FC Bayern: Lewandowski-Abgang droht - das sind die heißen Kandidaten für die Nachfolge des Superstürmers

Die Zukunft von Robert Lewandowski beim FC Bayern beschäftigt die Fußballwelt. Polnische Medien berichten, dass sich der FIFA-Weltfußballer bereits für einen Abschied aus der Bundesliga entschieden habe, um die kommenden Jahre beim FC Barcelona zu spielen. Sollte dieses Szenario eintreten, müssten die Münchner hochwertigen Ersatz auftreiben. Aber wer könnte die Fußstapfen überhaupt füllen?

Paulo Dybala, Karim Benzema und Erling Haaland (v.l.n.r.)

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Diese Meldung beschäftigte die Fußball-Fans in ganz Europa: Mit "TVP Sport" als auch "Interia Sport" berichteten zwei vertrauenswürdige Quellen aus Polen übereinstimmend, dass sich Robert Lewandowski für einen Abschied vom FC Bayern nach Ende der laufenden Spielzeit entschieden habe.
Demnach habe der 33-Jährige die Führungsetage der Münchner um Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic bereits darüber in Kenntnis gesetzt, dass es ihn zum FC Barcelona ziehe. Mit dem Klub solle auch schon Einigkeit über einen Dreijahresvertrag bestehen.
Nach Eurosport-Informationen ist Lewandowskis Zukunft aber noch nicht endgültig geklärt. Vielmehr stehen am Ende der Saison Vertragsgespräche mit den Verantwortlichen an der Säbener Straße an. Erst nach Abschluss dieser will der Pole eine finale Entscheidung treffen.
Wie auch immer diese ausfallen wird: Bayern wird Lewandowski, dessen Vertrag noch bis 30. Juni 2023 läuft, nicht ziehen lassen, ohne sich eines adäquaten Ersatzmannes sicher zu sein.
Wer aber könnte die immensen Fußstapfen des FIFA-Weltfußballers füllen?
Wir präsentieren Euch die heißesten Kandidaten und schätzen die Optionen und Wechselwahrscheinlichkeiten ein:

1. Erling Haaland

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Erling Haaland

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Ganz klar, der Name des Norwegers muss in dieser Liste auftauchen. Haaland ist im Sommer auf dem Markt, will den BVB verlassen und darf das für kolportierte 75 Millionen Euro auch tun. Sollte der Platz im Bayern-Sturm freiwerden, wäre es fahrlässig, nicht über einen der besten Mittelstürmer der Welt zu diskutieren.
Sportlich hätte Haaland auf Dauer das Zeug dazu, Lewandowski zu ersetzen. Mit gerade einmal 21 Jahren ist er in seiner Entwicklung sogar weiter, als es der Pole im selben Alter war. Doch es gibt drei mittelgroße Probleme.
Erstens: Das Gesamtpaket Haaland ist für den FC Bayern kaum zu stemmen. Nicht, weil man nicht könnte, sondern vielmehr, weil man sich (aus guten Gründen) wirtschaftlicher Vernunft verschrieben hat. Der Norweger fordert einem Bericht der "Bild" zufolge rund 40 Millionen Euro Gehalt pro Jahr ohne Boni. Hinzukommen Beraterprovisionen in Höhe von 30 Millionen Euro für Vater Alf-Inge und weitere 40 Millionen (plus zehn vom BVB) für Mino Raiola - nicht zu vergessen die rund 75 Millionen Euro Ablöse.
Zweitens: Haaland ist verletzungsanfällig. Während Lewandowski in knapp acht Jahren beim FC Bayern gerade einmal 23 Spiele verletzungsbedingt verpasste, sind es bei Haaland in rund zweieinhalb Jahren bereits deren 29, davon 17 allein in dieser Saison.
Drittens: Fast jeder finanzkräftige Topverein der Welt wird mit dem Youngster in Verbindung gebracht. Die besten Chancen werden Manchester City zugerechnet. Die Skyblues haben das nötige Kleingeld und brauchen zudem eine echte Nummer neun.

