Sein Finaltor in der magischen Nacht von Lissabon machte Kingsley Coman im Sommer 2020 "unsterblich". Wie Arjen Robben 2013 in Wembley oder Elfmeter-Killer Oliver Kahn 2001 in Mailand.
Und so hat diese Personalie, die der FC Bayern noch am Mittwoch verkündete, einen ganz besonderen symbolischen Wert: Coman, der Champions-League-Held, verlängert seinen Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister vorzeitig bis 2027.
"Er ist einer der Top-Flügelspieler auf diesem Planeten", sagte Trainer Julian Nagelsmann kürzlich über den schnellen Franzosen, mit dem er "gerne noch viele, viele Jahre" zusammenarbeiten möchte.
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Dieser Wunsch geht in Erfüllung - und er kostet die Bayern in wirtschaftlich schwierigen Pandemie-Zeiten Millionen: Coman (25), dessen altes Arbeitspapier bis 2023 lief, soll dem Vernehmen nach künftig 17 Millionen Euro im Jahr verdienen - ungefähr doppelt so viel wie bislang.

FC Bayern: Kein zweiter Fall Alaba

Das Kalkül der Münchner: Lieber in bewährtes Personal investieren als teuer zuzukaufen - oder, wie im Fall David Alaba, Topspieler ablösefrei zu verlieren.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist "optimistisch", dass nach Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Coman auch Serge Gnabry verlängern wird.
Doch die Gespräche mit dem Nationalspieler liegen auf Eis. Er will dem Vernehmen nach in ähnliche Gehaltssphären vorstoßen wie Coman.
Wie Gnabry sind die Kapitäne Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Thomas Müller bis 2023 gebunden. Ihre Verträge sollen aufgrund ihres Alters nur noch jahresweise verlängert werden - zumindest bei Lewandowski scheint diese Strategie riskant, der Weltfußballer wünscht sich wohl ein klares Bekenntnis.

Süle-Zukunft in München ungewiss

Noch schwieriger liegt der Fall Niklas Süle, dessen Vertrag schon im Sommer endet: Die Bayern stellen sich offenbar auf einen ablösefreien Abschied ein. Weil derartige Verluste nie auszuschließen sind, fahren sie längst zweigleisig - und setzen neben teuren Stars auch wieder auf die Jugend.
Es müsse gelingen, "viele junge Spieler an die Profi-Mannschaft heranzuführen" und "Identifikationsfiguren" für die Fans zu schaffen, sagte Vorstandschef Kahn. Dies ist wichtiger Teil seines Zukunftsprojekts "FC Bayern AHEAD".
In Nagelsmann sehen die Bosse den perfekten Trainer dafür - nicht erst, seit er Paul Wanner (16) zum jüngsten Münchner Bundesliga-Spieler machte. Nicht nur Hoeneß rechnet Nagelsmann "hoch an", dass er den Talenten "das Gefühl gibt, dazuzugehören".
Auch bei der Personalie Coman spielte Nagelsmann eine Schlüsselrolle. "Wir hatten schon lange keinen Trainer mehr, der so eine gute Auswirkung auf die Mannschaft hatte", sagte der Profi im Dezember. Dass er verlängert, hat aber auch einen anderen Grund. "Ich bin sehr dankbar für alles, was man für mich getan hat", sagte Coman.

Nagelsmann schätzt Coman als "Menschen" sehr

Der Ausnahmetechniker war oft verletzt, im Herbst musste er sich einer Herz-OP unterziehen - die Bayern standen ihm immer zur Seite. "Er hat herausragende Qualitäten und kann jeder Abwehr wehtun, gerade gegen tiefstehende Gegner ist er sehr wichtig", sagte Nagelsmann, und auch den "Menschen" Coman schätze er sehr.
Einzig an seinem Torabschluss müsse Coman arbeiten, meinte der Coach. Wie es geht, weiß der Franzose - spätestens seit jenem Kopfballtor in Portugal.
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(SID)

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