FC Bayern München schlägt RB Leipzig im Topspiel - erfolgreiche Nagelsmann-Rückkehr

Der FC Bayern hat das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend bei RB Leipzig gewonnen. Der deutsche Rekordmeister setzte sich bei der Rückkehr von Trainer Julian Nagelsmann an seine alte Wirkungsstätte 4:1 (1:0) durch. Robert Lewandowski (11./HE.), Jamal Musiala (47.), Leroy Sané (54.) und Eric Maxim Choupo-Moting (90.+2) erzielten die Tore für Bayern. Konrad Laimer (58.) konnte lediglich verkürzen.

Thomas Müller, Leroy Sané und Robert Lewandowski (von links) - FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann stellte seine Mannschaft gegen den Ex-Verein um – vor allem defensiv gab es mehrere Veränderungen. Benjamin Pavard kehrte nach Verletzung zurück auf die rechte Abwehrseite, im Zentrum agierten Dayot Upamecano und der ebenfalls genesene Lucas Hernández.
RB Leipzig setzte auf schnelle Flügel und ein zweikampfstarkes Mittelfeld, um nach Ballgewinnen schnell Tiefe ins eigene Spiel zu bringen – möglichst nach langen Bällen hinter die Münchner Abwehrkette. André Silva spielte in der Mittelstürmerposition als einzige echte Spitze.
Bereits in der 5. Minute gab es den ersten Aufschrei. Nach einer Hereingabe von Dominik Szoboszlai bekam Thomas Müller den Ball im Strafraum an den Ellbogen, allerdings ohne Absicht – so zeigte Referee Deniz Aytekin nicht auf den Punkt – eine vertretbare Entscheidung, wohlwissend, dass es in der Vergangenheit für solche Aktionen durchaus Strafstöße gegeben hatte.
Der nächste Aufreger folgte nur Minuten später. Kevin Kampl nahm den Ball im eigenen Strafraum klar mit dem linken Bizeps mit – eine aktive Bewegung mit dem Arm und damit strafbar. Der VAR schaltete sich ein, Aytekin schaute sich die Szene nochmal an und entschied auf Handelfmeter. Robert Lewandowski übernahm die Verantwortung vom Punkt und verwandelte sicher ins rechte Eck (12.).
In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften nahezu, viel passierte im Mittelfeld – vor allem intensive Zweikämpfe, jedoch wenig attraktiver Kombinationsfußball, was auch dem schlechten Rasenzustand geschuldet war. Kurz vor der Halbzeit verbuchte Leipzig die beste eigene Chance, Dani Olmo scheiterte mit einem Schuss aus 18 Metern an Manuel Neuer.
Im zweiten Durchgang setzten die Münchner schnelle klare Zeichen. Lewandowski marschierte mit dem Ball, nahm Alphonso Davies auf der linken Seite mit. Der Kanadier brachte die Kugel in die Mitte auf Jamal Musiala, der für den angeschlagenen Serge Gnabry ins Spiel kam. Der Youngster nahm den Ball perfekt an und mit und verwandelte aus acht Metern linker Position (47.).
In der 51. Minute gelang Leipzig der vermeintliche Anschlusstreffer. Olmo passte stark zwischen die Münchner Innenverteidigung auf den startenden Silva, der auf Neuer zuging, aus elf Metern ruhig blieb und flach ins linke Eck verwandelte. Beim Zuspiel stand der Stürmer allerdings im Abseits – der Treffer zählte nicht.
Drei Minuten später antworteten die Münchner mit dem dritten Treffer. Lewandowski bediente Musiala auf der rechten Seite. Der Flügelspieler spielte die Kugel direkt weiter in die Mitte. Am zweiten Pfosten stand Leroy Sané richtig und schoss den Ball aus kurzer Entfernung zum 3:0 ins Tor (54.).
Leipzig schien früh geschlagen, zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und setzte weiter auf die eigene Offensive. In der 58. Minute schließlich mit Erfolg. Konrad Laimer bekam den Ball 25 Meter vor dem Tor, zog aus zentraler Position ab und setzte die Kugel perfekt und unhaltbar in den rechten Torwinkel.
In der Nachspielzeit machten die Münchner alles klar, ließen das vierte Tor folgen. Joshua Kimmich passte flach aus dem Zentrum in den Strafraum auf den eingewechselten Eric Maxim Choupo-Moting der allein vor dem Tor die Ruhe behielt und sicher ins linke Eck zum 4:1-Endstand verwandelte (90.+2).

Die Stimmen:

Konrad Laimer (RB Leipzig): "Vier Tore tun schon weh, muss man sagen. Ich glaube, wir waren über weite Strecken eigentlich gut im Spiel, die zwei Tore nach der Halbzeit dürfen so einfach nicht passieren. Andererseits war es vielleicht ein bisschen zu wenig, um da etwas mitzunehmen."
Thomas Müller (FC Bayern München): "Das Titelrennen ist ja sehr lang, aber der Anspruch ist natürlich schon, wenn man sieben Punkte auf einen Verein Vorsprung hat, dass wir das dann nicht mehr hergeben. Jetzt über die Meisterschaft zu reden, ist sicherlich nicht der richtige Zeitpunkt, aber für uns fühlt es sich natürlich super an, hier 4:1 zu gewinnen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Bye bye Titelträume

Die Saison ist erst vier Spieltage alt und schon jetzt setzen die Leipziger einen Haken hinter die großen Titelambitionen – zumindest in Sachen Bundesliga-Meistertitel. Der schlechteste Saisonstart der RB-Historie bedeutet drei Niederlagen, ein Sieg und damit vorerst Platz 13 in der Tabelle. RB-Coach Jesse Marsch machte zwar bereits mehrfach deutlich, dass sich Leipzig in einem Prozess befinde und Erfolge eine Frage der Zeit – vielmehr der Entwicklung seien, doch der aktuelle Tiefflug geht auch an Personal- und Planungsstätte nicht spurlos vorbei. Quintessenz: RB Leipzig muss schnellstmöglich liefern.

Die Statistik: 11

18 Jahre jung und bereits 44 Spiele für den FC Bayern München absolviert. Musiala startet weiter durch – auch gegen Leipzig – und liegt schon jetzt bei elf Toren und vier Assists (in 44 Spielen).
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Quelle: SID

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