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FC Bayern München kommt zuhause nicht über ein Remis gegen den VfB Stuttgart hinaus
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Publiziert 08/05/2022 um 19:28 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München ist am 33. Bundesliga-Spieltag zuhause nicht über ein 2:2 (2:1) gegen den VfB Stuttgart hinausgekommen. Tiago Tomás brachte die Schwaben nach acht Minuten in Führung. Serge Gnabry (35.) und Thomas Müller (43.) drehten die Partie, ehe Sasa Kalajdzic (51.) für den VfB traf. Die Übergabe der Meisterschale mussten die Bayern so mit einem Remis feiern.
FC Bayern: Thomas Müller mit der Meisterschale
Fotocredit: Getty Images
Im Vergleich zu 1:3-Pleite gegen Mainz 05 vergangenes Wochenende rotierte FCB-Coach Julian Nagelsmann auf fünf Positionen: Manuel Neuer, Tanguy Nianzou, Dayot Upamecano, Thomas Müller und Kingsley Coman begannen für Sven Ulreich, Niklas Süle, Lucas Hernandez, Marcel Sabitzer und Eric-Maxim Choupo-Moting. Verzichten mussten die Münchner auf Leroy Sané und Jamal Musiala (beide Erkältung). Auch VFB-Coach Pellegrino Matarazzo konnte gegen den deutschen Rekordmeister nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben Pascal Stenzel, Roberto Massimo und Clinton Mola fehlten drei weitere Spieler wegen Trainingsrückstand.
Obwohl die Stuttgarter einen furiosen Beginn hinlegten, gehörte die erste Aktion der Partie den Hausherren. Robert Lewandowski rutschte im Strafraum nur knapp an einem Abspiel von Müller vorbei (3.). Der VfB kreierte immer wieder Situationen, in den sie hinter die wackelige Abwehrkette der Münchner kamen. Der freistehende Omar Marmoush kam nicht zum Abschluss, weil ihn Nianzou entscheidend störte (7.). Die anschließende Ecke beförderte Wataru Endo per Direktabnahme knapp über das Tor (7.). Nur 60 Sekunden später erzielten die Gäste die verdiente Führung. Tiago Tomas traf sehenswert aus der zweiten Reihe, nachdem Marmoush auf der rechten Seite die Übersicht behielt (8.).
Bayern verpasste die schnelle Antwort nur knapp. Müller scheiterte per Direktabnahme am Querbalken (12.) und Leon Goretzka vergab freistehend (14.). Stuttgart ließ hinten eine Menge zu, setzte aber immer wieder gefährliche Konter. Marmoush zog im Duell mit Nationalkeeper Neuer den Kürzeren und verpasste den zweiten Stuttgarter Treffer (23.). Auf der anderen Seite glänzte VfB-Schlussmann Florian Müller mit einer Parade gegen Namensvetter Thomas Müller (28.).
Bayern sorgte für Dauerdruck und belohnte sich folgerichtig. Serge Gnabry ließ Borna Sosa mit einem Haken aussteigen und visierte die lange Ecke an. Konstantinos Mavropanos drückte Gnabrys Schuss letztendlich ins eigene Tor zum Ausgleich über die Linie (39.). Der deutsche Meister ging nicht vom Gaspedal und legte noch vor der Pause zum verdienten Führungstreffer nach. Müller brachte den Ball nach einer klasse Drehung gegen Hiroko Ito im Tor unter (44).
In der zweiten Hälfte gehörte erneut Lewandowski die erste Torchance, doch sein Abschluss aus dem Rückraum wurde abgeblockt (49.). Erneut zeigten jedoch die Gäste einen starken Beginn und kamen prompt zum Ausgleich. Sasa Kalajdzic brachte eine Flanke von Linksaußen Borna Sosa im Kasten von Neuer unter (52.). Kurz darauf verpasste der Österreicher den dritten Treffer für die Mannschaft aus dem Schwabenland.
