohl besten Spieler der Vereinsgeschichte. Dabei hätte Ribérys Zeit in München auch schnell wieder enden können, denn dem Klub lag 2008 ein "Weltrekord-Angebot" vor, wie Karl-Heinz Rummenigge nun der "Bild am Sonntag" verriet.

Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Frank Ribéry

Fotocredit: Getty Images

Dem FC Bayern lag "ein Wahnsinns-Angebot für Franck Ribéry vor, das zu dieser Zeit Weltrekord in Sachen Ablöse bedeutet hätte", erzählte Karl-Heinz Rummenigge, der von 2002 bis 2021 Vorstandsvorsitzender beim deutschen Rekordmeister war.
Hätten die Münchner das Angebot angenommen, wäre Ribérys Zeit nur ein Jahr nach seiner Verpflichtung bereits wieder zu Ende gewesen. Doch der Klub entschied sich dagegen: "Daraufhin haben Uli Hoeneß, unser damaliger Finanz-Chef Karl Hopfner und ich uns zusammengesetzt, um eine wegweisende Entscheidung zu treffen. Wir beschlossen, Franck nicht abzugeben - und auch künftig keinen Spieler mehr zu verkaufen, der für die Qualität der Mannschaft einen so wichtigen Faktor darstellt."
Damit war diese Entscheidung nicht nur wichtig für die Karriere von Franck Ribéry, sondern auch für die grundsätzliche Entwicklung des FC Bayern. Rummenigge nannte diesen Beschluss daher auch einen "Wendepunkt". "Damit stand endgültig fest: Wir sind ein Kauf- und kein Verkaufsverein. Das war ein mutiger Entschluss, aber darin lag und liegt der heutige Erfolg des FC Bayern entscheidend mitbegründet!", so der 66-Jährige.

Ribéry mit Bayern neunmal Meister

Konkrete Zahlen oder von welchem Verein die Münchner das Angebot erhielten, verriet Rummenigge allerdings nicht. Jedoch ist es kein Geheimnis, dass Ribéry jahrelang von zahlreichen europäischen Top-Klubs umworben wurde.
Dass sich die damaligen Bayern-Bosse damals gegen einen Verkauf ihres Mittelfeld-Stars entschieden, sollte sich bezahlt machen. Ribéry spielte insgesamt zwölf Jahre für den FCB und absolvierte 425 Spiele. Dabei gelangen ihm 124 Tore und 182 Torvorlagen. Zusammen mit Arjen Robben bildete er über mehrere Jahre eine der wohl besten Flügelzangen Europas.
In diesen zwölf Jahren wurde er neunmal Deutscher Meister, sechsmal DFB-Pokalsieger und 2013 Champions-League-Sieger. Hinzu kommt der Gewinn der Klub-WM und des UEFA Supercups in der Folgesaison. Im Triple-Jahr 2013 wurde der Franzose zudem zu "UEFA Europas Fußballer des Jahres" gewählt.
2019 ging Ribéry ablösefrei zur AC Florenz. Aktuell spielt er für den Serie-A-Aufsteiger US Salernitana.
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Quelle: Eurosport

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