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Greuther Fürth beendet schwarze Rekordserie gegen Union Berlin: Historischer erster Heimsieg
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Publiziert 12/12/2021 um 17:26 GMT+1 Uhr
Mit dem historischen ersten Heimsieg ihrer Bundesliga-Geschichte hat die SpVgg Greuther Fürth ihre schwarze Rekordserie von zwölf Niederlagen nacheinander beendet. Havard Nielsen (56.) schoss das Kleeblatt zum 1:0 (0:0) gegen Union Berlin und damit im 24. Versuch seit seiner ersten Saison 2012/2013 zum ersten Dreier im eigenen Stadion.
Greuther Fürth
Fotocredit: Getty Images
Der abgeschlagene Außenseiter aus Fürth lief mit einer auf vier Positionen geänderten Aufstellung im Vergleich zum 1:7-Debakel gegen Leverkusen auf. Das Verletzungspech der Kleeblätter, das sie bereits seit Saisonbeginn begleitet, schloss diesmal einen Einsatz von Torhüter Marius Funk aus.
Trotzdem präsentierte sich die Formation gewohnt offensiv, mit Timothy Tillman, Branimir Hrgota, Dickson Abiama und Havard Nielsen schickte Fürth-Trainer Stefan Leitl vier Offensivakteure auf Torejagd. Davon war auf dem Feld zunächst jedoch nicht viel zu sehen. Eine Riesenchance gab es dennoch: Hrgota gab von links einen Schuss ab, der Abiama vor die Füße fiel. Der Nigerianer scheiterte aus kürzester Distanz an Andreas Luthe (7.).
Erst im zweiten Durchgang bekamen die Zuschauer vor den Fernsehern regelmäßig Torraumszenen geboten. Genki Haraguchi versuchte es mit einem Distanzschuss (53.), ehe Fürth für die Führung sorgte und damit die Überraschung einleitete. Diesmal war ebenfalls Haraguchi beteiligt, allerdings half er dem Gegner unfreiwillig, indem er einen Eckball verlängerte. Die Kugel kam zu Nielsen, der sofort abzog und aus wenigen Metern ins linke untere Eck vollstreckte (56.).
Union-Trainer Urs Fischer war damit überhaupt nicht zufrieden. Lauthals beschwerte er sich über den gegebenen Gegentreffer, weil er einen Schubser von Torschürze Nielsen gegen Kevin Behrens ausgemacht hatte. Gründe zum Beschweren lieferte ihm allerdings auch seine Mannschaft in dieser Spielphase. Die Eisernen waren erst nach dem Nackenschlag spürbar motivierter, aber konnten ihren Ballbesitz nicht in Tore ummünzen.
Nach der Einwechslung von Top-Torjäger Taiwo Awoniyi (63.) nahm die Offensivkraft der Hauptstädter merklich zu. In der letzten halben Stunde versuchten es die Köpenicker auch durch die Mitte, nachdem es zuvor lediglich über die Flügel gefährlich wurde. In der Schlussphase warf Union alles nach vorne und hätte durch Gießelmann (84.) und Awoniyi (90.) das 1:1 markieren können, doch die Fürther retteten die Führung mit Willen und ein wenig Glück über die Zeit.
Die Stimmen:
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Wir waren nicht effizient genug. Die Mannschaft hat aber immer wieder Lösungen gesucht. Fürth hat wirklich sehr tief gestanden, da tun wir uns schwer. Dafür hat es das Team wirklich gut gemacht. Am Ende verlierst du dann durch eine Aktion von Fürth in der zweiten Hälfte."
Grischa Prömel (Union Berlin): "Wir haben heute einfach zu viele Chancen gebraucht, um zu einem Tor zu kommen. Wir haben die Intensität zwar auf den Platz gebracht, aber haben die Dinger einfach nicht gut ausgespielt. Da müssen wir uns einfach belohnen und ein Tor machen."
Havard Nielsen (Greuther Fürth): "Ich bin sehr glücklich und stolz, dass es mir gelungen ist dieses Tor zu schießen und ich unseren ersten Heimsieg in der Bundesliga feiern darf. Wir haben natürlich mit den Fans gesprochen, für sie ist es wichtig, diesen Bann nun gebrochen zu haben."
Der Tweet zum Spiel:
Union Berlin verlor gegen Schlusslicht Greuther Fürth trotz Dominanz über weite Strecken. Die Fans suchten nach den Ursachen.
Das fiel auf: Union erstaunlich harmlos
Besonders im ersten Durchgang konnte sich Greuther-Torwart Sascha Burchert nicht über zu viel Arbeit beklagen. Nach der Pause wurden die Eisernen zwar aktiver, aber legten eine bemerkenswerte Ineffizienz an den Tag. 15 Torschüsse feuerten die Gäste ab, keiner davon überwand Burchert. Nicht selten musste der Schlussmann der Kleeblätter gar nicht erst eingreifen, weil Haraguchi, Awoniyi und Co. das Ziel verfehlten.
Die Statistik: 1
Zum allerersten Mal gewann die SpVgg Greuther Fürth ein Bundesligaspiel zu Hause. Nach zuvor zwölf Niederlagen in Folge, dürfte dieser Sieg den Kleeblättern besonders schmecken. An der Tabellensituation ändert das allerdings nichts: Mit nur vier Zählern ist das Team von Stefan Leitl weiterhin Schlusslicht der Liga.
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Quelle: Perform
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