Freistehend vor Neuer vergab der Stürmer kläglich (53.). Im Anschluss entwickelte sich eine offene zweite Hälfte, in welcher der FC Bayern um Kontrolle bemüht war, aber bei Weitem nicht so viele Chancen wie in der ersten Halbzeit kreierte. Zweimal verpasste der eingewechselte Philipp Förster die Führung aus vielversprechenden Situationen (75., 81). Auf der gegenüberliegenden Seite wackelte erneut der Kasten von Stuttgarts Torhüter Müller als Lewandowski den Ball am zweiten Pfosten an die Latte hämmerte (81.).
Kurz vor Schluss sah Coman noch die Rote Karte, weil er Mavropanos nach einem Zweikampf ins Gesicht schlug (90.+5). Am Ende der Partie gaben sich beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden. Stuttgart zeigte eine starke Partie, hätte den Sieg auch durchaus verdient gehabt, während Bayerns Auftritt mal wieder eher enttäuschend war.
Stimmen zum Spiel:
Julian Nagelsmann (Trainer Bayern München): "Kurz nach dem Spiel ist es nicht so schön, wenn man nicht gewonnen hat, grundsätzlich aber schon, wenn man die Schale bekommt. Wir haben offensiv ein gutes Spiel gemacht, aber unser Gegenpressing ist nicht gut. Es gab viel zu viele Chancen für einen Gegner, der auf dem Relegationsplatz steht. Ich wünsche mir, dass wir so spielen wie in der Hinrunde: mitreißend, stabil. Und natürlich haben wir auch noch paar Baustellen zu schließen im Kader."
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Ich bin sehr zufrieden. Wir waren ab der ersten Minute im Spiel. Nach der Führung haben wir uns ein bisschen zu tief fallen lassen. Es ist auch klar, dass du gegen Bayern München Chancen überstehen und Effizienz zeigen musst. Ein Sieg war drin, aber wir nehmen den Punkt sehr, sehr gerne mit."
Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Suttgart): "Ich gratuliere dem FC Bayern an dieser Stelle. Um ehrlich zu sein, hätten wir es ihnen gerne ganz versaut. Ich glaube auch, wenn man sich die zweite Halbzeit anschaut, dann dürfen wir eher unzufrieden sein mit dem 2:2. Ich glaube, dass Kalajdzic relativ schnell auf 3:2 stellen kann. Wir nehmen den Punkt aber gerne mit. Sie können feiern und wir haben vielleicht noch die Möglichkeit mit drei Punkten Hertha unter Druck zu setzen nächstes Wochenende."
Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart): "Für uns ist das Unentschieden vielleicht am Ende noch extrem wichtig. Ich glaube, wenn man einen richtigen Schlussstrich zieht, ist das Ergebnis gerecht. Wir hatten wirklich einige Möglichkeiten, die hundertprozentige waren, die wir hätten besser ausspielen müssen, aber Bayern hatte auch hundertprozentige Chancen. Ich glaube, wenn man eine Linie drunter zieht, dann ist es gerecht."
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Statistik: 14
Niklas Süle, der nach der Saison zu Borussia Dortmund wechselt und heute offiziell vom FC Bayern verabschiedet wurde, gewann mit dem deutschen Rekordmeister 14 Titel. Darunter fünf Deutsche Meisterschaften und zwei DFB-Pokal-Siege. Die Krönung seiner Bayern-Zeit war der Champions-League-Titel 2019/20.
Das fiel auf: Der FCB muss in der Verteidigung nachlegen
Nach dem Abgang von David Alaba letztes Jahr verliert Bayern München nun auch Nationalspieler Niklas Süle ablösefrei an den direkten Konkurrenten Borussia Dortmund. Gegen de VfB offenbart die Bayern-Innenverteidigung um Nianzou und Upamecano große Schwächen sowohl im Aufbauspiel als auch in der Defensivarbeit. Nach dem Abgang von Süle dürfte sich der Rekordmeister auf dem Transfermarkt nach weiteren Verteidigern umsehen.
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Quelle: Perform
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