2. Karim Benzema

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Karim Benzema (Real Madrid)

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Aktuell erlebt Karim Benzema die beste Zeit seiner Karriere - und das im stolzen Alter von 34 Jahren. Zusammen mit Landsmann Kylian Mbappé führt er die Topscorerliste aller europäischen Topligen an. 24 Treffer und elf Vorlagen gehen 27 Spielen in La Liga auf das Konto des Stürmers. Hinzukommen elf Treffer in acht Champions-League-Spielen - zuletzt Dreierpacks im Achtelfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain (3:1) und im Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Chelsea (3:1).
Gerüchte über einen Abschied des Franzosen vom Estadio Santiago Bernabéu gibt es kaum - warum auch, Benzema fühlt sich dem Vernehmen nach pudelwohl in seiner Rolle als unangefochtener Stürmerstar der Königlichen. Seit 2009 kickt er in der spanischen Hauptstadt und verlängerte seinen Vertrag erst im vergangenen August.
Real Madrid dürfte wenig Interesse daran haben, Benzema abzugeben. Auch dann nicht, wenn wie geplant der Transfer von Mbappé über die Bühne gehen würde. Einzig denkbares Szenario wäre wohl ein Eins-zu-eins-Tausch beider Topstürmer. Ein solches Angebot machten die Madrilenen dem FC Bayern schon im Sommer 2018 - damals winkten die Verantwortlichen in München aber ohne nachzudenken ab, wie der "kicker" berichtete.
Ähnlich würde es wohl auch in diesem Sommer laufen.

3. Christopher Nkunku

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Nkunku

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Würde es in der Bundesliga wie im US-Sport den Titel "Most improved Player" für den Spieler mit dem größten Entwicklungsschritt im Vergleich zur vergangenen Saison geben, Christopher Nkunku würde ihn mit großer Sicherheit gewinnen.
17 Tore und 14 Assists legte der Franzose allein in der Bundesliga in diesem Jahr auf, wettbewerbsübergreifend sind es 28 Treffer und 18 Vorlagen in 42 Spielen. Im europäischen Vergleich kommen nur Benzema (35), Mbappé (35) und Lewandowski (33) auf mehr Scorerpunkte in ihren nationalen Ligen als Nkunku (31).
Dass im Sommer Angebote für den Offensivmann eingehen werden, ist sicher. Dass der FC Bayern ihn jedoch als geeigneten Lewandowski-Ersatz einstuft, eher nicht. Zwar spielte Nkunku beim 3:0-Sieg über die TSG 1899 Hoffenheim anstelle von André Silva im Sturmzentrum und traf auch gleich zum 1:0, Nkunku fühlt sich aber eine Reihe weiter hinten als flexibler Mittelfeldspieler deutlich wohler, wo sowohl die Flügel als auch die Zentrale beackern kann.
Dennoch ist es nicht undenkbar, dass die Münchner diesen Sommer in Sachen Nkunku in Leipzig nachfragen. Schließlich hat auch Serge Gnabry seinen 2023 auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert.

4. Paulo Dybala

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Paulo Dybala ist im Sommer ablösefrei zu haben

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Schon im Jahr 2018 stand Paulo Dybala auf dem Zettel des FC Bayern - auch damals wurde über die Zukunft von Lewandowski spekuliert. Zu dieser Zeit hätte man in Sachen Ablöse sicherlich zwischen 80 und 100 Millionen Euro für den Argentinier zahlen müssen, in diesem Sommer wäre er ablösefrei zu haben - was ihn natürlich zu eine attraktiven Lewandowski-Alternative macht.
Dybala ist Stammspieler bei der Alten Dame, wenn er fit ist, spielt er fast immer von Beginn an. Allerdings steht er seit Jahren im Schatten vermeintlich größerer Stars wie Cristiano Ronaldo (2018-2021) oder aktuell Dusan Vlahovic und sucht deshalb eine neue Herausforderung - in München?
Dybala ist ein anderer Spielertyp als Lewandowski, er ist kein Strafraumstürmer, keine alleinige Spitze. Für ihn müssten die Münchner ihr bewährtes System ändern, was eher unwahrscheinlich ist. In der Vergangenheit galt vor allem Karl-Heinz Rummenigge als großer Befürworter von Dybala. Was sein Nachfolger als Vorstandsvorsitzender Kahn Sportvorstand Salihamidzic über den argentinischen Nationalspieler denken, ist nicht bekannt.

5. Romelu Lukaku

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Aktuell in der Krise beim FC Chelsea: Romelu Lukaku

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Mit seiner Rolle beim FC Chelsea dürfte er derzeit alles andere als zufrieden sein. Zu Saisonbeginn noch gesetzt unter Thomas Tuchel, kommt er zuletzt (wenn überhaupt) nur von der Bank. Spieler und Trainer gerieten im Verlauf der Spielzeit auch schon aneinander, ihr Verhältnis gilt als kompliziert.
Die Ausbeute des Belgiers, dessen Klasse unbestritten und international anerkannt ist, lässt in der aktuellen Spielzeit zu wünschen übrig. Fünf Treffer in 20 Premier-League-Spielen sind nicht das, was man sich von seinem kostspieligen Transfer (Kam für rund 110 Millionen Euro von Inter Mailand) versprochen hat.
Verkauft man den Belgier, dessen Vertrag noch bis ins Jahr 2026 läuft, in diesem Sommer, müssten die Verantwortlichen an der Stamford Bridge wohl einen ordentlichen Verlust einkalkulieren - und trotzdem dürfte Lukaku rein finanziell eine Mammutaufgabe für den FC Bayern werden.
Aber: Die ungewisse Situation bei den Blues nach dem Abgang von Inhaber Roman Abramowitsch könnte eine unvorhersehbare Dynamik in die Personalie bringen.

6. Sébastien Haller

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Sébastien Haller von Ajax Amsterdam spielt eine herausragende Saison 2021/22

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Nur ein Spieler schoss in der laufenden Champions-League-Saison mehr Tore als Sébastien Haller (11): Lewandowski (12). Dass der ivorische Nationalspieler ein sensationeller Knipser ist, beweist er aber nicht nur in dieser Saison. Schon zu seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt brillierte er als Teil der "Büffelherde" (Haller, Jovic, Rebic) und gehörte zu den Topstürmern der Bundesliga.
Trotz seines noch bis 2025 laufenden Vertrages dürfte Haller für einen Weltklub für den FC Bayern vergleichsweise erschwinglich sein. Aktuell wird sein Marktwert auf rund 30 Millionen Euro geschätzt, eine Ablöse dürfte sich aufgrund der Vertragslaufzeit bei rund 50 Millionen Euro einpendeln.
Der 27-Jährige kommt auch dem Spielertyp Lewandowski beachtlich nahe. Er ist stark mit dem Rücken zum Tor, kann Bälle festmachen und sowohl mit Kopf als auch beiden Füßen abschließen.
Klingt nach der perfekten Lösung, doch seine schwache Zeit bei West Ham United (Juli 2019 - Januar 2021) zeigt, dass Haller nicht überall funktionieren muss und der Nachlass Lewandowskis auch etwas zu viel für den Stürmer sein könnte.

7. Lautaro Martínez

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Lautaro Martinez

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Der Argentinier ist einer der absoluten Topstürmer der Serie A und zog in der Vergangenheit immer wieder das Interesse ganz großer Vereine wie dem FC Barcelona oder Real Madrid auf sich. Mit erst 24 Jahren befindet er sich dennoch schon auf absolutem Weltklasseniveau und bringt zudem noch Entwicklungspotenzial mit.
Martínez ist allein aufgrund seiner Statur ein etwas anderer Spielertyp als Lewandowski, weniger Wandspieler, kommt eher über das Dribbling und ist enorm Effektiv im Eins-gegen-eins.
Auch bei ihm dürfte aber das horrende Gesamtpaket zum Problem werden. Martínez’ Vertrag läuft noch bis 2026, bei der Ablösesumme müsste man wohl den dreistelligen Bereich kratzen. Ob die Münchner dazu bereit wären, ist aufgrund der eher konservativen Transferstrategie an der Säbener Straße fraglich.
Allerdings geht es auch um die Suche nach einem Ersatz für den derzeit besten Stürmer der Welt. Dass für diesen gegebenenfalls tief in die Tasche gegriffen werden muss, ist selbsterklärend.

8. Darwin Núnez

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Darwin Núnez trifft in dieser Saison wie er will

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Der Uruguayer sorgt in Europas Topligen derzeit für Furore. In der portugiesischen Liga erzielte er in der laufenden Spielzeit 24 Treffer in 24 Spielen, hinzukommen fünf Tore in der Champions League. Nicht schlecht für einen 22-Jährigen, dessen Körperbau stark an den Lewandowskis erinnert (1,87m).
Die Konkurrenz dürfte groß sein, sollten sich die Münchner dazu entschließen, Núnez verpflichten zu wollen. Einem Bericht der „Sun” zufolge, sollen die Münchner bereits Interesse bekundet haben - ebenfalls Manchester United, Borussia Dortmund und der AC Mailand. Der Wahrheitsgehalt dieser Meldung darf jedoch bezweifelt werden.
Auch das Preisschild, dass dem Youngster anheften würde, wäre gewaltig. Der Marktwert des Uruguayers steigt derzeit steil an, im Sommer dürfte er schon weit über 50 Millionen Euro wert sein.
Trotzdem: Núnez hat die Anlagen, einen ausgeprägten Torriecher und sammelt in der laufenden Spielzeit beste Argumente, um sich für größere Aufgaben zu bewerben. Aber kann er wirklich Bayerns Antwort auf einen etwaigen Verlust Lewandowskis sein? Gegenfrage: Warum nicht?
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Nagelsmann gibt Einblick in Vertragspoker mit Lewandowski und Co.

Quelle: Perform

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